Jahndenkmal (Neuruppin)
Das Jahndenkmal, früher Jahn-Loose-Denkmal, in Neuruppin, Ost-Prignitz-Ruppin im Land Brandenburg, steht vor der Seebadeanstalt Neuruppin und würdigt den Turnvater Friedrich Ludwig Jahn.
Es handelt sich um einen Gedenkstein mit jeweils einer Inschrifttafel auf der Vorder- und Rückseite. Bei der Errichtung des Denkmals 1911 war der Turnlehrer und Kreisturnwart Carl Loose aus Neuruppin noch gleichberechtigt neben Jahn auf einer Relieftafel abgebildet. Über den Portraits war ein metallenes Turnerkreuz angebracht. Beide Elemente fehlen heute. An der Stelle der Portraitplatte auf der Vorderseite ist heute eine Inschrifttafel.
Geschichte
Der Beschluss zur Errichtung eines Denkmals für Friedrich Ludwig Jahn und Carl Loose fiel auf dem Gauturntag in Neuruppin am 19. November 1907. Loose war Turnlehrer, Kreisturnwart und Begründer des städtischen Männer-Turnvereins 1861 und Mitbegründer der Freiwilligen Turner Feuerwehr im Jahr 1867.[1]
Daraufhin schuf der Bildhauer Max Wiese das Denkmal.[2][3] Von ihm stammten schon das Schinkeldenkmal (Einweihung 1883) sowie das Fontanedenkmal (Einweihung 1907) in Neuruppin.[4]
Im Jahr 1911, am 24. September wurde es in der Parkstraße (heute Puschkinstraße/Bundesstraße 167) gegenüber der Knabendoppelschule (heute Oberschule Alexander Puschkin) eingeweiht. Der Aufstellungsort wurde vorher rege diskutiert und es standen neben der späteren Entscheidung noch der Stadtpark und die Bahnhofsstraße im Raum.[1]
In der Zeit nach 1945 findet es sich nur noch als Jahndenkmal. Seinen heutigen Standort erhielt es, weil der Platz des Denkmals zu einem Spielplatz umgestaltet werden sollte. So wurde das Denkmal 1960 abgebaut, eingelagert und in einfacherer Form 1962 vor dem Jahnbad wiedererrichtet.[5]
Inschriften
| Vorderseite | Rückseite |
|---|---|
Ich kenne keine Zeit, wo ich nicht von der Einheit Deutschlands beseelt gewesen bin. |
Friedrich Ludwig Jahn 1778–1852 |
Galerie
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Vorderseite (2025)
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Leerstelle des Turnerkreuzes auf der Vorderseite (2025)
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Inschrifttafel Vorderseite (2025)
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Rückseite (2025)
Weblinks
Literatur
- Cerstin Meschonat und Peter Pusch: Neuruppin – eine Stadt in der Entwicklung vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Regional-Verlag-Ruppin KG Pusch Co. 2003, S. 55, 104.
- Irina Rockel: Neuruppin. so wie es war. Droste Verlag, Düsseldorf 1992, ISBN 978-3-7700-0980-0, S. 49, 50.
Einzelnachweise
- ↑ a b Irina Rockel: Neuruppin. so wie es war. Droste Verlag, Düsseldorf 1992, ISBN 978-3-7700-0980-0, S. 48–50.
- ↑ Friedrich Jansa: Deutsche Bildende Künstler in Wort und Bild. Jansa, 1912, S. 640 (google.de [abgerufen am 23. September 2025]).
- ↑ Ingo Bading: Preußenblog: Neuruppin – Als es noch von der Einheit Deutschlands beseelt gewesen ist. In: Preußenblog. November 2018, abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Wiese, Eduard Friedrich Max. In: Hessische Biografie. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Cerstin Meschonat und Peter Pusch: Neuruppin – eine Stadt in der Entwicklung vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Regional-Verlag-Ruppin KG Pusch Co. 2003, S. 104.
Koordinaten: 52° 56′ 11,7″ N, 12° 49′ 23,1″ O