Inga Nikolajewna Budkewitsch

Inga Nikolajewna Budkewitsch (russisch Инга Николаевна Будкевич; * 31. März 1936 in Moskau) ist eine ehemalige sowjetische bzw. russische Schauspielerin.

Biografie

Herkunft

Budkewitschs Mutter arbeitete als Betriebskrankenschwester auf einer Werft, der Vater war zunächst Grafiker am Maly-Theater und ging nach Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges zur Armee. Budkewitsch hat zwei jüngere Brüder.

Durch ihren Vater kam sie bereits früh mit dem Theater in Kontakt, bewarb sich aber nach der Schule parallel beim Staatlichen All-Unions-Institut für Kinematographie (WGIK) sowie der juristischen Fakultät der Lomonossow-Universität Moskau.

Laufbahn

Nach dem erfolgreichen Aufnahmeverfahren ließ sich Budkewitsch von 1954 bis 1959 unter Michail Romm und Wladimir Wjatscheslawowitsch Belokurow beim heutigen WGIK ausbilden. Zu ihren Kommilitonen gehörten Andrei Tarkowski und Wassili Schukschin.[1] Nach dem Abschluss spielte sie bis 1967 am Staatlichen Theater der Kinodarsteller in Moskau.[2]

Ihr Filmdebüt gab Budkewitsch in Eldar Rjasanows Komödie Nun schlägt’s 13! (1956). Es folgte die Hauptrolle in dem Liebesfilm Улица молодости (Uliza molodosti, 1958). Bis 1966 kamen weitere Engagements für das Mosfilmstudio hinzu, ehe Budkewitsch zum Gorki-Studio wechselte und dort mit dem Melodram Журналист (Schurnalist) 1967 ihren Einstand gab. Bis Mitte der 1990er Jahre trat sie regelmäßig vor die Kamera und war auch dreimal als Synchronsprecherin tätig. Ihre letzte Rolle spielte Budkewitsch 2004 in der Fernsehreihe Надежда уходит последней (Nadeschda uchodit poslednei)[3] und zog sich danach ins Familienleben zurück.

Privates

Budkewitsch war ab 1956 für 24 Jahre mit Eduard Isotow verheiratet. Die 1960 geborene gemeinsame Tochter Weronika ist ebenfalls Schauspielerin. Budkewitschs zweiter Ehemann war der Filmregisseur Juri Matwejewitsch Mastjugin (1937–2025).[1]

Filmografie (Auswahl)

  • 1956: Nun schlägt’s 13! (Karnawalnaja notsch)
  • 1959: Annuschka
  • 1960: Liebe soll man schätzen (Ljubowju nado doroschit)
  • 1966: Vorsicht, Autodieb! (Beregis awtomobilja)
  • 1968: Schild und Schwert (Schtschit i metsch)
  • 1968: Feuer, Wasser und Posaunen (Ogon, woda i … mednye truby)
  • 1969: Kleiner Kranich (Schurawuschka)
  • 1969: Übergangsalter (Perechodny wosrast)
  • 1970: Die schöne Warwara (Warwara-Krasa, dlinnaja kosa)
  • 1971: Sterne verlöschen nicht (Swesdy ne gasnjut)
  • 1972: Geraubte Schätze (Dostojanije respubliki)
  • 1973: Ein Tropfen im Meer (Kaplja w more)
  • 1976: Wenn es September wird (Kogda nastupajet sentjabr)
  • 1976: Sturm auf dem Festland (Storm na susche)
  • 1977: Der diebische König (Poka bjut tschasy)
  • 1980: Der Detektiv (Syschtschik)
  • 1983: Krumme Touren (Is schisn natschalnika ugolownogo rosyska)
  • 1989: Städtische Einzelheiten (Ljubow s priwilegijami)
  • 1993: Die Russlandaffäre (Den russiske sangerinde)

Einzelnachweise

  1. a b Alexei Tremasow: Biografie. a-tremasov.ru, archiviert vom Original am 26. Januar 2025; abgerufen am 12. November 2025.
  2. Kurzbiografie. kino-teatr.ru, abgerufen am 12. November 2025 (russisch).
  3. Filmografie. kino-teatr.ru, abgerufen am 12. November 2025 (russisch).