Isolobalanalogie

Die Isolobalanalogie (von griech.: isos=gleich, lobos=lappen) setzt die Struktur organischer und anorganischer Molekülfragmente in Beziehung, um die Bindungseigenschaften metallorganischer Verbindungen vorherzusagen.

Hintergrund

Der Begriff wurde von Roald Hoffmann und anderen 1976 eingeführt. Hoffmann wurde dafür 1981 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.[1]

Die Isolobalanalogie vergleicht Übergangsmetallfragmente mit organischen Fragmenten. Zwei Fragmente gelten als isolobal, wenn ihre Grenzorbitale in Anzahl, Symmetrieeigenschaften, Energie und Form sowie in der Anzahl der Elektronen ähnlich sind. Diese Analogie ermöglicht es, strukturelle und reaktive Ähnlichkeiten zwischen organischen und anorganischen Molekülen zu erkennen.[2] Die Isolobalanalogie gestattet eine einheitliche Betrachtung anorganischer, organischer und metallorganischer Strukturen.

Beispiele

  • das CH-Fragment ist isolobal zum Co(CO)3-Fragment
  • das CH-Fragment ist isolobal zum BH-Fragment

Einzelnachweise

  1. Roald Hoffmann: Building Bridges Between Inorganic and Organic Chemistry (Nobel Lecture). In: Angewandte Chemie International Edition in English. 21, 1982, S. 711–724, doi:10.1002/anie.198207113, (Online).
  2. Eintrag zu Isolobal. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. Juni 2014.