InfraServ Wiesbaden
| InfraServ Wiesbaden
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|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Wiesbaden |
| Leitung | Jörg Kreutzer, Cornelia Lentge |
| Mitarbeiterzahl | ca. 950 in der Gruppe, davon etwa die Hälfte in der Muttergesellschaft |
| Umsatz | 295 Mio. € (2024, Gruppe) |
| Branche | Industriedienstleistungen |
| Website | www.infraserv-wi.de |
InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG (ISW) ist der Betreiber des Industrieparks Wiesbaden (Industriepark Kalle-Albert) am Rheinufer der hessischen Landeshauptstadt. Die Unternehmensgruppe mit derzeit rund 950 Beschäftigten bietet Leistungen unter anderem in den Bereichen Energieversorgung, Umweltschutz und Immissionsschutz, Logistik und Gefahrstofflagerung, Entsorgung und Abwasserreinigung, Informationstechnik, Brandschutz, Arbeitssicherheit, Arbeitsmedizin, Immobilienmanagement und Facilitymanagement.[1]
Als hundertprozentige Tochtergesellschaft gehören die InfraServ Wiesbaden Technik GmbH & Co. KG (ISW Technik) wie auch deren Töchter EMW Technik und PIK Anlagenbau zur InfraServ-Wiesbaden-Gruppe. Die ISW Technik ist mit mehr als 400 Fachkräften spezialisiert auf die Planung, Realisierung und Instandhaltung von Anlagen und Gebäuden für Kunden im Rhein-Main-Gebiet. Zur Muttergesellschaft gehört das InfraServ Wiesbaden Bildungszentrum für die Berufsausbildung und Erwachsenen- und Weiterbildung in Fachberufen für Industrieparkfirmen und andere Unternehmen der Region.
Die ISW-Gruppe erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 295,3 Millionen Euro.
Geschichte
Das Unternehmen entstand 1997 durch Ausgliederung von Unternehmensteilen der Hoechst AG im damaligen Werk Kalle-Albert. Im Zuge der Fusion von Hoechst und Rhone-Poulenc zur Aventis 1999 übertrug die Hoechst AG ihre Anteile auf die Celanese AG.[2] Das im Industriepark befindliche historische „Kalle-Haus“ liegt auf der hessischen Route der Industriekultur Rhein-Main.
2020 ging mit einem neuen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk die größte Investition in der Unternehmensgeschichte in Betrieb. Das Kraftwerk ist mit seinem 36 Meter hohen Kesselhaus und zwei 60 Meter hohen Kaminen eine Landmarke in der Region. Die Kraftwerksleistung wurde von 32 auf 78 Megawatt gesteigert.[3]
Stand Mitte 2025 gibt es im Industriepark rund 75 Unternehmen mit insgesamt fast 6000 Beschäftigten.[4]
Anteilseigner
Geschäftsführende Gesellschafterin von InfraServ Wiesbaden ist die InfraServ Verwaltungs-GmbH in Frankfurt am Main, eine Tochtergesellschaft der Celanese GmbH.
Die Kommandit-Anteile liegen bei folgenden Unternehmen:[5]
| SE Tylose GmbH & Co. KG | 23,6 % |
| Mitsubishi Polyester Film GmbH | 20,1 % |
| Merck Performance Materials GmbH | 15,0 % |
| Kalle GmbH | 10,0 % |
| Clariant Produkte (Deutschland) GmbH | 8,4 % |
| Celanese GmbH | 7,9 % |
| Allnex Germany GmbH | 7,0 % |
| KA Invest | 7,0 % |
| Mann+Hummel | 1,0 % |
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Unternehmenswebsite www.infraserv-wi.de
- ↑ Spaltungsbericht der Hoechst AG und der Celanese AG ( vom 8. Mai 2005 im Internet Archive).
- ↑ Oliver Bock: Industriepark bei Strom und Dampf unabhängig in FAZ vom 7. Oktober 2021
- ↑ Infraserv Wiesbaden setzt auf Wachstum, faz.net vom 6. September 2025
- ↑ Unternehmensregister. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 29. Januar 2017; abgerufen am 17. März 2017.