Jakob Joseph Weidmann
Jakob Joseph Weidmann (geboren 1763;[1][2] gestorben 1829) war ein Schweizer Kupferstecher und Holzschneider.[3]
Er stammte aus einer Familie, die seit dem 16. Jahrhundert in Einsiedeln nachweisbar ist. Seine Eltern waren Joseph Hippolyth Weidmann (1737–1763) und Maria Elisabetha Füchsli (1728–1767). Von seinem Vater erbte er das Haus „zum Engel“ in Einsiedeln, das im Urbar von 1789 als sein Wohnsitz verzeichnet ist. Er heiratete zunächst Anna Catharina Eberle (1767–1797). Aus der Ehe gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor, darunter der Taubstummenlehrer und Gastwirt Jakob Anton Weidmann (1784–1853). In zweiter Ehe war Jakob Joseph Weidmann mit Maria Martha Brugg (1761–1843) verheiratet.[1]
Weidmann schuf in Einsiedeln in den Jahrzehnten vor und nach 1800 vor allem Andachtsbilder für die zum Ort wandernden Pilger. Als Kunstkenner und Sammler hinterließ er eine Sammlung von rund 2000 Gemälden.[3]
Literatur
- Gabriel Meier: Weidmann, Jakob Joseph. In: Carl Brun (Hrsg.): Schweizerisches Künstler-Lexikon. Band 3: S–Z. Huber & Co., Frauenfeld 1913, S. 454 (Textarchiv – Internet Archive).
- Weidmann, Jakob Joseph. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 35: Waage–Wilhelmson. E. A. Seemann, Leipzig 1942, S. 273 (biblos.pk.edu.pl).
- Eva-Maria Hanebutt-Benz: Studien zum deutschen Holzstich im 19. Jahrhundert. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens Band 24 (1983), Sp. 1172.
Einzelnachweise
- ↑ a b Gertrud Wyrsch-Ineichen: Der Taubstummenlehrer Jakob Anton Weidmann (1784–1853): Landschreiber und Gastwirt zum Steinbock. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz. Band 72. 1980, S. 6–7, doi:10.5169/seals-164871.
- ↑ Manche Quellen wie Thieme/Becker nennen abweichend 1768 als Geburtsjahr, was jedoch nicht mit den Sterbedaten seiner Eltern gemäß Gertrud Wyrsch-Ineichen vereinbar ist.
- ↑ a b Eva-Maria Hanebutt-Benz: Studien zum deutschen Holzstich im 19. Jahrhundert. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens Band 24 (1983), Sp. 1172.