Informationsstelle für Arzneispezialitäten

Die Informationsstelle für Arzneispezialitäten – IFA GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1987 gegründet. Die IFA versteht sich als Informationsdienstleister für den deutschen Pharmamarkt.

Die Gesellschafter der IFA sind ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie und Bundesverband des Pharmazeutischen Großhandels. Der Geschäftsführer ist seit 2024 André Maske.

Aufgaben

Die IFA vergibt in Deutschland auf Antrag Pharmazentralnummer[1] sowie Pharmacy Product Number bzw. teilt diese zu. Sie ist als Issuing Agency (international anerkannte Vergabestelle) nach ISO/IEC Standards registriert und als Zuteilungsstelle für UDI gemäß den Verordnungen EU 2017/745 (MDR, Medizinprodukteverordnung) und EU 2017/746 (IVDR) benannt. Die IFA übermittelt die erhobenen Daten über Arzneimittel und pharmazeutische Produkte – seien es neue oder aktualisierte Datensätze – als sogenannte Informationsdienste an verschiedene direkte Datenempfänger. Die Daten werden dabei als Rohdaten übermittelt und umfassen unter anderem Artikelgrunddaten, Preisinformationen, rechtliche Informationen, Lagerungs- und Vertriebsangaben. Diese Informationen werden anschließend von System- oder Softwareanbietern wie pharmazie.com weiterverarbeitet und Apotheken, Ärzten oder pharmazeutischen Unternehmen zugänglich gemacht.[2]

Andere Länder

In Österreich werden alle Pharmazentralnummern für zugelassene Arzneimittel von der ARGE Pharma mit Sitz im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs vergeben. In der ARGE sind auch GS1 Austria und Herba Chemosan vertreten.[3]

Einzelnachweise

  1. Landesuntersuchungsamt RLP zum Thema PZN (2009)
  2. IFA Arzneimittel und ihr Weg in Arzneimitteldatenbanken
  3. Arge Pharma zum Thema PZN