Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands

Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands[1] war der Titel einer Ausstellung, die vom 19. Oktober 1951 bis zum 6. Januar 1952 im Musée de l’Orangerie in Paris gezeigt wurde. Die dort gezeigten Werke des französischen Impressionismus und der Romantik, darüber hinaus auch des Realismus und des Post-Impressionismus, stammten aus mehreren deutschen Museen. Die vom Publikum und der französischen Presse positiv aufgenommene Schau war wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ein von der Politik unterstützter kultureller Beitrag zur Normalisierung der deutsch-französischen Beziehungen. Zugleich knüpfte sie an die lange Tradition des kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland an.[2]

Entstehung der Ausstellung

Bereits wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es verschiedene Initiativen, den Kulturaustausch zwischen Frankreich und Deutschland wiederzubeleben. Großes Echo fand dabei die 1946 zunächst in der Französischen Besatzungszone in Baden-Baden gezeigte Ausstellung Moderne französische Malerei, die anschließend an weiteren Orten in allen alliierten Zonen zu sehen war. Ebenfalls in der unmittelbaren Nachkriegszeit entwickelte Kurt Martin, der Direktor der Kunsthalle Karlsruhe, zusammen mit dem französische Kunstschutzoffizier Maurice Jardot (1911–2002) und dem Gouverneur des Landes Baden Pierre Pène (1898–1972) die Idee, Kunstwerke aus Deutschland in Frankreich zu zeigen.[3] Geplant wurde zunächst eine Ausstellung mit mittelalterlicher Tafelmalerei von Stefan Lochner bis Albrecht Dürer.[3] Diese als Gemeinschaftsprojekt der Westalliierten gedachte Ausstellung sollte in Paris, London und New York zu sehen sein.[3] Das Projekt scheiterte jedoch in der Frühphase der Planung, da das französische Informationsministerium befürchtete, solch eine Ausstellung könne „mit Sicherheit die Gefühle der Franzosen“ verletzen.[3] Der Historiker Michel François (1906–1981) vom Service des Beaux-Arts der französischen Militärregierung riet von der Ausstellung ab, so lang die Rückführung des von Deutschen in Frankreich beschlagnahmten Kulturgutes nicht abgeschlossen sei.[3]

Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 und der sich entwickelnden deutsch-französischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen des Schuman-Plans boten sich neue Möglichkeiten auch für den kulturellen Austausch.[3] Erneut wurde die Idee aufgegriffen, mittelalterliche Kunst aus Deutschland in Frankreich zu zeigen. Hiergegen gab es seitens der französischen Seite durchaus Bedenken. So merkte Germain Bazinm der Konservator der Abteilung für Malerei (Department des Peintures) des Louvre an, dass es problematisch sei, im Titel einer Ausstellung das Wort „deutsch“ zu verwenden.[3] Als Kompromiss wurde der Titel Des Maitres de Cologne a Albert Dürer, Primitifs de l’Ecole Allemande für die im März 1950 im Pariser Musée de l’Orangerie eröffnete Schau gewählt. Die von Germain Bazin und Kurt Martin organisierte Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der deutschen und französischen Regierung.[3] Die Werke stammten unter anderem aus den Museen in Hamburg, Berlin, Darmstadt und München.[4] Es war die erste offizielle Kunstausstellung in Paris mit Werken aus Deutschland, nachdem acht Jahre zuvor ebenfalls im Musée de l’Orangerie die von den Nationalsozialisten organisierte Arno-Breker-Ausstellung gezeigt wurde.[4] Nach diesem frühen Beitrag zur Normalisierung der kulturellen Beziehungen in der Nachkriegszeit gelang es vor allem dem auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer im Sommer 1950 entsandten Wilhelm Hausenstein als neuer deutscher Generalkonsul weitere Fortschritte auf diesem Gebiet zu erzielen.[5]

Als studierter Kunsthistoriker sah Hausenstein in großen Kunstausstellungen die Chance, „für das deutsch-französische Gesamt-Verhältnis eine besonders günstige Atmosphäre“ zu schaffen.[6] Nach der Präsentation der mittelalterlichen Kunst folgte auf Wunsch des französischen Außenministeriums im Februar/März 1951 die Ausstellung Chefs-d’oevre des Musées de Berlin im Pariser Petit Palais. Die hierbei gezeigten Werke aus den Berliner Museen befanden sich seinerzeit ausgelagert im Wiesbaden Central Collecting Point und standen unter treuhänderischer Verwaltung der hessischen Landesregierung.[7] Eine Auswahl von deutschen und flämischen Gemälden aus Berlin war zwar zuvor bereits in Amsterdam und Brüssel zu sehen gewesen, für eine Ausstellung in Paris gab es jedoch sowohl von Seiten der hessischen Landesregierung wie auch aus Berlin zunächst keine Zustimmung. Erst nachdem sich Adenauer persönlich für die Ausstellung mit Berliner Museumsgut eingesetzt hatte, konnte die große Überblicksschau - nun ergänzt mit Werken italienischer und französischer Künstler - am 2. Februar 1951 durch den französischen Außenminister Robert Schumann eröffnet werden.[7] Die Presse berichte voller Lob über diese Ausstellung, die mit 280.000 Besuchern zudem beim Publikum außerordentlich erfolgreich war.[8]

Die Idee, Werke des französischen Impressionismus aus deutschen Museen in Frankreich zu zeigen, ging auf einen Vorschlag von Carl Georg Heise, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, zurück.[9] Nachdem Heise und Hausenstein hierzu aus Frankreich positive Signale erhielten, beauftragt die Kultusministerkonferenz der Länder Heise mit der Organisation der Ausstellung.[9] Er stieß jedoch zum Teil bei deutschen Museumsleitern auf Widerstand. So wollten sich einige Museen ungern von Werken trennen, die kriegsbedingt lange Zeit nicht ausgestellt werden konnten und erst vor kurzer Zeit aus den Depots zurückgekehrt waren.[10] Andere Verantwortliche machten konservatorische Gründe gegen eine Ausleihe geltend, so die Kunsthalle Mannheim, die sich nicht von Édouard Manets Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko trennen wollte.[10] Teilweise traten auch anti-französische Ressentiments zu Tage.[10] Kritisiert wurde beispielsweise, dass zwar französische Kunst aber keine Werke deutscher Künstler in Frankreich gezeigt werden sollten.[11] Adalbert Colsman, Vorsitzender des Fördervereins des Museums Folkwang, zeigte sich verärgert darüber, dass die vom Museum während der Besatzung in Frankreich erworbenen Kunstwerke nach dem Krieg von den Franzosen beschlagnahmt wurden.[11] Die Verantwortlichen in Berlin befürchteten, die einmal ausgeliehenen Werke könnten dauerhaft in Frankreich verbleiben.[11] Mehrere Museumsleiter erwarteten zudem von französischer Seite eine „Gegenleistung“ in Form von Leihgaben französischer Kunst.[11] Hausenstein versuchte daraufhin die Verantwortlichen in den Museen persönlich zu überzeugen.[11] Beispielsweise sprach er in München mit Eberhard Hanfstaengl, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, und unterstrich, dass „von solchen Ausstellungen her auch die politische Atmosphäre sich bessern lässt“.[11]

Die Schirmherrschaft der Ausstellung übernahmen der französische Außenminister Robert Schuman, der französische Erziehungsminister André Marie, der französische Staatssekretär der schönen Künste André Cornu, der Botschafter und Hohe Kommissar der Republik Frankreich in Deutschland André François-Poncet, der deutsche Bundeskanzler und Außenminister Konrad Adenauer, der Senator für Bildung der Hansestadt Hamburg Heinrich Landahl und der Geschäftsträger der Bundesrepublik Deutschland in Paris Wilhelm Hausenstein.[12]

Durchführung der Ausstellung und Nachwirkung

Den Organisatoren gelang es schließlich mehr als 80 Werke aus den Museen in Hamburg, Bremen, Berlin, Essen, Wuppertal, Köln, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Stuttgart und München zusammenzutragen.[11] Neben Werken des Impressionismus waren in der Schau zudem Gemälde von Künstlern der Romantik, der Schule von Barbizon, des Realismus und des Post-Impressionismus vertreten. Neben Arbeiten französischer Künstlern gehörten zudem Bilder des Niederländers Vincent van Gogh zur Ausstellung, der wesentliche Jahre seiner Schaffenszeit in Frankreich verbrachte. Weiterhin gab es Werke des Briten Alfred Sisley zu sehen, der überwiegend in Frankreich gelebt hatte. Der zur Ausstellung erschienene Katalog listet alle Werke auf, ein Großteil davon wurde durch Schwarz-Weiß-Abbildungen illustriert. Auf der Titelseite gab es ebenso wie auf dem Plakat zur Ausstellung eine Farbreproduktion von Manets Gemälde Nana aus der Hamburger Kunsthalle. Im Vorwort wies Germain Bazin auf die Verdienste der frühen Befürworter der ausgestellten Künstler in Deutschland hin, insbesondere nannte er den Künstler Max Liebermann und den Berliner Museumsdirektor Hugo von Tschudi.[12]

Der Hamburger Museumsdirektor Heise lobte vor allem die deutsch-französische Zusammenarbeit beim Zustandekommen der Ausstellung.[12] Die Ausstellung wurde von der presse positiv aufgenommen und erwies sich beim Publikum ebenfalls erfolgreich.[2] Insgesamt besuchten mehr als 150 000 Besucher die Ausstellung[13], darunter war am 21. November 1951[14] auch Bundeskanzler Konrad Adenauer.[2]

Im Rahmen der Vorbereitung zur Ausstellung in Paris war vereinbart worden, dass im Gegenzug etwa 80 Werke französischer Malerei des 17. und 18. Jahrhundert in einer Ausstellung in Hamburg und München gezeigt werden sollten.[2] Nach einigen Verzögerungen konnte die Ausstellung Meisterwerke französischer Malerei von Poussin bis Ingres schließlich im Winter 1952/1953 in der Hamburger Kunsthalle und im Münchner Haus der Kunst gezeigt werden.[15]

Verzeichnis der ausgestellten Werke

Die nachfolgende Liste enthält alle in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke. Die Nummerierung folgt dem Ausstellungskatalog; eine Nummer 8 wurde dort nicht vergeben. Die französischen Titel sind dem Katalog entnommen, die deutschen Titel sind ebenso wie die Angaben zu Material und Abmessungen den Veröffentlichungen der jeweiligen Museen entnommen, insbesondere von deren Websites. Sowohl zu den französischen wie zu den deutschen Titeln kann es in der Literatur abweichende Angaben geben. Inzwischen fragliche Zuschreibungen sowie fehlerhafte Zuordnungen des Kataloges sind entsprechend gekennzeichnet.

Kat.-Nr. Bild Künstler Titel (fr/de) Material, Format in cm Museum
1 Paul Cézanne La Tranchée, avec la Montagne Sainte-Victoire
Der Bahndurchstich
Öl auf Leinwand, 80,4 × 129,4 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
2 Paul Cézanne La Seine à Bercy
Am Quai de Bercy in Paris
Öl auf Leinwand, 59,5 × 72,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
3 Paul Cézanne Portrait de l’artiste
Selbstbildnis
Öl auf Leinwand, 55,5 × 46,2 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
4 Paul Cézanne Vue d’Auvers-sur-Oise
Die Ermitage in Pontoise
Öl auf Leinwand, 46,5 × 56 cm Städtisches Museum, Wuppertal
5 Paul Cézanne Natur morte a la commode
Stillleben mit Kommode
Öl auf Leinwand, 73,3 × 92,2 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
6 Paul Cézanne Maisons de Bellevue et pigeonnier
Haus auf bewaldeter Anhöhe mit Taubenschlag
Öl auf Leinwand, 65 × 81,2 cm Museum Folkwang, Essen
7 Paul Cézanne Fumeur accoudé
Der Raucher mit aufgestütztem Arm
Öl auf Leinwand, 92,5 × 73,5 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
9 Jean-Baptiste Camille Corot La femme à la rose
Das Mädchen mit der Rose
Öl auf Leinwand, 46 × 38,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
10 Jean-Baptiste Camille Corot Le batelier sur l’Étang
Der Fährmann
Öl auf Leinwand, 45 × 65,6 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
11 Jean-Baptiste Camille Corot Chateau romantique (Effet de lune)
Das Schloß
Öl auf Leinwand, 50,5 × 61 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
12 Jean-Baptiste Camille Corot Le mine au violoncelle
Der Mönch
Öl auf Leinwand, 72,5 × 51 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
13 Charles-François Daubigny[16] La vanne d’Optevoz (Isére)
Schleuse im Tal von Optevoz
Öl auf Leinwand, 63,6 × 84,5 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
14 Gustave Courbet Vase de fleurs
Blütenzweige und Blumen
Öl auf Leinwand, 84 × 109 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
15 Gustave Courbet Jeune garçon dans la forêt
Junge im walde
Öl auf Leinwand, 72,3 × 59,5 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
16 Gustave Courbet Portrait de Pierre Dupont
Bildnis des Dichters Pierre Dupont
Öl auf Leinwand, 54,5 × 40,5 cm Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe
17 Gustave Courbet La Vague
Brandungswelle
Öl auf Leinwand, 67,2 × 107 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
18 Gustave Courbet Nature morte: Les pommes
Apfelstillleben
Öl auf Leinwand, 50,4 × 63,4 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
19 Honoré Daumier Le premier bain
Das erste Bad
Öl auf Leinwand, 22 × 27 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
20 Honoré Daumier Les amateurs d’estampes
Die Kupferstichliebhaber
Öl auf Leinwand, 27 × 36 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
21 Honoré Daumier Don Quichotte
Don Quichotte
Öl auf Leinwand, 52,2 × 32,8 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
22 Honoré Daumier Le drame
Das Drama
Öl auf Leinwand, 97,5 × 90,4 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
23 Edgar Degas Madame de femme (Madame Gaujelin)
Joséphine Gaujelin
Öl auf Holz, 35 × 26,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
24 Edgar Degas Musiciens à l’orchestre
Die Orchestermusiker
Öl auf Leinwand, 63,6 × 49 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
25 Edgar Degas Devant le miroir
Vor dem Spiegel
Pastell auf Papier, 49 × 64 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
26 Edgar Degas Danseuse. Scène de ballet
Ballettänzerin
Öl auf Leinwand, 22 × 15,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
27 Edgar Degas Étude de Danseuses
Drei Tänzerinnen
Pastellkreide und Kohle, auf Pauspapier, auf Papier, 52,3 × 49,1 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
28 Edgar Degas Étude de Danseuse
Tänzerin
Pastell und Kohle, auf Pauspapier, auf Papier, auf Karton, 47,5 × x37 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
29 Eugène Delacroix La chasse au sangler
Die Sauhatz (nach Rubens)
Öl auf Leinwand, 54,4 × 71,7 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
30 Eugène Delacroix Fantasia arabe
Fantasia arabe
Öl auf Leinwand, 60,5 × 74,5 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
31 Eugène Delacroix Rapt de femmes turques
Türkischer Frauenraub
Öl auf Leinwand, 54 × 65,5 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
32 Eugène Delacroix
heute Pierre Andrieu zugeschrieben
Esquisse pour le plafond de la Galerie d’Apollon au Louvre
Apollo vernichtet die Pythonschlange
Öl auf Leinwand, 41,2 × 36,3 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
33 Eugène Delacroix Tigre effrayé par un serpent
Tiger und Schlange
Öl auf Papier auf Holz, 32,4 × 49,3 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
34 Eugène Delacroix Le lion au caiman
Löwe und Alligator
Öl auf Holz, 28,5 × 36 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
35 Paul Gauguin Bretonische Bäuerinnen
Paysannes Bretonnes
Öl auf Leinwand, 71,8 × 91,4 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
36 Paul Gauguin Jeune fille couchée (Composition de Tahiti)
Die Geburt - Te tamari no atua
Öl auf Leinwand, 96 × 131,1 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
37 Paul Gauguin Contes barbaes
Barbarische Erzählungen
Öl auf Leinwand, 150 × 109 cm Museum Folkwang, Essen
38 Paul Gauguin Cavaliers au bord de la mer (Iles Marquises)
Reiter am Strand
Öl auf Leinwand, 77,8 × 88,4 cm Museum Folkwang, Essen
39 Théodore Géricault Le train d’artillerie oder Le passage du ravin
Auffahrende Atillerie, gegen 1814
Öl auf Leinwand, 89,3 × 143,8 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
40 Théodore Géricault La charrette de charbonniers
Der Kohlenwagen
Öl auf Leinwand, 42,6 × 65,3 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
41 Théodore Géricault (zugeschrieben) Le chariot lourd
Schwere Fuhre
Öl auf Leinwand, 38 × 46,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
42 Vincent van Gogh Portrait d'Armand Roulin
Porträt Armand Roulin
Öl auf Leinwand, 65 × 54,1 cm Museum Folkwang, Essen
43 Vincent van Gogh Les tournesols
Sonnenblumen
Öl auf Leinwand, 92 × 73 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
44 Vincent van Gogh Les bateaux amarrés,
Rhonebarken
Öl auf Leinwand, 78,2 × 88,6 cm Museum Folkwang, Essen
45 Vincent van Gogh Le pont-levis
Die Zugbrücke
Öl auf Leinwand, 49,5 × 64,5 cm Wallraf-Richartz-Museum, Köln
46 Vincent van Gogh Vue d’Arles
Blick auf Arles
Öl auf Leinwand, 73,5 × 92,5 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
47 Vincent van Gogh Le champ aux coquelicots
Mohnfeld
Öl auf Leinwand, 72 × 91 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
48 Édouard Manet Portrait de Zacharie Astruc
Bildnis des Dichters Zacharie Astruc
Öl auf Leinwand, 90,5 × 116 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
49 Édouard Manet L'exécution de l'empereur Maximilien
Die Erschießung Kaiser Maximilians
Öl auf Leinwand, 252 × 302 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
50 Édouard Manet Le déjeuner à l’atelier oder Après le café
Le Déjeuner
Öl auf Leinwand, 118,3 × 154 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
51 Édouard Manet La partie de croquet a Paris
Die Krocketpartie
Öl auf Leinwand, 72 × 106 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
52 Édouard Manet Claude Monet dans son atelier oder La barque
Die Barke
Öl auf Leinwand, 82,7 × 105 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
53 Édouard Manet Nana
Nana
Öl auf Leinwand, 154 × 115 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
54 Édouard Manet Le chanteur Faure dans le role d’Hamlet
Jean-Baptiste Faure in der Oper "Hamlet" von Ambroise Thomas
Öl auf Leinwand, 196 × 129 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
55 Édouard Manet Portrait de chanteur Faure dans le rôle d'Hamlet
Der Sänger Jean Baptiste Faure als Hamlet
Öl auf Leinwand, 194 × 131,5 cm Museum Folkwang, Essen
56 Édouard Manet Dans la Serre
Im Wintergarten
Öl auf Leinwand, 115 × 150 cm Nationalgalerie, Berlin
57 Édouard Manet Portrait de Hanri Rochefort, homme de lettres
Der Schriftsteller Henri Rochefort
Öl auf Leinwand, 81,5 × 66,5 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
58 Édouard Manet La maison de Rueil
Landhaus in Rueil
Öl auf Leinwand, 71,5 × 92,3 cm Nationalgalerie, Berlin
59 Édouard Manet Lilas blanc dans un vase de verre
Der Fliederstrauß
Öl auf Leinwand, 54 × 42 cm Nationalgalerie, Berlin
60 Claude Monet Camille ou La Dame en robe verte
Camille
Öl auf Leinwand, 231 × 151 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
61 Claude Monet L’Église Saint-Germain-l’Auxerrois à Paris
Die Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois
Öl auf Leinwand, 79 × 98 cm Nationalgalerie, Berlin
62 Claude Monet Une rue de village en Normandie
La Rue de la Bavolle à Honfleur
Öl auf Leinwand, 58 × 63 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
63 Claude Monet Les villas au bord de l’eau (Argenteuil)
Häuser in Argenteuil
Öl auf Leinwand, 54 × 73 cm Nationalgalerie, Berlin
64 Claude Monet L’été
Wiese in Bezons
Öl auf Leinwand, 57 × 80 cm Nationalgalerie, Berlin
65 Claude Monet Le Pont d’Argenteuil
Seinebrücke von Argenteuil
Öl auf Leinwand, 59,8 × x81,4 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
66 Claude Monet Champs au printemps
Felder im Frühling
Öl auf Leinwand, 74,3 × 93 cm Staatsgalerie, Stuttgart
67 Camille Pissarro Vue de Pontoise, Quai du Pothuis
Quai du Pothuis, Pontoise
Öl auf Leinwand, 52 × 81 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
68 Camille Pissarro Route de Upper Norwood, avec voiture (temps gris)
Straße in Upper Norwood
Öl auf Leinwand, 45,5 × 55,6 cm Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München
69 Camille Pissarro Soleil de Mars (Pontoise)
Märzsonne, Pontoise
Öl auf Leinwand, 55,6 × 92,7 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
70 Alfred Sisley[17] Le Petit Pont (Pontoise)
Seine-Ufer im Herbst
Öl auf Leinwand, 46,5 × 65,4 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
71 Camille Pissarro Dans le bois, le repos (Pontoise)
Rast unter Bäumen bei Pontoise
Öl auf Leinwand, 65 × 54 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
72 Pierre-Auguste Renoir Lise à l'ombrelle
Lise mit dem Sonnenschirm
Öl auf Leinwand, 184 × 115,5 cm Museum Folkwang, Essen
73 Pierre-Auguste Renoir L ménage Sisley
Ein Paar im Grünen
Öl auf Leinwand, 105 × 75 cm Wallraf-Richartz-Museum, Köln
74 Pierre-Auguste Renoir En été: La Bohémienne oder Lise
Im Sommer
Öl auf Leinwand, 85 × 59 cm Nationalgalerie, Berlin
75 Pierre-Auguste Renoir Allée cavalière an Bois de Boulogne (L’amazone)
Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne
Öl auf Leinwand, 261,5 × 226 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
76 Pierre-Auguste Renoir La fin du déjeuner
Nach dem Mittagessen
Öl auf Leinwand, 100,5 × 81,3 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
77 Pierre-Auguste Renoir Le marronnier en fleurs
Blühender Kastanienbaum
Öl auf Leinwand, 71 × 89 cm Nationalgalerie, Berlin
78 Pierre-Auguste Renoir Portrait de Mme Lériaux
Madame Hériot
Öl auf Leinwand, 65 × 54 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
79 Alfred Sisley Une rue à Marly
Eine Straße in Marly
Öl auf Leinwand, 50 × 65 cm Städtische Kunsthalle, Mannheim
80 Alfred Sisley Le champ de blé
Kornfeld bei Argenteuil
Öl auf Leinwand, 50,4 × 72,9 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg
81 Alfred Sisley Une allée aux abords d’une petit ville
Baumallee bei einem Städtchen
Öl auf Leinwand, 45 × 59,5 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
82 Alfred Sisley Bords de Seine en automne
Seine-Ufer im Herbst
Öl auf Leinwand, 46,5 × 65,4 cm Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main
83 Henri de Toulouse-Lautrec Jeune fille dans l’atelier du peintre (Hélène V.)
Junges Mädchen im Atelier (Hélène Vary)
Gouache auf Pappe, 74,8 × 49,3 cm Kunsthalle Bremen, Bremen
84 Henri de Toulouse-Lautrec La fille du sergent de ville
Bildnisstudie einer Frau im Profil
Gouache und Kreide auf Papier, 67 × 50 cm Hamburger Kunsthalle, Hamburg

Rezeption

Die Ausstellung mit französischen Werken des 19. Jahrhunderts aus deutschem Museumsbesitz wurde in den französischen Zeitungen ausführlich besprochen. So urteilte die Zeitung Combat, die Ausstellung sei eine der bedeutendsten der Kunstsaison.[18] Léone Malher beschrieb in ihrem Bericht zur Ausstellung in der Zeitung Rolet einige der Meisterwerke von Honoré Daumier, Gustave Courbet, Édouard Manet, Edgar Degas Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet und Vincent van Gogh und hob hervor, dass diese Werke aus deutschen Museen die Sammlung des benachbarten Jeu de Paume hervorragend bereicherten.[19]

Lucie Mazauric erinnerte im Mercure de France daran, dass die Werke der Impressionisten in Frankreich lange Zeit auf eine Anerkennung durch die Museen warten mussten,[20] hingegen in Deutschland die Museen bereits vor dem Ersten Weltkrieg Werke von Gustave Courbet sowie von den Malern des Impressionismus angekauft hatten und nannte dabei das vorbildliche Wirken des Berliner Museumsdirektors Hugo von Tschudi.[21] Sie hob in ihrer Besprechung einzelne bedeutende Werke hervor wie Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko von Édouard Manet[21] und Ein Paar im Grünen von Pierre-Auguste Renoir.[22] Darüber hinaus betonte sie die lange Tradition des kulturellen Austausches zwischen Frankreich und Deutschland und nannte als Beispiel den Besuch von Voltaire beim preußischen König Friedrich II. in Potsdam.[21] Sie unterstrich, dass die impressionistischen Gemälde aus Deutschland denen im Pariser Museum Jeu de Paume Konkurrenz machen könnten.[21]

Boris Taslitzky lobte in der Zeitung L’Humanité zwar, man müsse die Ausstellung sehen, insbesondere die Impressionisten („U faut voir ces œuvres, celles des impressionnistes en particulier“), zugleich bemängelte er die politischen Hintergründe, in der sie stattfand. Die Ausstellung sei im Rahmen des westlichen Bündnisses organisiert worden („sont faites dan s cadre occidental“), es fehle jedoch ein Hinweis, dass das Hitler-Regime teilweise Werke des französischen Impressionismus verkauft habe.[23]

Literatur

  • Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959. Akademie-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-05-004148-X.
  • Université Besançon (Hrsg.): Expansions, ruptures et continuites de l’idee europeenne Bd. 3 der Reihe Annales littéraires de l’Université de Besançon. Les Belles Lettres, Paris 1997, ISBN 2-251-60641-6.
  • Musée de l’Orangerie (Hrsg.): Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands. Ausstellungskatalog, Presses Artistiques, Paris 1951.

Einzelnachweise

  1. sinngemäße Übersetzung: Französische Impressionisten und Romantiker aus deutschen Museen
  2. a b c d Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 82.
  3. a b c d e f g h Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 70.
  4. a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 71.
  5. Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 72.
  6. Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 75.
  7. a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 76.
  8. Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 77.
  9. a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 78.
  10. a b c Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 79.
  11. a b c d e f g Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 80.
  12. a b c Musée de l’Orangerie: Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands. 1951, o. S.
  13. Université Besançon: Expansions, ruptures et continuités de l'idée européenne, 1997, Bd. 3, S. 151.
  14. Eintrag im Terminkalender von Konrad Adenauer - online auf /www.konrad-adenauer.de.
  15. Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 83.
  16. Im Katalog fälschlicherweise Gustave Courbet zugeordnet.
  17. Im Katalog bebildert und als Nr. 70 fälschlicherweise Camille Pissarro zugeschrieben.
  18. Originalzitat „l’exposition du Musée de l’Orangerie comptera sans aucun doute comme une des plus grandes de la saison picturale en cours“. In: Combat: organe du Mouvement de libération française vom 19. Oktober 1951, S. 8.
  19. Léone Malher: Au Musée de l’Orangerie. Artikel in Rolet: hebdomadaire indépendant vom 22. November 1951, S. 2.
  20. Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 691.
  21. a b c d Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 692.
  22. Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 693.
  23. Boris Taslitzky: Impressionnistes et romantiques français à l’Orangerie. In: L’Humanité vom 14. Dezember 1951.