Józef Frączek
Józef Frączek (* 14. Februar 1952 in Łańcut) ist ein polnischer Politiker (PL, AWS, LPR, PSL „Piast”). Von 1991 bis 1993 war er Abgeordneter des Sejm in dessen I. Wahlperiode. Von 1993 bis 2001 gehörte er dem Senat der Republik Polen an.
Leben und Beruf
Nachdem Frączek 1976 sein Studium der Elektrotechnik an der Ingenieurschule in Rzeszów abgeschlossen hatte, arbeitete er bis 1981 als Lehrer am Berufsschulkomplex in Przeworsk. Zudem bewirtschaftete er seinen eigenen Hof als selbständiger Landwirt. Von 2007 bis 2011 war er Vizepräsident des Woiwodschaftsfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Rzeszów.[1] Später wurde er Verwaltungsratspräsident des Fonds.
Politik
Frączek gehörte ab 1980 der Gewerkschaft Solidarność an. 1981 beteiligte er sich an der Gründung der landwirtschaftlichen Abteilung der Solidarność in der Region Karpatenvorland. Nach der Absetzung des kommunistischen Regimes war er von 1990 bis 1993 stellvertretender Woiwode der Woiwodschaft Rzeszów. Anschließend gehörte er dem Gemeinderat der Gmina Czarna an und war dort auch Gemeindevorsteher.
Bei der ersten vollständig freien Parlamentswahl 1991 wurde er auf der Liste des Wahlbündnisses Porozumienie Ludowe (PL) in den Sejm gewählt.[2] 1993 wurde er für die PL in den Senat der Republik Polen gewählt.[3] 1997 wurde er für das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność, an dem sich die PL beteiligt hatte, wiedergewählt.[4] 2000 verließ er die AWS-Fraktion im Senat, aus der PL war er bereits 1997 ausgetreten. Er unterstützte bei der Präsidentschaftswahl 2000 den Sejm-Abgeordneten Dariusz Grabowski und trat der Parlamentsfraktion „Koalicja dla Polski“ bei. Gegen Ende der Wahlperiode schloss er sich der Fraktion „Alternatywa Ruch Społeczny“ bei. 2001 kandidierte er für das Wahlkomitee „Kocham mój Kraj“ vergeblich für eine weitere Amtszeit als Senator.[5] Später trat er der Liga Polskich Rodzin bei, für die er bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 für eine vierjährige Amtsperiode in den Woiwodschaftssejmik der Woiwodschaft Karpatenvorland gewählt wurde.[6] 2006 wechselte er zur PSL „Piast”. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2010 kandidierte er erfolglos für die PSL „Piast” auf der Liste der Prawo i Sprawiedliwość zum karpatenvorländischen Sejmik.[7]
Ehrungen
- 2020 Krzyż Wolności i Solidarności[8]
Weblinks
- Biogram auf der Seite des Sejm
Einzelnachweise
- ↑ „Zarząd województwa podkarpackiego odwołuje dyrektorów i prezesów. Trwa czystka“ auf nowiny24.pl, abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1991, Nr. 41, S. 484.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1993, Nr. 50, S. 782.
- ↑ Ergebnis in Monitor Polski 1997, Nr. 64, S. 1403.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Verleihnachricht in Monitor Polski 2020, S. 829.