Jacob von Gerlach
Jacob von Gerlach, eigentlich Jakob von Gerlach, (* 20. März 1830 in Kläden; † 26. November 1908 in Berlin)[1] war ein preußischer Politiker (DKP), Rittergutsbesitzer und Landrat.[2]
Leben
Seine Eltern waren Wilhelm von Gerlach und Ida Julia Mathilde von Chambaud-Charrier (* 12. Januar 1800; † 10. April 1830). Friedrich von Gerlach war sein Bruder, Carl Friedrich Leopold von Gerlach war sein Großvater.
Jacob, zumeist Jakob von Gerlach, war Eigentümer des Rittergutes Platowo und Mitinhaber des Gutes Rohrbeck im Kreis Königsberg Nm. 1861 bis 1892 amtierte er als Landrat im Kreis Gardelegen. Er wurde zum Geheimen Regierungsrat ernannt und wirkte im Preußischen Abgeordnetenhaus 1866 bis 1867 und erneut 1882 bis 1888. Er war auch Mitglied im Provinziallandtag der Provinz Sachsen. Er war Mitglied der Deutschkonservativen Partei (DKP).
Bereits 1858 hatte Jakob von Gerlach in Vinzelberg Ida Sophie von Kröcher (* 13. August 1830 in Vinzelberg; † 17. März 1905 in Vollenschier), jüngste Tochter des Wilhelm von Kröcher und der Sophie Gräfin von Alvensleben-Erxleben, geheiratet.[3] Das Ehepaar hatte keine Nachfahren. Gerlach lebte als Witwer auf dem Kröcher-Gut Vollenschier. Friedrich Wilhelm von Kröcher wurde sein Schwager.
Jakob von Gerlach war seit 1892 als Ehrenritter im Johanniterorden organisiert, dort Mitglied der Sächsischen Provinzial-Genossenschaft, zuletzt, 1898, Rechtsritter.
Literatur
- Moritz Maria von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter 1878. Dritter Jahrgang, Brünn/Wien 1877, S. 214 f.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 209. (Vorfahren und Geschwister in den Vorseiten).
- Rainer Paetau: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band. 5. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. BBAW, Olms-Weidmann, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-11002-4, S. 352.
Einzelnachweise
- ↑ Johanniter-Ordensblatt. Amtliche Monatsschrift der Balley Brandenburg des Johanniterordens. Nr. 12, 49. Jahrgang, Julius Sittenfeld, Carl Heymanns Verlag, Berlin, Dezember 1908, S. 83.
- ↑ Rainer Paetau: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band. 5. In: Acta Borussica. Neue Folge. Hrsg. BBAW, Olms-Weidmann, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-11002-4, S. 352; BBAW.de ( vom 21. Januar 2010 im Internet Archive; PDF; 2,3 MB)
- ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1905. Fünfter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1904, S. 461 f.