Jack Barnes (Mediziner)
John Handyside „Jack“ Barnes (* 2. April 1922 in Charleville, Queensland; † 11. August 1985 in Cairns, Queensland) war ein australischer Arzt und Toxikologe.
Biographie
Barnes wuchs auf der Farm Dungiven etwa 100 Meilen von Charleville entfernt auf. Er schrieb sich 1940 für ein Studium der Humanmedizin an der Universität von Queensland in Brisbane ein, unterbrach dieses jedoch, um sich im Dezember 1941 freiwillig zur Australian Imperial Force zu melden. Von September 1942 bis Januar 1943 diente er während der Schlacht von Timor in der 4th Independent Company. Gezeichnet von Unterernährung, Malaria und andern Infektionskrankheiten wurde er nach Australien evakuiert und im April 1943 aus der Armee entlassen. Er nahm daraufhin sein Studium wieder auf, das er 1946 abschloss. Er arbeitete ein Jahr lang als Assistenzarzt am Mater-Misericordiae-Krankenhaus in Brisbane.
Barnes war von 1947 bis 1953 Medical Superintendent auf Thursday Island in der Torres-Straße. Ab 1953 war er als Allgemeinmediziner in Cairns tätig.
Barnes heiratete 1945 Laloma Mavis Hudson, mit der er fünf Kinder hatte. Er gehörte der Anglikanischen Kirche von Australien an. Barnes verstarb am 11. August 1985 an den Folgen eines Herzinfarkts und wurde im Martyn Street cemetery begraben.
Forschung
Bekannt geworden ist er wegen seiner Forschungen an der Würfelqualle. Zudem hat er 1961 die Ursache des Irukandji-Syndroms entdeckt. Er ließ sich selbst und seinen Sohn von einer Irukandji-Qualle streifen[1], um sicherstellen zu können, dass es sich wirklich um die besagte Qualle handelt. Die Irukandji-Qualle ist eine Unterart der Würfelqualle und hält sich größtenteils vor der australischen Küste auf. Ein Gegengift konnte Jack Barnes noch nicht finden, startete jedoch eine erfolgreiche Aufklärungskampagne zur ersten Hilfe bei Quallenstichen. Zu Ehren von Barnes beschrieb R. V. Southcott die Qualle auf den Namen Carukia barnesi. 1970 wurde Barnes zum Mitglied des Order of the British Empire ernannt.
Literatur
- John H. Barnes: Cause and effect in Irukandji stingings in: The Medical Journal of Australia. 1964, Nr. 14. S. 897–904.
Weblinks
- Jack Barnes and the Iirukandji-Enigma
- Jack Barnes im Australian Dictionary of Biography
Einzelnachweise
- ↑ Michael Lenz: Winzige Giftqualle lässt Forscher rätseln auf spiegel.de, 5. September 2002, abgerufen am 4. Februar 2018