Inzersdorf ob der Traisen
| Inzersdorf ob der Traisen (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Inzersdorf an der Traisen | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Pölten (PL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | St. Pölten | |
| Pol. Gemeinde | Inzersdorf-Getzersdorf | |
| Koordinaten | 48° 19′ 5″ N, 15° 40′ 38″ O | |
| Höhe | 260 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 504 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 4,68 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05522 | |
| Katastralgemeindenummer | 19132 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Inzersdorf ob der Traisen ist eine Ortschaft und als Inzersdorf an der Traisen eine Katastralgemeinde der Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich mit 504 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Inzersdorf, der Hauptort der Gemeinde, erhebt sich im Westen über das Tal der Traisen. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 196 Adressen.[2]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 72 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Walpersdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Walpersdorf, Sooß, Neulengbach, Herzogenburg und Klein-Mariazell.[3] 1850 wurden in Inzersdorf eine selbständige Gemeinde errichtet, der auch die Orte Anzenberg, Walpersdorf, Wetzmannsthal und Theyern angehörten. Im Jahr 1863 stieß auch Getzersdorf dazu und wurde 1919 wieder ausgegliedert.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Inzersdorf ein Bäcker, ein Binder, ein Fleischer, ein Friseur, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, eine Milchgenossenschaft, zwei Obst- und Gemüsehändler, ein Sattler, ein Schmied, eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Viehhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.[4] Die heutige Gemeinde wurde 1970 unter der Bezeichnung Inzersdorf-Getzersdorf errichtet.
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 288 (Ausgabe 1769; Inzersdorf in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 49, Sektion Herzogenburg, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,4 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 284.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 334 (Inzersdorf in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 300