Jüdischer Friedhof (Steinhart)
Der denkmalgeschützte jüdische Friedhof in Steinhart, einem Ortsteil von Hainsfarth im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, befindet sich östlich des Ortes auf dem Gelände des Burgstalls Steinhart neben der Burgruine Steinhart.
Geschichte
Auf dem Gelände des Burgstalls wurde der „Judenbuck“ genannte Friedhof im 18. Jahrhundert angelegt, wodurch er von einem alten Burggraben umgeben ist. Daneben liegt die Ruine der ab dem Jahr 1328 erbauten Burg der Herren von Steinhart.
Der Friedhof hat eine Fläche von 1430 m², er ist von einem Holzzaun mit einer Metalltüre als Eingang umgeben. Hinter diesem Eingang steigt das Gelände stark an. Von den ehemals vorhandenen Grabsteinen ist nur noch ein Teil erhalten, der älteste bekannte Stein ist vom Ende des 18. Jahrhunderts, doch dürfte der Friedhof älter sein. Ein großer Teil der Steine ist aus schmalen, hellen Steinplatten wie Jurakalk gefertigt. Mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde 1883 wurde er wohl nicht mehr genutzt. Die erhaltenen Grabsteine weisen in verschiedene Richtungen, was auf vergangene Restaurierungen des Friedhofes zurückgeführt wird.
In der Zeit des Nationalsozialismus gab es keine Zerstörungen auf dem Friedhof. 1994 wurden bei einer Schändung mehrere Grabsteine umgeworfen. Um 2025 ist der Friedhof mit den noch erhaltenen 99 Grabsteinen in einem guten Zustand.
Weblinks
Koordinaten: 48° 57′ 37″ N, 10° 40′ 30″ O