Jörg Holkenbrink
Jörg Holkenbrink (* 22. September 1955 im Ruhrgebiet; † 3. April 2020 in Bremen)[1] war ein deutscher Theaterregisseur und Bildungsforscher.
Leben
Jörg Holkenbrink war der künstlerische Leiter des Zentrums für Performance Studies der Universität Bremen und Erfinder des ihm angeschlossenen Theaters der Versammlung, das als eine der ersten Forschungsbühnen in Deutschland gilt. Zu Holkenbrinks Arbeitsschwerpunkten zählten Inszenierungen zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst sowie die Entwicklung von Methoden für Forschendes Theater. 1993 wurde Holkenbrink mit dem Berninghausenpreis für ausgezeichnete Lehre und ihre Innovation im Hochschulbereich ausgezeichnet.[2]
Veröffentlichungen
- Lügen, Stehlen, Ausbilden. Universität Bremen, Bremen 2005 (?), Text als PDF-Datei.[3]
- Zusammen mit Jörg Ralf Streibl u. a.: Klick und mehr – Über Performance Studies und die Lust am Absturz. Interview mit dem Theater der Versammlung. In: FIfF Kommunikation. Zeitschrift des Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. 03/2007, S. 42–47.
- Kurzfassung in: Marion Bönnighausen, Gabriela Paule (Hrsg.): Wege ins Theater: Spielen, Zuschauen, Urteilen. (= Forum Spiel, Theater, Pädagogik, Band 4). Lit-Verlag, Münster 2011, ISBN 978-3-643-11128-9, S. 133–139.
- Lügen unter Wahrheitssuchern. Gedanken zu Papieren und Aktionen. In: Michael Ganß, Peter Sinapius, Peer de Smit (Hrsg.): Ich seh Dich so gern sprechen. Sprache im Bezugsfeld von Praxis und Dokumentation künstlerischer Therapien. (= Wissenschaftliche Grundlagen der Kunsttherapie, Band 2). Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 2008, S. 179–187.
- Auf der Kippe. Oder warum sich gerade das Darstellende Spiel einer Debatte über das Verhältnis von Performance und Theater nicht verschließen sollte. In: Spiel und Theater. Heft 184, Weinheim 2009, S. 13–16.
- Lügen, Stehlen, Ausbilden – Zur Arbeitsweise des Theaters der Versammlung zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. In: Ulrike Eberhardt (Hrsg.): Neue Impulse in der Hochschuldidaktik. Sprach- und Literaturwissenschaften. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010, S. 299–308.
- Kurzfassung in: Margret Bülow-Schramm, Dietlinde Gipser, Doris Krohn (Hrsg.): Bühne frei für Forschungstheater. Theatrale Inszenierungen als wissenschaftlicher Erkenntnisprozess. Paulo Freire Verlag, Oldenburg 2007, ISBN 978-3-86585-317-2, S. 35–44, Inhalt.[4]
- Performance Studies. Alles eine Frage der Zeit. In: Ludwig Huber, Margot Kröger, Heidi Schelhowe (Hrsg.): Forschendes Lernen als Profilmerkmal einer Universität. Beispiele aus der Universität Bremen. UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-937026-83-1, S. 105–121, Informationen.[5]
- Zusammen mit Simon Makhali: Gründungsfieber. Neuinszenierung der 39. Sitzung des Gründungssenats für die Universität Bremen vom 11. Oktober 1970 durch das Theater der Versammlung zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. In: Christian Joerges, Peer Zumbansen (Hrsg.): Politische Rechtstheorie Revisited. Rudolf Wiethölter zum 100. Semester. Zentrum für Europäische Rechtspolitik (ZERP), Bremen 2013, S. 201–213, Text als PDF-Datei.[6]
- Zusammen mit Carolin Bebek: DENKRAUME IN BEWEGUNG SETZEN Performance Studies: Möglichkeiten der Transformation in fächerübergreifenden Studienprojekten mit dem Theater der Versammlung zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. In: Heidi Schelhowe (Hrsg.): Teaching is touching the future : academic teaching within and across disciplines. UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-937026-97-8.
- Zusammen mit Alice Lagaay: Performance in Philosophy/Philosophy in Performance: How Performative Practices Can Enhance and Challenge the Teaching of Theory. In: Performance and Pedagogy Vol. 2 No. 1 (2016), S. 78–85, Informationen[7] und PDF-Datei.[8]
- Zusammen mit Anna Seitz: Die subversive Kraft der Verletzlichkeit. Ein Dialog über Wissenskulturen und ihre Aufführungen. In: Doris Ingrisch, Marion Mangelsdorf, Gert Dressel (Hrsg.): Wissenskulturen im Dialog. Experimentalräume zwischen Wissenschaft und Kunst. transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3698-7, S. 97–110.
- Zusammen mit Anna Seitz: Challenging Formats. Content and Form in Dialogue. In: Aisha-Nusrat Ahmad, Maik Fielitz, Johanna Leinus, Gianna Magdalena Schlichte (Hrsg.): Knowledge, Normativity and Power in Academia – Critical Interventions. Campus, Frankfurt / New York 2018, ISBN 978-3-593-50877-1, S. 137–149.
Literatur
- Richard Schechner: Performance Studies. An Introduction. Routledge, London 2002, ISBN 0-415-37246-1.
- Alice Lagaay, Anna Seitz (Hrsg.): WISSEN FORMEN. Performative Akte zwischen Bildung, Wissenschaft und Kunst. Erkundungen mit dem Theater der Versammlung. Festschrift für Jörg Holkenbrink. transcript, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-3964-3, Inhalt.[9]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gedenkseite von Jörg Holkenbrink. In: Weserkurier. 11. April 2020, abgerufen am 26. April 2020.
- ↑ Universität Bremen: Preis für gute Lehre, abgerufen am 27. März 2019.
- ↑ Text als PDF-Datei. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Inhalt. Abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Informationen. Abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Text als PDF-Datei. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Informationen. Abgerufen am 14. November 2025
- ↑ PDF-Datei. Abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Inhalt. Abgerufen am 11. November 2025.