Jüdischer Friedhof (Nienburg/Weser)

Der Jüdische Friedhof Nienburg/Weser in Nienburg/Weser (Landkreis Nienburg/Weser, Niedersachsen) ist ein Kulturdenkmal aufgrund des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes.

Beschreibung

Auf dem Friedhof in der Bruchstraße befinden sich auf einem langgestreckten Hügel über 200 Grabsteine für jüdische Verstorbene aus Nienburg und Umgebung aus der Zeit 1694 bis 1950. 1694 erhielt der Schutzjude Isaac Aron den „wüsten Sandberg“ als Begräbnisplatz der jüdischen Gemeinde. Ab 1759 wurden Leichensteine errichtet. Die Stadt Nienburg arisierte den Friedhof in den 1930er Jahren. Es befinden sich auf dem Friedhof die Gräber von acht sowjetischen Kriegsgefangenen aus dem Stalag X C Nienburg sowie die Gräber von zwei sowjetischen Zwangsarbeitern und einer Zwangsarbeiterin, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Jüdischen Friedhof bestattet wurden.

1951 wurde der Friedhof der Jewish Trust Corporation zurückgegeben, die ihn wiederum an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden weitergab.

1887 wurde ein Friedhofsgebäude für Trauerfeiern und möglicherweise zu rituellen Leichenwaschungen errichtet. Das Gebäude ist bis auf zwei erhaltene Mauern zerstört und wurde zu einem Gedenkort umgestaltet.

Literatur

Commons: Jüdischer Friedhof (Nienburg/Weser) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 52° 37′ 33″ N, 9° 12′ 37,8″ O