Irmgard Hofmann

Irmgard Hofmann (* 31. März 1957 in Berleburg) ist eine deutsche Künstlerin, wohnhaft in Bonn.

Leben

Irmgard Hofmann wuchs in Bad Laasphe im Wittgensteiner Land auf und zog 1975 nach Bonn, wo sie heute noch lebt. Sie machte Fachabitur an der Glasfachschule NRW in Rheinbach und studierte anschließend Grafik-Design mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Köln. Anschließend arbeitete sie als Grafik-Designerin und gründete ihr Unternehmen Kava-Design in Bonn. Ihre wichtigsten Kunden sind Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International oder CARE International.

Parallel dazu arbeitete Irmgard Hofmann auch künstlerisch und zeigte ihre Arbeiten zunächst vor allem im Rheinland. Seit 2012 ist die künstlerische Tätigkeit ihr wichtigstes Arbeitsfeld. Sie stellte seitdem in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen u. a. in Bonn, Köln, Düsseldorf, Aachen, Boppard, Siegen, Bad Berleburg, Mainz, Wiesbaden sowie in Paris[1], Dänemark, Polen und Tschechien aus.

Hofmann stellt in jüngster Zeit bevorzugt Cyanotypien her. In diesem Edeldruckverfahren, das sie nach jahrelangem Experimentieren perfektioniert hat[2], entstehen tiefblaue Werke durch die Belichtung von mit Eisensalzen behandelten Oberflächen (Papier, Stoff oder Holz) durch Sonneneinstrahlung oder künstliches UV-Licht. Thematisch konzentriert sich Irmgard Hofmann seit einigen Jahren auf den Weltraum und auf künstlerische Botschaften ins All. Für ihre Cyanotypien erhielt sie 2025 den Gabriele-Vossebein-Grafikpreis der GEDOK Bonn.[3]

Irmgard Hofmann ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), im Verein der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden (GEDOK), im Kunstverein Bad Godesberg und in der Wittgensteiner Kunstgesellschaft (WKG).

Zwei Arbeiten von ihr sind Teil der grafischen Sammlung des Kunstmuseum Bonn.

Irmgard Hofmann ist mit dem Schriftsteller Harald Gesterkamp verheiratet und hat zwei Töchter.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2000 und 2023: Frauenmuseum Bonn
  • 2008: Galerie 11, Köln
  • 2014, 2021 und 2023: Galerie 62, Bonn
  • 2015: Forschungszentrum Caesar, Bonn
  • 2016: Galerie der Sparkasse Wittgenstein, Bad Berleburg
  • 2016: Fredensborg/Dänemark
  • 2017: Städtische Galerie Wesseling
  • 2021 und 2024: Museum Boppard
  • 2021: Galerie Haus Seel, Siegen
  • 2021: BBK-Galerie Düsseldorf
  • 2022: BBK-Galerie Karlsruhe
  • 2023: Kasematten, Düsseldorf
  • 2023: Künstlerforum Bonn
  • 2024: Le Salon d’Automne, Paris
  • 2024: Jaworzna, Polen
  • 2024: Svitavy, Tschechien
  • 2024: BBK artroom, Bonn
  • 2024: BBK-Galerie Wiesbaden
  • 2025: Kunstverein Battenberg
  • 2025: BBK-Galerie Aachen
  • 2025: Walpodenakademie, Mainz
  • 2025: IHK Siegen
  • 2025: Museum Zündorfer Wehrturm, Köln

Literatur

  • Richard Bongartz: Viel Blau und feine Linien. In: General-Anzeiger vom 27. Oktober 2025.
  • "Time Capsule": Kunstvolle Zeitreise. In: Siegener Zeitung, 10. Mai 2023.
  • Christina zu Mecklenburg: Rotierender Weltraumschrott. In: General-Anzeiger, 8. Mai 2017.
  • Neu, kreativ und inspirierend. In: Siegener Zeitung, 6. November 2015.
  • Heiner Lenze: Sich stets neuen Techniken stellen. In: Westfalenpost, 6. November 2015
  • Feuer, Licht und Magie. In: Siegener Zeitung, 9. September 2015
  • Michael Wenzel: Vom Suchen und Finden. In: General-Anzeiger, 9. Juni 2015

Einzelnachweise

  1. Le Salon d'automne 2023/2024. Katalog zur Ausstellung, S. 577
  2. Georg Schnitzler: Eine visuelle Einladung, in: Irmgard Hofmann: Botschaften – Eine Reise ins All, Katalog 2025.
  3. Richard Bongartz: Viel Blau und feine Linien. In: General-Anzeiger, 27.10.2025