Ixcateopan de Cuauhtémoc
| Ixcateopan de Cuauhtémoc | |||
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| Koordinaten | 18° 30′ 10″ N, 99° 47′ 29″ W | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Mexiko | ||
| Guerrero | |||
| Municipio | Ixcateopan de Cuauhtémoc | ||
| Einwohner | 2493 (2020) | ||
| – im Ballungsraum | 6138 | ||
| Detaildaten | |||
| Fläche | 1,5 km² | ||
| Bevölkerungsdichte | 1.662 Ew./km2 | ||
| Höhe | 2300 m | ||
| Postleitzahl | 40430 | ||
| Zeitzone | UTC-7 | ||
| Ixcateopan – Ehemalige Kirche Nuestra Señora de la Asunción (heute Museum) | |||
| Ixcateopan – Rathaus (Palacio Municipal) | |||
| Archäologische Zone | |||
Der Bergort Ixcateopan de Cuauhtémoc, oft verkürzt zu Ixcateopan, ist mit seinen gut 2500 Einwohnern Hauptort der gleichnamigen Gemeinde im mexikanischen Bundesstaat Guerrero. Seit dem Jahr 2023 ist der Ort als Pueblo Mágico anerkannt.[1]
Lage und Klima
Ixcateopan liegt in den Bergen der Sierra Madre del Sur in ca. 1700–2300 m Höhe und befindet sich knapp 180 km (Fahrtstrecke) nördlich von Chilpancingo, der Hauptstadt des Bundesstaats, bzw. ca. 36 km westsüdwestlich von Taxco, einer der Hauptattraktionen des gesamten Landes. Das Klima ist meist trocken und tagsüber warm; Regen (ca. 1200 mm/Jahr) fällt überwiegend im Sommerhalbjahr.
Bevölkerung
| Jahr | 1900 | 1950 | 2000 | 2020 |
| Einwohner | 1518 | 1385 | 2296 | 2493[2] |
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist indianischer Abstammung; zahlreich sind auch Mestizen. Gesprochen wird neben regionalen Dialekten auch Spanisch.
Wirtschaft
Die Kleinstadt bietet kleinere Geschäfte und Handwerksbetriebe sowie eine Bank und eine Schule.
Geschichte
Lange Zeit streiften nomadisierende Jäger (Chontales) durch die waldreiche Gegend. Der etwa seit 1350 besiedelte Ort wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts vom Aztekenreich erobert. Die spanischen Konquistadoren kamen in den 1520er Jahren. In dieser Zeit sollen auch die Gebeine des letzten Aztekenherrschers (tlatoani) Cuauhtémoc hierhin verbracht worden sein. Der lokalen Überlieferung und einigen alten Dokumenten zufolge soll die ehemalige Pfarrkirche Santa María de la Asunción über seiner letzten Ruhestätte errichtet worden sein. Ausgrabungen in der Kirche in den 1970er Jahren brachten tatsächlich Knochenfunde zutage, die jedoch verschiedenen Personen zugeordnet werden mussten. Dennoch blieb der Ort eine indianische Pilgerstätte.
Sehenswürdigkeiten
- Das Ortsbild wird bestimmt durch gepflasterte Straßen mit eingeschossigen Häusern.
- Die ehemalige Kirche des Ortes ist in den 1960er Jahren zu einer Gedenkstätte für den letzten Aztekenherrscher Cuauhtémoc umgewandelt worden.
- Das Rathaus (Palacio Municipal) ist ein unscheinbares, aber immerhin zweigeschossiges Gebäude im Ortszentrum.
- Am südlichen Ortsrand befindet sich eine archäologische Zone mit zahlreichen Mauerresten.