Israelische Fußballnationalmannschaft/Weltmeisterschaften
| WM-Rekordspieler | 10 Spieler (je 3) |
| WM-Rekordtorschütze | Mordechai Spiegler (1) |
| Rang | 64 |
| Bilanz | |
|---|---|
| 3 WM-Spiele 0 Siege 2 Unentschieden 1 Niederlage 1:3 Tore | |
| Statistik | |
| Erstes WM-Spiel Israel 0:2 Uruguay Puebla (MEX); 2. Juni 1970 | |
| Höchste WM-Niederlage Israel 0:2 Uruguay Puebla (MEX); 2. Juni 1970 | |
| Erfolge
| |
| Weltmeisterschaften | |
| Endrundenteilnahmen | 1 (Erste: 1970) |
| Beste Ergebnisse | Vorrunde 1970 |
| Beste Platzierungen in den Austragungsländern der FIFA-Fußballweltmeisterschaften | |
| (Stand: Dezember 2025) | |
Der Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der israelischen Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften. Zählt man die Teilnahmen der Mannschaft Palästinas mit, die der israelische Verband für sich zählt,[1] nahm Israel ebenso wie Irland und Luxemburg an allen WM-Qualifikationen teil, konnte sich aber nur einmal qualifizieren.
Überblick
| Jahr | Gastgeberland | Teilnahme bis | Letzte(r) Gegner | Ergebnis[2] | Trainer | Bemerkungen und Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1930 | Uruguay | nicht existent | Der Staat Israel existiert noch nicht. Das britische Protektorat Palästina, zu dem Teile des heutigen Israels gehörten, nimmt nicht teil. | |||
| 1934 | Italien | nicht existent | Palästina scheitert in der Qualifikation an Ägypten | |||
| 1938 | Frankreich | nicht existent | Palästina scheitert in der Qualifikation an Griechenland, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte | |||
| 1950 | Brasilien | nicht qualifiziert | In der 1. Qualifikations-Runde an Jugoslawien gescheitert | |||
| 1954 | Schweiz | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert | |||
| 1958 | Schweden | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Wales gescheitert, die als Ersatzgegner bestimmt wurden, da andere Länder gegen Israel nicht antreten wollten (Wales’ einzige WM-Teilnahme) | |||
| 1962 | Chile | nicht qualifiziert | In der Qualifikation in der Play-off-Runde „Europa / Naher Osten“ an Italien gescheitert | |||
| 1966 | England | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Bulgarien gescheitert | |||
| 1970 | Mexiko | Vorrunde | Uruguay, Schweden, Italien | 12. | Emanuel Schaffer | Israel scheidet als Gruppenletzter aus, erreicht aber zwei Remis gegen die beiden europäischen Mannschaften. |
| 1974 | BR Deutschland | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Südkorea gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte | |||
| 1978 | Argentinien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation erneut an Südkorea gescheitert, das sich aber ebenfalls wieder nicht qualifizieren konnte | |||
| 1982 | Spanien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Schottland und Nordirland gescheitert | |||
| 1986 | Mexiko | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Australien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte | |||
| 1990 | Italien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation in den interkontinentalen Playoffs an Kolumbien gescheitert | |||
| 1994 | USA | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Schweden und Bulgarien gescheitert, die dann bei der WM im Spiel um Platz drei aufeinandertrafen. | |||
| 1998 | Frankreich | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Bulgarien und Russland gescheitert, das in den Play-offs ebenfalls scheiterte | |||
| 2002 | Südkorea/Japan | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Spanien und Österreich gescheitert, das in den Play-offs ebenfalls scheiterte | |||
| 2006 | Deutschland | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Frankreich und der Schweiz gescheitert. | |||
| 2010 | Südafrika | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an der Schweiz und Griechenland gescheitert. | |||
| 2014 | Brasilien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Russland und Portugal gescheitert. | |||
| 2018 | Russland | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an den beiden Ex-Weltmeistern Spanien und Italien gescheitert | |||
| 2022 | Katar | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Dänemark und Schottland gescheitert | |||
| 2026 | Kanada/Mexiko/USA | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Norwegen und Italien gescheitert |
WM-Turniere
Turniere mit maximal 16 Teilnehmern
1930 bis 1938
Der Palästinensische Fußballbund als Zusammenschluss jüdischer, arabischer und britischer Mannschaften in Palästina war zwar bereits 1928 gegründet und 1929 in die FIFA aufgenommen worden, an der ersten WM in Uruguay nahm er aber nicht teil. 1934 und 1938 nahm die Mannschaft unter dem Namen Palästina/Eretz Israel an den Qualifikationen zur Weltmeisterschaft teil. 1934 war neben Ägypten auch die Türkei als Gegner vorgesehen, diese verzichtete aber. Am 16. März 1934 kam es in Kairo zum ersten WM-Qualifikationsspiel. Bei der 1:7-Niederlage der ausschließlich mit Juden besetzen und von Shimon Ratner trainierten Mannschaft erzielte Avraham Nudelmann den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:6.[3] Im Rückspiel kam die Mannschaft nicht über ein 1:1 hinaus, Ägypten war damit erstmals für die WM qualifiziert, was den Ägyptern erst 1990 wieder gelang. Vier Jahre später scheiterte die vom Österreicher Egon Pollak trainierte Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde an Griechenland, das anschließend an Ungarn scheiterte.
1950 in Brasilien
Nach der Unabhängigkeit Israels nahm die Israel Football Association an der Qualifikation zur ersten WM in Brasilien teil, scheiterte in der 1. Runde aber an Jugoslawien. Erneut war ein Österreicher, diesmal Alois Hess der Trainer der Mannschaft.
1954 in der Schweiz
In der Qualifikation für die WM in der Schweiz musste Israel, nun von Moshe Beth Halevy trainiert, wieder gegen Jugoslawien und zudem Griechenland antreten, verlor aber alle vier Spiele, wenn auch dreimal knapp mit 0:1.
1958 in Schweden
In der Qualifikation für die WM in Schweden sollte Israel zunächst gegen die Türkei spielen, die aber nicht antrat. Der Nahostkonflikt überschattete die Finalrunde: Der Sudan und Ägypten weigerten sich, gegen Israel anzutreten und Indonesien wollte nur auf neutralem Boden spielen, was die FIFA ablehnte. Damit wäre Israel qualifiziert, da die FIFA aber keine Mannschaft ohne Qualifikationsspiel teilnehmen lassen wollte, wurde Israel von den eigentlich ausgeschiedenen Gruppenzweiten aller anderen Gruppen (wobei Belgien und Uruguay verzichteten) mit Wales ein Gegner zugelost. Wales gewann dann beide Spiele gegen Israel, das von Moshe Varon trainiert wurde, mit 2:0 und qualifizierte sich damit zum ersten Mal für die WM-Endrunde, an der auch die drei anderen britischen Nationalmannschaften England, Nordirland und Schottland teilnahmen.
1962 in Chile
In der Qualifikation für die WM in Chile musste Israel, das nun vom Ungarn Gyula Mándi trainiert wurde, zunächst gegen Zypern antreten und nach einem 1:1 in Nikosia gelang mit dem 6:1 im Rückspiel der erste Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel, wobei Shlomo Levi allein drei Tore erzielte. In der nächsten Runde wurde Äthiopien mit zwei Siegen (1:0 und 3:2) ausgeschaltet, ehe in der Play-off-Runde „Europa / Naher Osten“ die Israelis an Italien scheiterten. Dem 2:4 im Heimspiel war ein 0:6 im Rückspiel gefolgt.
1966 in England
Für die Qualifikation zur WM in England wurde Israel, trainiert vom Jugoslawen Milovan Ćirić, einer europäischen Gruppe mit Bulgarien und Belgien „zugelost“. Die Israelis verloren alle vier Spiele. Belgier und Bulgaren, die ihre Heimspiele gegeneinander gewonnen hatten, mussten in einem Entscheidungsspiel, das die Bulgaren gewannen, den WM-Teilnehmer ermitteln.
1970 in Mexiko
Für die Qualifikation zur ersten WM in Mexiko sollte Israel zunächst bei einem Turnier in Israel gegen Neuseeland und Nordkorea antreten. Nordkorea weigerte sich aber, in Israel zu spielen, und wurde daher disqualifiziert. So waren nur zwei Spiele gegen die Neuseeländer notwendig, um die zweite Runde zu erreichen. Mit zwei Siegen (4:0 und 2:0) gelang dies problemlos. Im Finale der Asien/Ozeanien-Zone war dann Australien der Gegner. Nach einem 1:0 in Ramat Gan reichte ein 1:1 in Sydney, um sich zum bisher einzigen Mal für die WM zu qualifizieren. Trainiert wurden die Israelis nun von Emanuel Schaffer.
In Mexiko trafen die Israelis in ihrem ersten WM-Spiel auf Ex-Weltmeister Uruguay und verloren mit 0:2. Gegen Schweden gelang im zweiten Gruppenspiel ein 1:1, wobei Mordechai Spiegler die schwedische Führung zwei Minuten später mit dem ersten und bisher einzigen WM-Tor für Israel ausgleichen konnte. Gegen Europameister Italien gelang dann mit dem 0:0 im letzten Gruppenspiel ein weiterer Achtungserfolg. Dennoch schied Israel als Gruppenletzter aus und verabschiedete sich für mindestens 60 Jahre von der WM-Bühne. In die ewige Rangliste stiegen sie als bester Neuling auf Platz 29 ein, von dem sie sich in den nächsten Jahren aber immer weiter entfernen sollten.
1974 in der Bundesrepublik Deutschland
In der Qualifikation für die erste WM in Deutschland mussten die nun von Edmond Schmilovich trainierten Israelis bei einem Turnier in Seoul zunächst in einem Gruppenzuordnungsspiel gegen Japan antreten und gewann mit 2:1. In den folgenden Gruppenspielen gelangen gegen Malaysia und Thailand zwei Siege (3:0 und 6:0) sowie ein torloses Remis gegen Südkorea. Damit stand Israel im Halbfinale, in dem erneut Japan der Gegner war. Mit einem 1:0 nach Verlängerung wurde das Finale gegen Südkorea erreicht. Hier scheiterte Israel mit 0:1 n. V. Südkorea konnte sich dann aber in den Spielen gegen Australien ebenfalls nicht für die WM qualifizieren.
1978 in Argentinien
Wegen des Nahostkonfliktes war Israel 1974 aus dem asiatischen Fußballverband ausgeschlossen worden und nur ostasiatische Mannschaften waren noch bereit, gegen Israel zu spielen.
Auch in der Qualifikation für die WM in Argentinien spielte Israel aus politischen Gründen in der Ostasiengruppe. Die von David Schweitzer trainierten Israelis gewannen zwar beide Spiele gegen Japan, erreichten gegen Südkorea aber im Heimspiel nur ein 0:0 und verloren in Seoul mit 1:3. Südkorea scheiterte dann in der Finalrunde am Iran, der damit erstmals für die WM qualifiziert war.
Turniere mit 24 Teilnehmern
1982 in Spanien
In der Qualifikation für die WM in Spanien durfte Israel dann in einer europäischen Gruppe mit Schottland, Nordirland, Schweden und Portugal starteten. Mit nur einem Sieg (4:1 gegen Portugal, wodurch die Portugiesen die Qualifikation verpassten) und drei Remis, aber vier Niederlagen wurde nur der letzte Gruppenplatz belegt. Nationaltrainer während der Qualifikation war der Engländer Jack Mansell, für den dies die einzige Station als Nationaltrainer war.
1986 in Mexiko
Für die zweite WM in Mexiko konnten sich die erneut von Yosef Mirmovich trainierten Israelis nicht qualifizieren. Wieder wurde Israel ebenso wie Taiwan aus politischen Motiven der Ozeanien-Gruppe mit Australien und Neuseeland zugeordnet. Punktgleich mit Neuseeland, aber mit der besseren Tordifferenz wurde hinter Australien nur der zweite Platz belegt. Die Australier scheiterten dann aber auch in den Interkontinentalen Playoff-Spielen an Schottland.
1990 in Italien
Für die zweite WM in Italien musste Israel letztmals in der Ozeanien-Gruppe antreten und erhielt ein Freilos in der ersten Runde. In der zweiten Runde waren nur Australien und Neuseeland die Gegner und Israel setzte sich als Gruppensieger durch. Allerdings mussten die nun von Itzhak Schneor trainierten Israelis dann noch in den Interkontinentalen Playoff-Spielen gegen Kolumbien antreten. Nach einem 0:1 in Kolumbien reichte das 0:0 im Heimspiel nicht, um sich für die WM zu qualifizieren.
1994 in den Vereinigten Staaten
Nach dem Zerfall des Ostblocks, der eine Aufnahme in die UEFA zuvor verhindert hatte, konnten die Israelis 1991 der UEFA beitreten und spielen seitdem in europäischen Gruppen die WM-Qualifikation.
Für die Qualifikation für die WM in den USA waren sie einer Sechsergruppe zusammen mit Bulgarien, Schweden, Frankreich, Österreich und Finnland zugelost worden. Den nun von Shlomo Sharf trainierten Israelis gelang zwar ein überraschendes 3:2 in Frankreich, wodurch die Franzosen die WM verpassten, aber mehr Siege waren nicht möglich. Damit belegte Israel am Ende den letzten Platz.
Turniere mit 32 Teilnehmern
1998 in Frankreich
Etwas besser verlief die Qualifikation für die zweite WM in Frankreich. In einer Gruppe mit erneut Bulgarien, Russland, Zypern und Luxemburg wurde der dritte Platz belegt und zum Auftakt der spätere Gruppensieger Bulgarien mit 2:1 besiegt. Durch die verpasste Qualifikation fiel Israel in der ewigen Rangliste auf Platz 50. Shlomo Sharf blieb zunächst im Amt, nach der misslungenen Qualifikation für die EM 2000 endete aber seine Amtszeit. Bis dato ist er aber der Trainer mit den meisten Spielen (82) als israelischer Nationaltrainer. Ihm folgte der Däne Richard Møller Nielsen.
2002 in Japan/Südkorea
Auch vier Jahre später wurde in der Qualifikation für die erste WM in Asien in der Gruppe mit Spanien, Österreich, das in den Playoffs der Gruppenzweiten an der Türkei scheiterte, Bosnien-Herzegowina und Liechtenstein der dritte Platz belegt. Verspielt wurde die Teilnahme an den Playoffs durch ein 1:1 im letzten Spiel gegen Österreich, das wegen der instabilen Lage in Israel nach hinten verlegt worden war. Dabei erzielte Andreas Herzog erst in der Nachspielzeit den Ausgleich für Österreich. Bei einem Sieg wäre Israel punktgleich mit Österreich gewesen, hätte aber die bessere Tordifferenz gehabt. Richard Møller Nielsen betreute die Mannschaft anschließend noch in zwei Freundschaftsspielen und beendete dann seine Tätigkeit als Nationaltrainer.
2006 in Deutschland
In der Qualifikation für die zweite WM in Deutschland waren Frankreich, die Schweiz, Irland, Zypern und die Färöer die Gegner. Die nun von Avram Grant trainierten Israelis verloren zwar kein Spiel, es reichte aber nur zu Platz 3, diesmal punktgleich mit der Schweiz, die die bessere Tordifferenz hatte und sich dann in den Playoffspielen der Gruppenzweiten gegen die Türkei durchsetzte. In den direkten Begegnungen mit der Schweiz reichte es nur zu zwei Remis (2:2 und 1:1). Frankreich war als Gruppensieger direkt qualifiziert. Grant betreute die Mannschaft anschließend noch in einem Freundschaftsspiel und wechselte dann in die Premier League.
2010 in Südafrika
Die Qualifikation für die erste WM in Afrika verlief etwas schlechter. Nationaltrainer war nun Dror Kashtan, der erfolgreichste israelische Vereins-Coach aller Zeiten. In einer Gruppe wieder mit der Schweiz, die sich als Gruppensieger diesmal direkt qualifizieren konnte und gegen die wieder zweimal unentschieden gespielt wurde, sowie Griechenland, Lettland, Luxemburg und Moldau wurde nur Platz 4 belegt. Kashtan wurde anschließend wieder Vereinstrainer in Israel.
2014 in Brasilien
In der Qualifikation zur zweiten WM in Brasilien wurde dann wieder Platz 3 erreicht. Die nun von Eli Guttman trainierten Israelis trafen in der Gruppe auf Russland, Portugal, Aserbaidschan, Nordirland und Luxemburg die Gegner. Am Ende hatte Israel sieben Punkte Rückstand auf die zweitplatzierten Portugiesen, gegen die zweimal remis gespielt wurde und die sich in den Playoffs gegen Schweden durchsetzten. Verspielt wurde die Teilnahme aber auch in den Spielen gegen Aserbaidschan, gegen das auch zweimal remis gespielt wurde. Verloren wurden nur beide Spiele gegen Gruppensieger Russland. Guttman blieb im Amt, seine Amtszeit endete aber nach der misslungenen Qualifikation für die EM 2016. In der ewigen Rangliste fiel Israel auf Platz 64.
2018 in Russland
In der Qualifikation, die im September 2016 begann, trafen die Israelis auf Spanien, Italien, Albanien, Mazedonien und Liechtenstein. Im Mai 2016 übernahm Elisha Levy das Amt des Nationaltrainers.[4] Nach der Hälfte der Spiele, von denen Israel drei gewann und nur gegen die beiden Ex-Weltmeister verlor, wurde der dritte Platz belegt. Da die nächsten drei Spiele verloren wurden, hatten die Israelis schon vor den letzten beiden Spielen keine Chance mehr die WM-Endrunde zu erreichen. Im drittletzten Spiel, einer 0:1-Niederlage in Italien wurde Yossi Benayoun zu seinem 100. vom israelischen Verband gezählten Länderspiel eingewechselt, womit er der erste Israeli ist, der diese Marke erreichte.[5] Am Ende belegte Israel nach einem 1:0-Sieg in Liechtenstein und einer 0:1-Heimniederlage gegen Italien den vierten Platz und verschlechterte sich damit um einen Platz gegenüber der vorherigen Qualifikation. Mit dem Ende der Qualifikation endete auch die Amtszeit von Elisha Levy.
2022 in Katar
Gegner in der Qualifikation waren Dänemark, Österreich, Schottland, die Färöer und die Republik Moldau. Gegen die Dänen gab es in zuvor acht Spielen nur einen Sieg in einem Freundschaftsspiel 1978, alle anderen Spiele wurden verloren, darunter zwei EM-Qualifikationsspiele. Gegen Österreich gab es zuvor zwei Siege, zuletzt in der Qualifikation für die EM 2021, wobei die Israelis vom österreichischen Rekordnationalspieler Andreas Herzog trainiert wurden, dessen Vertrag nach der misslungenen EM-Qualifikation aber nicht verlängert wurde. Vier Spiele endeten remis, fünf wurden verloren, zuletzt das Rückspiel in der EM-Qualifikation. Nur die ersten drei Spiele waren Freundschaftsspiele. Auch gegen die Schotten konnten die Israelis zuvor zweimal gewinnen – zuletzt in der UEFA Nations League 2020/21, wodurch die Schotten den Aufstieg in Liga A verpassten. Zwei Spiele endeten remis und vier wurden verloren, davon zwei Spiele in der Qualifikation für die WM 1982. Gegen die Färöer gab es zuvor ein Remis in einem Freundschaftsspiel und dann zwei Siege in der Qualifikation für die WM 2006. Je drei Siege, davon zwei in der Qualifikation für die WM 2010, und drei Remis gab es gegen die Republik Moldau.
Die nun vom Österreicher Willibald Ruttensteiner trainierten Israelis begannen mit einer 0:2-Heimniederlage gegen Dänemark und einem 1:1 daheim gegen die Schotten. Es folgten drei Siege: 4:1 in der Republik Moldau, 4:0 auf den Färöer und 5:2 gegen Österreich. Dann verloren sie aber mit 0:5 in Dänemark und 2:3 in Schottland, wobei den Schotten der Siegtreffer erst in der 90. Minute gelang und die Israelis zur Halbzeit mit 2:1 führten. Nach einem 2:1-Heimsieg gegen die Moldauer verloren sie in Österreich nach 1:0-Halbzeitführung mit 2:4 und hatten damit vor dem letzten Spiel keine Chance mehr die Endrunde zu erreichen. Denn in der UEFA Nations League 2020/21 waren sie auch nur Gruppendritte geworden. Durch ein 3:2 im letzten Spiel gegen die Färöer schoben sie sich aber noch auf den dritten Platz, da sie gegenüber den punkt- tordifferenzgleichen Österreichern mehr Tore geschossen haben. Diese haben aber noch die Chance sich über die Playoffs für die WM zu qualifizieren, da sie in ihrer Nations League Gruppe den ersten Platz errungen hatten. Ruttensteiners Amtszeit endete mit dem Ende der Qualifikation.
Turniere mit 48 Teilnehmern
2026 in Kanada, Mexiko und USA
In der Qualifikation trafen die nun von Ran Ben Shimon trainierten Israelis ab März 2025 auf Italien, Norwegen, die Republik Moldau und Estland, gegen das die Qualifikation mit einem 2:1-Sieg gestartet wurde. Die Heimspiele bestritten die Israelis aufgrund des Krieg in Israel und Gaza seit 2023 alle in Ungarn. Von den folgenden acht Spielen wurden noch drei gewonnen, aber vier verloren, so dass es am Ende nur zum dritten Platz reichte. Da die Israelis in der UEFA Nations League 2024/25 in ihrer Gruppe nur Letzte wurden, blieb ihnen auch dieser Weg in die Play-offs versperrt.
Spieler
Rangliste der israelischen WM-Spieler mit den meisten Einsätzen
- 1. Zehn Spieler mit drei Einsätzen bei einem Turnier
Rangliste der israelischen WM-Spieler mit den meisten Toren
- 1. Mordechai Spiegler 1 Tor
WM-Kapitäne
- 1970: Mordechai Spiegler
Bei Weltmeisterschaften gesperrte Spieler
Bisher wurde kein israelischer Spieler gesperrt.
Anteil der im Ausland spielenden Spieler im WM-Kader
Alle Spieler des bisher einzigen israelischen WM-Kaders spielten in Israel.
Spiele
Die Israelis bestritten bisher drei WM-Spiele. Davon wurde keins gewonnen, eins verloren und zwei endeten remis. Damit hat Israel zusammen mit Angola, das auch nur drei WM-Spiele bestritt, den höchsten Anteil (66,7 %) an Remis-Spielen.
Die Israelis nahmen nie am Eröffnungsspiel teil, spielten nie gegen den Gastgeber, späteren Weltmeister und Titelverteidiger sowie nie gegen WM-Neulinge.
| Alle WM-Spiele | ||||||
| Nr. | Datum | Gegner | Ergebnis | Anlass | Austragungsort | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 02.06.1970 | Uruguay | 0:2 | Vorrunde | Puebla (MEX) | |
| 2. | 07.06.1970 | Schweden | 1:1 | Vorrunde | Toluca (MEX) | |
| 3. | 11.06.1970 | Italien | 0:0 | Vorrunde | Toluca (MEX) | |
Weblinks
- Fußball-Welt – Statistik – Israel auf fifa.com
Einzelnachweise und Fußnoten
- ↑ Previous campaign games ( des vom 9. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2010 ( des vom 22. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 200 kB)
- ↑ Egypt – Israel 7:1
- ↑ wmergebnisse.com: „Fußball-Neuigkeiten zusammengefasst“
- ↑ Italy 1-0 Israel