Irlbach (Wenzenbach)

Das Pfarrdorf Irlbach ist ein Gemeindeteil von Wenzenbach im Landkreis Regensburg in der Oberpfalz.

Geographie

Das alte Pfarrdorf Irlbach liegt nördlich von Grünthal und südwestlich von Wenzenbach nicht weit von der Bundesstraße 16.

Geschichte

Bischof Ambricho von Regensburg (863–882) zeichnet eine Urkunde in „domo episcopi inter Erilapah et Menzinpah constructa“. Folgt man früheren Überlieferungen, so bestand allerdings bereits unter Bischof Gawibald (739–761) eine Kapelle in „Elirespah“, die vom heiligen Rupert, so will es die Sage, um das Jahr 700 gegründet sein soll. Im Jahr 983 übereignete Bischof Wolfgang von Regensburg Irlbach dem Regensburger Benediktinerinnenkloster St. Paul, dem so genannten Mittelmünster, zur Erstausstattung. Hier verblieb es trotz zahlreicher Konflikte mit den Herren von Schönberg bis zur Auflösung des Kosters im ausgehenden 16. Jahrhundert.[1]

Irlbach gehörte von der Gemeindebildung durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 bis 31. August 1924 zur Gemeinde Schönberg und dann bis 30. April 1978 zur Gemeinde Grünthal.[2] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Mai 1978 Grünthal (mit den Orten Grünthal, Irlbach, Gonnersdorf, Roith und Fußenberg) und Hauzenstein (mit den Orten Thanhausen und Hauzenstein) zu Wenzenbach.[3]

Vom romanischen Vorgängerbau der Kirche in Irlbach wurde in den Jahren 2003 bis 2006 das Langhaus abgebrochen und an seiner Stelle ein fünfeckiger Zentralbau errichtet.[4]

Einzelnachweise

  1. Lange Geschichte in Irlbach. Abgerufen am 11. Oktober 2025 (deutsch).
  2. Gemeindeteile. In: Gemeinde Wenzenbach. Archiviert vom Original am 24. Februar 2024; abgerufen am 11. Oktober 2025.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  4. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern V, Regensburg und Oberpfalz. Deutscher Kunstverlag, München 2008, S. 245.

Koordinaten: 49° 3′ 56,8″ N, 12° 9′ 44,8″ O