Irre sind männlich
| Film | |
| Titel | Irre sind männlich |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2014 |
| Länge | 93 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Chestnut Films |
| Stab | |
| Regie | Anno Saul |
| Drehbuch | Ilja Haller Philip Voges |
| Produktion | Ilja Haller Philip Voges |
| Musik | Peter Horn jr. Andrej Melita |
| Kamera | Carl-Friedrich Koschnick |
| Schnitt | Charles Ladmiral Marco Pav D’Auria |
| Besetzung | |
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Irre sind männlich ist ein deutscher Spielfilm des Regisseurs Anno Saul aus dem Jahr 2014.
Handlung
Daniel leidet nach der Trennung von seiner Freundin Mia unter Liebeskummer und Selbstzweifeln. Um Daniel über den Trennungsschmerz hinwegzuhelfen, rät Mia ihm, an einer Gruppentherapie teilnehmen. Sein bester Freund Thomas, ein zynischer Frauenheld, sieht in dieser Idee eine Gelegenheit, Frauen in psychologisch „verletzlichem“ Zustand kennenzulernen. Gemeinsam beginnen die beiden, sich unter falschen Identitäten Familienaufstellungen und Gruppentherapien einzuschleichen.
Was zunächst als amüsantes Spiel und perfekte Gelegenheit, Frauen kennenzulernen, gedacht ist, gerät jedoch bald außer Kontrolle: Daniel verliebt sich aufrichtig in die Teilnehmerin Bernadette, während Thomas von der klugen und selbstbewussten Sylvie durchschaut wird. Ihre vorgetäuschten Identitäten, ihr selbstironischer Umgang mit den eigenen Schwächen und die echten Gefühle, die sich entwickeln, führen zu einem Konflikt zwischen Spiel und Ehrlichkeit. Daniel lernt den Wert von Aufrichtigkeit und echter Zuneigung kennen, während Thomas mit seiner oberflächlichen Haltung konfrontiert wird.
Hintergrund
Die Dreharbeiten zu Irre sind männlich fanden vom 6. August bis zum 23. September 2013 in Brandenburg und im Hauptspielort München statt.[2] Der Arbeitstitel lautete Die Therapie Crasher.[2] Als Kulisse dienten unter anderem der denkmalgeschützte historistische Jagdsitz Hubertushöhe bei Storkow (Mark) am Dolgensee,[3] die in Kochel am See gelegene Georg-von-Vollmar-Akademie im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sowie der Kabelsteg am Ostufer der Isar und The Charles Hotel im Stadtteil Maxvorstadt in München.[2]
Produziert wurde der Film von Chestnut Films in Koproduktion mit der Constantin Film Produktion und Ariel Films.[2] Als Produzenten fungierten Ilja Haller und Philip Voges, die sich beide auch für das Drehbuch verantwortlich zeigten.[2] Die Kamera führte Carl-Friedrich Koschnick.[2] Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderungsanstalt, vom FilmFernsehFonds Bayern und der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.[2]
Rezeption
Filmkritikerin Antje Wessels nannte die Produktion „eine der besten deutschen Komödien des laufenden Jahrzehnts“. Trotz „grobschlächtigem Schenkelklopfer-Humor“ und mäßig origineller Prämisse biete sie eine „humoristische Qualität, die Irre sind männlich von der breiten Masse an 08/15-Komödien abhebt“. Wessels betonte, dass der Film mit „einigen, durchaus überraschenden Wendungen“ überzeuge, die zwar mit den Erwartungen der Publikums spielten, diese durch „augenzwinkernden Einschübe“ aber geschickt unterwanderten.[4]
Andreas Staben von Filmstarts.de urteilte, dass Irre sind männlich „nur im Ansatz interessant“ sei, die Umsetzung dagegen jedoch „enttäuschend oberflächlich, wenig lustig und kaum einmal treffend“ daherkomme. Der Film sei zwar ein „recht provokantes Lustspiel“, habe aber nur „wenige lichte Momente“ und entpuppe „sich als Ansammlung billiger Pointen und uncharmanter Überspitzungen, bevölkert von oberflächlichen Figuren“. Laut Staben gehöre Übertreibung „zum Geschäft der Komödie“, aber Irre sind männlich fehle „das rechte Maß“.[5]
Hans-Ulrich Pönack bezeichnete die Komödie in seiner Rezension für Deutschlandfunk Kultur als „vorhersehbaren, lahmen, humorlosen Schrott“, der weder „Unterhaltung ersichtlich“ mache, noch Humor biete, sondern nur „enttäuschend-doof“ sei. Der Film präsentiere „dusslige, eindimensionale PappkameradenInnen“, die „mit ihrem spätpubertären Gehabe und ihren platten Sprüchen fürchterlich“ nervten und „völlig unsympathisch“ seien. Die musikalische kritisierte Pönack als „plärrende 08/15 Pop-Musik mit Gesangsgesülze“, die „akustisch penetrant“ sei.[6]
Erfolg
Irre sind männlich feierte am 10. April 2014 im Mathäser Kino in München Uraufführung.[7] Die Freigabe der Produktion zur öffentlichen Vorführung erfolgte am 24. April.[8] Mit rund 71.000 Kinobesuchern stieg die Komödie nach Ende des Vorführwochenendes auf Platz sieben der deutschen Kinocharts ein.[9] Bis Jahresende 2014 gelang es Irre sind männlich rund 202.000 Zuschauer in die Kinos zu locken.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Irre sind männlich. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2014 (PDF; Prüfnummer: 144 365 K).
- ↑ a b c d e f g Irre sind männlich bei crew united, abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ „Ruhe bitte! Wir drehen“. In: hubertushoehe.de. 7. September 2013, abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ Antje Wessels: Irre sind männlich. In: wessels-filmkritik.com. 15. April 2014, abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Andreas Staben: Irre sind männlich. In: filmstarts.de. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Hans-Ulrich Pönack: Kino: Irre sind männlich. In: Deutschlandfunk Kultur. 23. April 2014, abgerufen am 2. November 2015.
- ↑ Kreischalarm bei „Irre sind männlich“-Premiere – wegen Tom Beck und Daniele. In: deluxemusic.de. Abgerufen am 3. November 2025.
- ↑ a b Irre sind männlich. In: Filmportal. Abgerufen am 3. November 2015.
- ↑ Michael Leutner: Kinocharts Deutschland: Die Top 10 des Wochenendes (24. bis 27. April 2014). In: Filmstarts. 23. April 2014, abgerufen am 3. November 2015.