Isingerode (Wüstung)
Isingerode ist der Name einer Wüstung im Landkreis Goslar im Stadtgebiet von Goslar.[1]
Geschichte
Das Dorf wurde 1018 gegründet.[2] In diesem Jahr wurde es als Isyngerode erstmals erwähnt. Weitere Namen sind 1138 Isiggerode und 1197 Isingerode.[1] Eine weitere historische Schreibweise ist Ysingerode.[3]
Etymologie
Der Name Isingerode leitet sich von einem sächsischen Kurznamen „Iso“ oder „Isi“ ab, der auf die Bezeichnung „īsana“ zurückgeht, von welchem sowohl Ableitungsversuche aus der altniederdeutschen Wortwurzel „īsarn“ (Eisen, vergleiche r in engl. iron) als auch „īs“ (Eis) erwogen werden. Im Landkreis Wolfenbüttel findet sich zwischen Schladen und Wolfenbüttel ein Namensvetter, der ebenfalls Isingerode heißt, jedoch nicht wüstgefallen ist. Die Endung -ingerode ist bezeichnend für eine Welle an Rodungssiedlungen im 9. und 10. Jahrhundert, die im nördlichen Harzvorland angelegt wurden.[4]
Einzelnachweise
- ↑ a b Ernst Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Orts- und sonstige geographische Namen. Hrsg.: Hermann Jellinghaus. Band 2. Books on Demand GmbH, Bonn 1912, S. 1597 (Altdeutsches Namenbuch: Zweiter Band in der Google-Buchsuche).
- ↑ Bernd Stenal, Lisa Berg: Früh- und Hochmittelalter. In: Stenal Verlag (Hrsg.): Die Harz-Geschichte. Band 2. Books on Demand GmbH, Gernrode 2012, ISBN 978-3-8482-0746-6, S. 156 (Die Harzgeschichte: Früh- und Hochmittelalter in der Google-Buchsuche).
- ↑ Christian Heinrich Delius: Untersuchungen über die Geschichte der Harzburg und dem vermeinten Krodo. Hrsg.: H. Vogler. Halberstadt 1827, S. 271 (369 S., Untersuchungen über die geschichte der Harzburg in der Google-Buchsuche).
- ↑ Kirstin Casemir, Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Goslar. In: Veröffentlichungen des Instituts für historische Landesforschung der Universität Göttingen. Band 62, 2018, S. 104 f. (adw-goe.de [PDF; 3,3 MB]).