J. Spiro
J. Spiro war ein Verlag in Berlin von 1903 bis 1914, der einige Kunst- und Fotobände über Berlin herausgab.
Geschichte
Der jüdische Buchhändler Josef Spiro gab seit 1904 in seinem kleinen Verlag (mit einem Photographischen Institut) in der Schadowstraße 4 die ersten Blätter mit Abbildungen von Berlin heraus, in den folgenden Jahren einige Kunst- und Fotobände.[1] Er wechselte dann in die Kurfürstenstraße 148, Ende 1906 in die Motzstraße 9 und schließlich in die Pallasstraße 12.[2][3] Seit 1914 sind keine Veröffentlichungen mehr bekannt.
Publikationen (Auswahl)
- Paul Lindenberg (Einl.), Alt Berlin, 24 Tafeln, 1904
- Leopold Ludwig Müller, Berlin in der Vorzeit und in der Gegenwart, 1906, mit historischen Zeichnungen von etwa 1830
- Große Berliner Kunst-Ausstellung, Heft 1, 1906[4]
- Georg Voß (Hrsg.): Bilder aus der Brandenburg-Preußischen Geschichte. Radierungen von Daniel Chodowiecki, 1907, Neuauflage 1909 Digitalisat
- Otto Pniower, Bilder aus dem Alten Berlin, 1907, Neuauflagen 1908, 1909 Digitalisat
- Otto Hach, Berliner Museums-Führer. Ausführliche belehrende und unterhaltende Beschreibungen der merkenswertensten in den öffentlichen Sammlungen vorhandenen Sehenswürdigkeiten, 1908 Digitalisat
- Georg Siegerist, Märkische Wanderfahrten, 1908
- Ferdinand von Strantz, Ernste und heitere Theater-Erzählungen, 1909
- Paul Lindenberg (Einl.), Das Zeitalter Friedrichs des Großen in Bildnissen und Abbildungen, 1912
Weblinks
Commons: J. Spiro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Alte Ansichtskarten Alt Berlin (3) Heimatsammlung
- Publikationen von J. Spiro Booklooker
- Suche nach J. Spiro. In: Deutsche Digitale Bibliothek
Einzelnachweise
- ↑ Spiro. In: Berliner Adreßbuch, 1903, I., S. 1729. „Jos. Spiro, Verlag u. Photograph. Instit., NW Schadowstr. 4“. Adresseintrag, siehe auch andere Jahre
- ↑ Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, vom 10. Dezember 1906, S. 12829 (Mitte ganz unten), mit Benachrichtigung über den Adresswechsel von der Kurfürstenstraße in die Motzstraße; Hilfsbuch für den Berliner Buchhandel, 1913, S. 71, mit Adresse Pallasstraße; auch in Berliner Adressbüchern
- ↑ Brandenburgia. Monatsblatt der Geesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg, 1912, S. 12, lobte den rührigen Verlag von Josef Spiro für eine neue Publikation
- ↑ Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, vom 14. Juli 1906, S. 6868, mit Verlagsanzeige