Institut für Brasilienkunde

Das Institut für Brasilienkunde (IfB), auch Instituto de Brasilologia (port.), ist ein Institut im westfälischen Mettingen. Das Institut ist Teil eines eingetragenen Vereins. Es ist Mitglied des europäischen Dokumentationsnetzwerks REDIAL. Angegliedert ist das Comenius-Kolleg.

Geschichte und Anliegen

Das Institut besteht seit 1969. Es ist eine Einrichtung der Franziskanerprovinz vom hl. Antonius in Brasilien und wird von der Deutschen Franziskanerprovinz unterstützt. Es fördert die Arbeit der Franziskaner im sozialen und karitativen Bereich in Brasilien, unter anderem die Landlosenbewegung, den Indianer-Missionsrat (Conselho Indigenista Missionário, CIMI) und den Einsatz von Christen für die Verteidigung der Menschenrechte.

Langjähriger Leiter des IfB war Pater Osmar Gogolok (1933–2021).[1]

Bibliothek und Veröffentlichungen

Die Bibliothek des Instituts ist mit mehr als 40000 Bänden die größte Fachbibliothek zu Brasilien im deutschsprachigen Raum.[1]

Wesentliche Aufgaben des IfB sind die Publikation preiswerter Informationen über Lateinamerika und speziell über Brasilien. Das Institut gab den Brasilien Dialog, eine von 1979 bis 2014 monatlich erscheinende Zeitschrift, einen Pressespiegel und ein jährliches statistisches Kompendium heraus. Dem Institut angeschlossen ist der Brasilienkunde-Verlag. Der Verlag gibt Bücher zu Brasilien und Lateinamerika heraus, die vor allem in der wissenschaftlichen Reihe Aspekte der Brasilienkunde sowie in der Taschenbuchreihe Brasilien-Taschenbuch (bTb) erscheinen.

Literatur

  • Donat Kestel: Die vielfältigen Aufgaben des Instituts für Brasilienkunde in Mettingen. In: Unser Kreis. Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Jg. 19 (2006), S. 197–202.

Fußnoten

  1. a b Sebastian Büchel: Vaterfigur und Brückenbauer – zum Tod von Pater Osmar. 19. Oktober 2021, abgerufen am 29. September 2025.