Jörg Kilian

Jörg Kilian (* 25. März 1965 in Hornburg)[1] ist ein deutscher Germanist.

Leben

Von 1986 bis 1991 studierte er Deutsch, Geschichte und Politikwissenschaft für das Lehramt an Gymnasien an der TU Braunschweig. Nach der Promotion 1996 in Braunschweig und der Habilitation 2001 ebenda und Vertretungen von Professuren für Didaktik der deutschen Sprache in Osnabrück (2004) und Heidelberg (2004-2006) war er von 2006 bis 2007 Professor für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft/Sprachdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seit 2007 ist er Professor für Deutsche Philologie / Didaktik der deutschen Sprache am Germanistischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Wortschatzdidaktik, Didaktische Sprachkritik, Leistungsbeurteilung im Sprachunterricht, Geschichte der Deutschdidaktik, des Deutschunterrichts und des Bildungsdiskurses.

Jörg Kilian ist u.a. Mitherausgeber der Zeitschrift "Der Deutschunterricht" (DU)n und der Buchreihe "Germanistische Arbeitshefte" (GA).[2]

Von 2007-2013 war Jörg Kilian Mitglied des Vorstandes des Deutschen Germanistenverbandes (DGV; Deutscher Germanistenverband), von 2010-2013 war er 1. Vorsitzender des DGV.[3]

Schriften (Auswahl)

  • Demokratische Sprache zwischen Tradition und Neuanfang. Am Beispiel des Grundrechte-Diskurses 1948/49. Tübingen 1997, ISBN 3-484-31186-X.
  • Lehrgespräch und Sprachgeschichte. Untersuchungen zur historischen Dialogforschung. Tübingen 2002, ISBN 3-484-31233-5.
  • Historische Dialogforschung. Eine Einführung. Tübingen 2005, ISBN 3-484-25141-7.
  • mit Thomas Niehr und Jürgen Schiewe: Sprachkritik. Ansätze und Methoden der kritischen Sprachbetrachtung. Berlin 2016, ISBN 3-11-040181-9.
  • Wortschatz lernen und reflektieren. Grundlagen, Befunde, Methoden für den Deutschunterricht in den Sekundarstufen I und II. Hannover 2021

Einzelnachweise

  1. Kilian, Jörg. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 18. September 2020 (Begründet von Joseph Kürschner, ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).
  2. Person. 2. Januar 2026, abgerufen am 2. Januar 2026.
  3. Geschichte. In: Deutscher Germanistenverband. Abgerufen am 2. Januar 2026.