Indigenous Peoples Movement for Self-Determination and Liberation
Die Indigenous Peoples Movement for Self-Determination and Liberation, kurz IPMSDL, ist eine weltweit aktive indigene Organisation mit Sitz in Quezon City, Philippinen. Es handelt sich um ein globales Netzwerk indigener Organisationen und Aktivisten, das sich für das Recht indigener Völker auf Selbstbestimmung, Land und Leben sowie gegen Imperialismus und Menschenrechtsverletzungen einsetzt.[1]
Gründung
Die IPMSDL wurde im November 2010 auf der International Conference on Indigenous Peoples’ Rights, Alternatives and Solutions to the Climate Crisis in Baguio City (Philippinen) gegründet.[2] Der Anlass war die verstärkte Zusammenarbeit indigener Bewegungen im globalen Süden und deren Wunsch, über nationale Grenzen hinweg gemeinsam gegen die Folgen von Kolonialismus, Landraub, Umweltzerstörung und systemischer Unterdrückung vorzugehen.[3]
Ziele
Die Hauptziele der IPMSDL beinhalten:
- die Stärkung der Kapazitäten ihrer Mitgliederorganisationen für Kampagnen zu indigenen Rechten und Selbstbestimmung
- Dokumentation von Land-, Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen gegenüber indigenen Gemeinschaften
- Förderung von Vernetzung und Solidarität indigener Bewegungen weltweit
- Einflussnahme auf nationale, regionale und internationale Politik- und Rechtsrahmen zugunsten indigener Völker
Die IPMSDL argumentiert, dass das Recht auf Selbstbestimmung für indigene Völker zentral sei – nicht nur als abstrakter Rechtsbegriff, sondern als konkreter Anspruch auf Steuerung über Leben, Land und Kultur.[4][5]
Bedeutung und Wirkung
Die IPMSDL repräsentiert eine wichtige Stimme im globalen Netzwerk indigener Bewegungen. Durch ihre internationale Ausrichtung trägt sie dazu bei, dass indigene Fragen nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf globaler Bühne diskutiert werden. Ihre Bedeutung liegt insbesondere darin, dass sie Verbindungen herstellt zwischen lokalen Kämpfen (z. B. Landrechte, Umweltzerstörung) und globalen Systemen (z. B. Entwicklungspolitik, internationale Menschenrechtsnormen).[6]
Trotz ihrer Bedeutung steht die IPMSDL vor diversen Herausforderungen:
- Die Vielfalt der Mitglieds- und Partnerorganisationen mit unterschiedlichen Anliegen macht eine einheitliche Strategie schwierig.
- Ressourcen- und Finanzierungsengpässe behindern zum Teil Kampagnen und internationale Mobilisierung.
- In vielen Ländern sehen sich indigene Organisationen starker politischer Repression, Militarisierung und Restriktionen gegenüber – dies erschwert auch die Zusammenarbeit auf globaler Ebene.
Literatur
- Dwayne Mamo (General Editor): The Indigenous World 2023; ISBN 978-87-93961-61-6, IWGIA (Herausgeber). IWGIA veröffentlicht The Indigenous World mit der Absicht, dass es als Dokumentationsinstrument und Inspiration zur Förderung, zum Schutz und zur Verteidigung der Rechte indigener Völker, ihrer Kämpfe, Weltanschauungen und ihrer Widerstandsfähigkeit dient.
Weblinks
- https://www.ipmsdl.org/ Offizielle Website
Einzelnachweise
- ↑ International Indigenous Peoples Movement for Self Determination and Liberation. World Economic Forum, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
- ↑ OVERVIEW OF CPA'S INTERNATIONAL WORK. The Cordillera Peoples Alliance, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
- ↑ ON SELF-DETERMINATION & LIBERATION. The Cordillera Peoples Alliance, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
- ↑ International Indigenous Peoples Movement for Self-Determination and Liberation (IPMSDL). Grassroots Justice Network, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
- ↑ about us. International Indigenous Peoples Movement for Self Determination and Liberation, abgerufen am 6. November 2025 (englisch).
- ↑ The International Indigenous Movement for Self-Determination. (PDF) In: internationalviewpoint.org. Abgerufen am 6. November 2025 (englisch).