Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands
Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands[1] war der Titel einer Ausstellung, die vom 19. Oktober 1951 bis zum 6. Januar 1952 im Musée de l’Orangerie in Paris gezeigt wurde. Die dort gezeigten Werke des französischen Impressionismus und der Romantik, darüber hinaus auch des Realismus und des Post-Impressionismus, stammten aus mehreren deutschen Museen. Die vom Publikum und der französischen Presse positiv aufgenommene Schau war wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ein von der Politik unterstützter kultureller Beitrag zur Normalisierung der deutsch-französischen Beziehungen. Zugleich knüpfte sie an die lange Tradition des kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland an.[2]
Entstehung der Ausstellung
Bereits wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es verschiedene Initiativen, den Kulturaustausch zwischen Frankreich und Deutschland wiederzubeleben. Großes Echo fand dabei die 1946 zunächst in der Französischen Besatzungszone in Baden-Baden gezeigte Ausstellung Moderne französische Malerei, die anschließend an weiteren Orten in allen alliierten Zonen zu sehen war. Ebenfalls in der unmittelbaren Nachkriegszeit entwickelte Kurt Martin, der Direktor der Kunsthalle Karlsruhe, zusammen mit dem französische Kunstschutzoffizier Maurice Jardot (1911–2002) und dem Gouverneur des Landes Baden Pierre Pène (1898–1972) die Idee, Kunstwerke aus Deutschland in Frankreich zu zeigen.[3] Geplant wurde zunächst eine Ausstellung mit mittelalterlicher Tafelmalerei von Stefan Lochner bis Albrecht Dürer.[3] Diese als Gemeinschaftsprojekt der Westalliierten gedachte Ausstellung sollte in Paris, London und New York zu sehen sein.[3] Das Projekt scheiterte jedoch in der Frühphase der Planung, da das französische Informationsministerium befürchtete, solch eine Ausstellung könne „mit Sicherheit die Gefühle der Franzosen“ verletzen.[3] Der Historiker Michel François (1906–1981) vom Service des Beaux-Arts der französischen Militärregierung riet von der Ausstellung ab, so lang die Rückführung des von Deutschen in Frankreich beschlagnahmten Kulturgutes nicht abgeschlossen sei.[3]
Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 und der sich entwickelnden deutsch-französischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen des Schuman-Plans boten sich neue Möglichkeiten auch für den kulturellen Austausch.[3] Erneut wurde die Idee aufgegriffen, mittelalterliche Kunst aus Deutschland in Frankreich zu zeigen. Hiergegen gab es seitens der französischen Seite durchaus Bedenken. So merkte Germain Bazinm der Konservator der Abteilung für Malerei (Department des Peintures) des Louvre an, dass es problematisch sei, im Titel einer Ausstellung das Wort „deutsch“ zu verwenden.[3] Als Kompromiss wurde der Titel Des Maitres de Cologne a Albert Dürer, Primitifs de l’Ecole Allemande für die im März 1950 im Pariser Musée de l’Orangerie eröffnete Schau gewählt. Die von Germain Bazin und Kurt Martin organisierte Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft der deutschen und französischen Regierung.[3] Die Werke stammten unter anderem aus den Museen in Hamburg, Berlin, Darmstadt und München.[4] Es war die erste offizielle Kunstausstellung in Paris mit Werken aus Deutschland, nachdem acht Jahre zuvor ebenfalls im Musée de l’Orangerie die von den Nationalsozialisten organisierte Arno-Breker-Ausstellung gezeigt wurde.[4] Nach diesem frühen Beitrag zur Normalisierung der kulturellen Beziehungen in der Nachkriegszeit gelang es vor allem dem auf Wunsch von Bundeskanzler Konrad Adenauer im Sommer 1950 entsandten Wilhelm Hausenstein als neuer deutscher Generalkonsul weitere Fortschritte auf diesem Gebiet zu erzielen.[5]
Als studierter Kunsthistoriker sah Hausenstein in großen Kunstausstellungen die Chance, „für das deutsch-französische Gesamt-Verhältnis eine besonders günstige Atmosphäre“ zu schaffen.[6] Nach der Präsentation der mittelalterlichen Kunst folgte auf Wunsch des französischen Außenministeriums im Februar/März 1951 die Ausstellung Chefs-d’oevre des Musées de Berlin im Pariser Petit Palais. Die hierbei gezeigten Werke aus den Berliner Museen befanden sich seinerzeit ausgelagert im Wiesbaden Central Collecting Point und standen unter treuhänderischer Verwaltung der hessischen Landesregierung.[7] Eine Auswahl von deutschen und flämischen Gemälden aus Berlin war zwar zuvor bereits in Amsterdam und Brüssel zu sehen gewesen, für eine Ausstellung in Paris gab es jedoch sowohl von Seiten der hessischen Landesregierung wie auch aus Berlin zunächst keine Zustimmung. Erst nachdem sich Adenauer persönlich für die Ausstellung mit Berliner Museumsgut eingesetzt hatte, konnte die große Überblicksschau - nun ergänzt mit Werken italienischer und französischer Künstler - am 2. Februar 1951 durch den französischen Außenminister Robert Schumann eröffnet werden.[7] Die Presse berichte voller Lob über diese Ausstellung, die mit 280.000 Besuchern zudem beim Publikum außerordentlich erfolgreich war.[8]
Die Idee, Werke des französischen Impressionismus aus deutschen Museen in Frankreich zu zeigen, ging auf einen Vorschlag von Carl Georg Heise, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle, zurück.[9] Nachdem Heise und Hausenstein hierzu aus Frankreich positive Signale erhielten, beauftragt die Kultusministerkonferenz der Länder Heise mit der Organisation der Ausstellung.[9] Er stieß jedoch zum Teil bei deutschen Museumsleitern auf Widerstand. So wollten sich einige Museen ungern von Werken trennen, die kriegsbedingt lange Zeit nicht ausgestellt werden konnten und erst vor kurzer Zeit aus den Depots zurückgekehrt waren.[10] Andere Verantwortliche machten konservatorische Gründe gegen eine Ausleihe geltend, so die Kunsthalle Mannheim, die sich nicht von Édouard Manets Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko trennen wollte.[10] Teilweise traten auch anti-französische Ressentiments zu Tage.[10] Kritisiert wurde beispielsweise, dass zwar französische Kunst aber keine Werke deutscher Künstler in Frankreich gezeigt werden sollten.[11] Adalbert Colsman, Vorsitzender des Fördervereins des Museums Folkwang, zeigte sich verärgert darüber, dass die vom Museum während der Besatzung in Frankreich erworbenen Kunstwerke nach dem Krieg von den Franzosen beschlagnahmt wurden.[11] Die Verantwortlichen in Berlin befürchteten, die einmal ausgeliehenen Werke könnten dauerhaft in Frankreich verbleiben.[11] Mehrere Museumsleiter erwarteten zudem von französischer Seite eine „Gegenleistung“ in Form von Leihgaben französischer Kunst.[11] Hausenstein versuchte daraufhin die Verantwortlichen in den Museen persönlich zu überzeugen.[11] Beispielsweise sprach er in München mit Eberhard Hanfstaengl, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, und unterstrich, dass „von solchen Ausstellungen her auch die politische Atmosphäre sich bessern lässt“.[11]
Die Schirmherrschaft der Ausstellung übernahmen der französische Außenminister Robert Schuman, der französische Erziehungsminister André Marie, der französische Staatssekretär der schönen Künste André Cornu, der Botschafter und Hohe Kommissar der Republik Frankreich in Deutschland André François-Poncet, der deutsche Bundeskanzler und Außenminister Konrad Adenauer, der Senator für Bildung der Hansestadt Hamburg Heinrich Landahl und der Geschäftsträger der Bundesrepublik Deutschland in Paris Wilhelm Hausenstein.[12]
Durchführung der Ausstellung und Nachwirkung
Den Organisatoren gelang es schließlich mehr als 80 Werke aus den Museen in Hamburg, Bremen, Berlin, Essen, Wuppertal, Köln, Frankfurt am Main, Karlsruhe, Stuttgart und München zusammenzutragen.[11] Neben Werken des Impressionismus waren in der Schau zudem Gemälde von Künstlern der Romantik, der Schule von Barbizon, des Realismus und des Post-Impressionismus vertreten. Neben Arbeiten französischer Künstlern gehörten zudem Bilder des Niederländers Vincent van Gogh zur Ausstellung, der wesentliche Jahre seiner Schaffenszeit in Frankreich verbrachte. Weiterhin gab es Werke des Briten Alfred Sisley zu sehen, der überwiegend in Frankreich gelebt hatte. Der zur Ausstellung erschienene Katalog listet alle Werke auf, ein Großteil davon wurde durch Schwarz-Weiß-Abbildungen illustriert. Auf der Titelseite gab es ebenso wie auf dem Plakat zur Ausstellung eine Farbreproduktion von Manets Gemälde Nana aus der Hamburger Kunsthalle. Im Vorwort wies Germain Bazin auf die Verdienste der frühen Befürworter der ausgestellten Künstler in Deutschland hin, insbesondere nannte er den Künstler Max Liebermann und den Berliner Museumsdirektor Hugo von Tschudi.[12]
Der Hamburger Museumsdirektor Heise lobte vor allem die deutsch-französische Zusammenarbeit beim Zustandekommen der Ausstellung.[12] Die Ausstellung wurde von der presse positiv aufgenommen und erwies sich beim Publikum ebenfalls erfolgreich.[2] Insgesamt besuchten mehr als 150 000 Besucher die Ausstellung[13], darunter war am 21. November 1951[14] auch Bundeskanzler Konrad Adenauer.[2]
Im Rahmen der Vorbereitung zur Ausstellung in Paris war vereinbart worden, dass im Gegenzug etwa 80 Werke französischer Malerei des 17. und 18. Jahrhundert in einer Ausstellung in Hamburg und München gezeigt werden sollten.[2] Nach einigen Verzögerungen konnte die Ausstellung Meisterwerke französischer Malerei von Poussin bis Ingres schließlich im Winter 1952/1953 in der Hamburger Kunsthalle und im Münchner Haus der Kunst gezeigt werden.[15]
Verzeichnis der ausgestellten Werke
Die nachfolgende Liste enthält alle in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke. Die Nummerierung folgt dem Ausstellungskatalog; eine Nummer 8 wurde dort nicht vergeben. Die französischen Titel sind dem Katalog entnommen, die deutschen Titel sind ebenso wie die Angaben zu Material und Abmessungen den Veröffentlichungen der jeweiligen Museen entnommen, insbesondere von deren Websites. Sowohl zu den französischen wie zu den deutschen Titeln kann es in der Literatur abweichende Angaben geben. Inzwischen fragliche Zuschreibungen sowie fehlerhafte Zuordnungen des Kataloges sind entsprechend gekennzeichnet.
| Kat.-Nr. | Bild | Künstler | Titel (fr/de) | Material, Format in cm | Museum |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Paul Cézanne | La Tranchée, avec la Montagne Sainte-Victoire Der Bahndurchstich |
Öl auf Leinwand, 80,4 × 129,4 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 2 | Paul Cézanne | La Seine à Bercy Am Quai de Bercy in Paris |
Öl auf Leinwand, 59,5 × 72,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 3 | Paul Cézanne | Portrait de l’artiste Selbstbildnis |
Öl auf Leinwand, 55,5 × 46,2 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 4 | Paul Cézanne | Vue d’Auvers-sur-Oise Die Ermitage in Pontoise |
Öl auf Leinwand, 46,5 × 56 cm | Städtisches Museum, Wuppertal | |
| 5 | Paul Cézanne | Natur morte a la commode Stillleben mit Kommode |
Öl auf Leinwand, 73,3 × 92,2 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 6 | Paul Cézanne | Maisons de Bellevue et pigeonnier Haus auf bewaldeter Anhöhe mit Taubenschlag |
Öl auf Leinwand, 65 × 81,2 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 7 | Paul Cézanne | Fumeur accoudé Der Raucher mit aufgestütztem Arm |
Öl auf Leinwand, 92,5 × 73,5 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 9 | Jean-Baptiste Camille Corot | La femme à la rose Das Mädchen mit der Rose |
Öl auf Leinwand, 46 × 38,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 10 | Jean-Baptiste Camille Corot | Le batelier sur l’Étang Der Fährmann |
Öl auf Leinwand, 45 × 65,6 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 11 | Jean-Baptiste Camille Corot | Chateau romantique (Effet de lune) Das Schloß |
Öl auf Leinwand, 50,5 × 61 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 12 | Jean-Baptiste Camille Corot | Le mine au violoncelle Der Mönch |
Öl auf Leinwand, 72,5 × 51 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 13 | Charles-François Daubigny[16] | La vanne d’Optevoz (Isére) Schleuse im Tal von Optevoz |
Öl auf Leinwand, 63,6 × 84,5 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 14 | Gustave Courbet | Vase de fleurs Blütenzweige und Blumen |
Öl auf Leinwand, 84 × 109 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 15 | Gustave Courbet | Jeune garçon dans la forêt Junge im walde |
Öl auf Leinwand, 72,3 × 59,5 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 16 | Gustave Courbet | Portrait de Pierre Dupont Bildnis des Dichters Pierre Dupont |
Öl auf Leinwand, 54,5 × 40,5 cm | Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe | |
| 17 | Gustave Courbet | La Vague Brandungswelle |
Öl auf Leinwand, 67,2 × 107 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 18 | Gustave Courbet | Nature morte: Les pommes Apfelstillleben |
Öl auf Leinwand, 50,4 × 63,4 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 19 | Honoré Daumier | Le premier bain Das erste Bad |
Öl auf Leinwand, 22 × 27 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 20 | Honoré Daumier | Les amateurs d’estampes Die Kupferstichliebhaber |
Öl auf Leinwand, 27 × 36 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 21 | Honoré Daumier | Don Quichotte Don Quichotte |
Öl auf Leinwand, 52,2 × 32,8 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 22 | Honoré Daumier | Le drame Das Drama |
Öl auf Leinwand, 97,5 × 90,4 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 23 | Edgar Degas | Madame de femme (Madame Gaujelin) Joséphine Gaujelin |
Öl auf Holz, 35 × 26,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 24 | Edgar Degas | Musiciens à l’orchestre Die Orchestermusiker |
Öl auf Leinwand, 63,6 × 49 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 25 | Edgar Degas | Devant le miroir Vor dem Spiegel |
Pastell auf Papier, 49 × 64 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 26 | Edgar Degas | Danseuse. Scène de ballet Ballettänzerin |
Öl auf Leinwand, 22 × 15,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 27 | Edgar Degas | Étude de Danseuses Drei Tänzerinnen |
Pastellkreide und Kohle, auf Pauspapier, auf Papier, 52,3 × 49,1 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 28 | Edgar Degas | Étude de Danseuse Tänzerin |
Pastell und Kohle, auf Pauspapier, auf Papier, auf Karton, 47,5 × x37 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 29 | Eugène Delacroix | La chasse au sangler Die Sauhatz (nach Rubens) |
Öl auf Leinwand, 54,4 × 71,7 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 30 | Eugène Delacroix | Fantasia arabe Fantasia arabe |
Öl auf Leinwand, 60,5 × 74,5 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 31 | Eugène Delacroix | Rapt de femmes turques Türkischer Frauenraub |
Öl auf Leinwand, 54 × 65,5 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 32 | Eugène Delacroix heute Pierre Andrieu zugeschrieben |
Esquisse pour le plafond de la Galerie d’Apollon au Louvre Apollo vernichtet die Pythonschlange |
Öl auf Leinwand, 41,2 × 36,3 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 33 | Eugène Delacroix | Tigre effrayé par un serpent Tiger und Schlange |
Öl auf Papier auf Holz, 32,4 × 49,3 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 34 | Eugène Delacroix | Le lion au caiman Löwe und Alligator |
Öl auf Holz, 28,5 × 36 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 35 | Paul Gauguin | Bretonische Bäuerinnen Paysannes Bretonnes |
Öl auf Leinwand, 71,8 × 91,4 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 36 | Paul Gauguin | Jeune fille couchée (Composition de Tahiti) Die Geburt - Te tamari no atua |
Öl auf Leinwand, 96 × 131,1 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 37 | Paul Gauguin | Contes barbaes Barbarische Erzählungen |
Öl auf Leinwand, 150 × 109 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 38 | Paul Gauguin | Cavaliers au bord de la mer (Iles Marquises) Reiter am Strand |
Öl auf Leinwand, 77,8 × 88,4 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 39 | Théodore Géricault | Le train d’artillerie oder Le passage du ravin Auffahrende Atillerie, gegen 1814 |
Öl auf Leinwand, 89,3 × 143,8 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 40 | Théodore Géricault | La charrette de charbonniers Der Kohlenwagen |
Öl auf Leinwand, 42,6 × 65,3 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 41 | Théodore Géricault (zugeschrieben) | Le chariot lourd Schwere Fuhre |
Öl auf Leinwand, 38 × 46,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 42 | Vincent van Gogh | Portrait d'Armand Roulin Porträt Armand Roulin |
Öl auf Leinwand, 65 × 54,1 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 43 | Vincent van Gogh | Les tournesols Sonnenblumen |
Öl auf Leinwand, 92 × 73 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 44 | Vincent van Gogh | Les bateaux amarrés, Rhonebarken |
Öl auf Leinwand, 78,2 × 88,6 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 45 | Vincent van Gogh | Le pont-levis Die Zugbrücke |
Öl auf Leinwand, 49,5 × 64,5 cm | Wallraf-Richartz-Museum, Köln | |
| 46 | Vincent van Gogh | Vue d’Arles Blick auf Arles |
Öl auf Leinwand, 73,5 × 92,5 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 47 | Vincent van Gogh | Le champ aux coquelicots Mohnfeld |
Öl auf Leinwand, 72 × 91 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 48 | Édouard Manet | Portrait de Zacharie Astruc Bildnis des Dichters Zacharie Astruc |
Öl auf Leinwand, 90,5 × 116 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 49 | Édouard Manet | L'exécution de l'empereur Maximilien Die Erschießung Kaiser Maximilians |
Öl auf Leinwand, 252 × 302 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 50 | Édouard Manet | Le déjeuner à l’atelier oder Après le café Le Déjeuner |
Öl auf Leinwand, 118,3 × 154 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 51 | Édouard Manet | La partie de croquet a Paris Die Krocketpartie |
Öl auf Leinwand, 72 × 106 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 52 | Édouard Manet | Claude Monet dans son atelier oder La barque Die Barke |
Öl auf Leinwand, 82,7 × 105 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 53 | Édouard Manet | Nana Nana |
Öl auf Leinwand, 154 × 115 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 54 | Édouard Manet | Le chanteur Faure dans le role d’Hamlet Jean-Baptiste Faure in der Oper "Hamlet" von Ambroise Thomas |
Öl auf Leinwand, 196 × 129 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 55 | Édouard Manet | Portrait de chanteur Faure dans le rôle d'Hamlet Der Sänger Jean Baptiste Faure als Hamlet |
Öl auf Leinwand, 194 × 131,5 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 56 | Édouard Manet | Dans la Serre Im Wintergarten |
Öl auf Leinwand, 115 × 150 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 57 | Édouard Manet | Portrait de Hanri Rochefort, homme de lettres Der Schriftsteller Henri Rochefort |
Öl auf Leinwand, 81,5 × 66,5 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 58 | Édouard Manet | La maison de Rueil Landhaus in Rueil |
Öl auf Leinwand, 71,5 × 92,3 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 59 | Édouard Manet | Lilas blanc dans un vase de verre Der Fliederstrauß |
Öl auf Leinwand, 54 × 42 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 60 | Claude Monet | Camille ou La Dame en robe verte Camille |
Öl auf Leinwand, 231 × 151 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 61 | Claude Monet | L’Église Saint-Germain-l’Auxerrois à Paris Die Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois |
Öl auf Leinwand, 79 × 98 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 62 | Claude Monet | Une rue de village en Normandie La Rue de la Bavolle à Honfleur |
Öl auf Leinwand, 58 × 63 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 63 | Claude Monet | Les villas au bord de l’eau (Argenteuil) Häuser in Argenteuil |
Öl auf Leinwand, 54 × 73 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 64 | Claude Monet | L’été Wiese in Bezons |
Öl auf Leinwand, 57 × 80 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 65 | Claude Monet | Le Pont d’Argenteuil Seinebrücke von Argenteuil |
Öl auf Leinwand, 59,8 × x81,4 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 66 | Claude Monet | Champs au printemps Felder im Frühling |
Öl auf Leinwand, 74,3 × 93 cm | Staatsgalerie, Stuttgart | |
| 67 | Camille Pissarro | Vue de Pontoise, Quai du Pothuis Quai du Pothuis, Pontoise |
Öl auf Leinwand, 52 × 81 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 68 | Camille Pissarro | Route de Upper Norwood, avec voiture (temps gris) Straße in Upper Norwood |
Öl auf Leinwand, 45,5 × 55,6 cm | Bayerische Staatsgemäldesammlungen (Neue Pinakothek), München | |
| 69 | Camille Pissarro | Soleil de Mars (Pontoise) Märzsonne, Pontoise |
Öl auf Leinwand, 55,6 × 92,7 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 70 | Alfred Sisley[17] | Le Petit Pont (Pontoise) Seine-Ufer im Herbst |
Öl auf Leinwand, 46,5 × 65,4 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 71 | Camille Pissarro | Dans le bois, le repos (Pontoise) Rast unter Bäumen bei Pontoise |
Öl auf Leinwand, 65 × 54 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 72 | Pierre-Auguste Renoir | Lise à l'ombrelle Lise mit dem Sonnenschirm |
Öl auf Leinwand, 184 × 115,5 cm | Museum Folkwang, Essen | |
| 73 | Pierre-Auguste Renoir | L ménage Sisley Ein Paar im Grünen |
Öl auf Leinwand, 105 × 75 cm | Wallraf-Richartz-Museum, Köln | |
| 74 | Pierre-Auguste Renoir | En été: La Bohémienne oder Lise Im Sommer |
Öl auf Leinwand, 85 × 59 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 75 | Pierre-Auguste Renoir | Allée cavalière an Bois de Boulogne (L’amazone) Morgendlicher Ausritt im Bois de Boulogne |
Öl auf Leinwand, 261,5 × 226 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 76 | Pierre-Auguste Renoir | La fin du déjeuner Nach dem Mittagessen |
Öl auf Leinwand, 100,5 × 81,3 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 77 | Pierre-Auguste Renoir | Le marronnier en fleurs Blühender Kastanienbaum |
Öl auf Leinwand, 71 × 89 cm | Nationalgalerie, Berlin | |
| 78 | Pierre-Auguste Renoir | Portrait de Mme Lériaux Madame Hériot |
Öl auf Leinwand, 65 × 54 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 79 | Alfred Sisley | Une rue à Marly Eine Straße in Marly |
Öl auf Leinwand, 50 × 65 cm | Städtische Kunsthalle, Mannheim | |
| 80 | Alfred Sisley | Le champ de blé Kornfeld bei Argenteuil |
Öl auf Leinwand, 50,4 × 72,9 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg | |
| 81 | Alfred Sisley | Une allée aux abords d’une petit ville Baumallee bei einem Städtchen |
Öl auf Leinwand, 45 × 59,5 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 82 | Alfred Sisley | Bords de Seine en automne Seine-Ufer im Herbst |
Öl auf Leinwand, 46,5 × 65,4 cm | Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main | |
| 83 | Henri de Toulouse-Lautrec | Jeune fille dans l’atelier du peintre (Hélène V.) Junges Mädchen im Atelier (Hélène Vary) |
Gouache auf Pappe, 74,8 × 49,3 cm | Kunsthalle Bremen, Bremen | |
| 84 | Henri de Toulouse-Lautrec | La fille du sergent de ville Bildnisstudie einer Frau im Profil |
Gouache und Kreide auf Papier, 67 × 50 cm | Hamburger Kunsthalle, Hamburg |
Rezeption
Die Ausstellung mit französischen Werken des 19. Jahrhunderts aus deutschem Museumsbesitz wurde in den französischen Zeitungen ausführlich besprochen. So urteilte die Zeitung Combat, die Ausstellung sei eine der bedeutendsten der Kunstsaison.[18] Léone Malher beschrieb in ihrem Bericht zur Ausstellung in der Zeitung Rolet einige der Meisterwerke von Honoré Daumier, Gustave Courbet, Édouard Manet, Edgar Degas Pierre-Auguste Renoir, Claude Monet und Vincent van Gogh und hob hervor, dass diese Werke aus deutschen Museen die Sammlung des benachbarten Jeu de Paume hervorragend bereicherten.[19]
Lucie Mazauric erinnerte im Mercure de France daran, dass die Werke der Impressionisten in Frankreich lange Zeit auf eine Anerkennung durch die Museen warten mussten,[20] hingegen in Deutschland die Museen bereits vor dem Ersten Weltkrieg Werke von Gustave Courbet sowie von den Malern des Impressionismus angekauft hatten und nannte dabei das vorbildliche Wirken des Berliner Museumsdirektors Hugo von Tschudi.[21] Sie hob in ihrer Besprechung einzelne bedeutende Werke hervor wie Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko von Édouard Manet[21] und Ein Paar im Grünen von Pierre-Auguste Renoir.[22] Darüber hinaus betonte sie die lange Tradition des kulturellen Austausches zwischen Frankreich und Deutschland und nannte als Beispiel den Besuch von Voltaire beim preußischen König Friedrich II. in Potsdam.[21] Sie unterstrich, dass die impressionistischen Gemälde aus Deutschland denen im Pariser Museum Jeu de Paume Konkurrenz machen könnten.[21]
Boris Taslitzky lobte in der Zeitung L’Humanité zwar, man müsse die Ausstellung sehen, insbesondere die Impressionisten („U faut voir ces œuvres, celles des impressionnistes en particulier“), zugleich bemängelte er die politischen Hintergründe, in der sie stattfand. Die Ausstellung sei im Rahmen des westlichen Bündnisses organisiert worden („sont faites dan s cadre occidental“), es fehle jedoch ein Hinweis, dass das Hitler-Regime teilweise Werke des französischen Impressionismus verkauft habe.[23]
Literatur
- Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959. Akademie-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-05-004148-X.
- Université Besançon (Hrsg.): Expansions, ruptures et continuites de l’idee europeenne Bd. 3 der Reihe Annales littéraires de l’Université de Besançon. Les Belles Lettres, Paris 1997, ISBN 2-251-60641-6.
- Musée de l’Orangerie (Hrsg.): Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands. Ausstellungskatalog, Presses Artistiques, Paris 1951.
Einzelnachweise
- ↑ sinngemäße Übersetzung: Französische Impressionisten und Romantiker aus deutschen Museen
- ↑ a b c d Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 82.
- ↑ a b c d e f g h Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 70.
- ↑ a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 71.
- ↑ Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 72.
- ↑ Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 75.
- ↑ a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 76.
- ↑ Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 77.
- ↑ a b Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 78.
- ↑ a b c Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 79.
- ↑ a b c d e f g Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 80.
- ↑ a b c Musée de l’Orangerie: Impressionnistes et romantiques français dans les musées allemands. 1951, o. S.
- ↑ Université Besançon: Expansions, ruptures et continuités de l'idée européenne, 1997, Bd. 3, S. 151.
- ↑ Eintrag im Terminkalender von Konrad Adenauer - online auf /www.konrad-adenauer.de.
- ↑ Martin Schieder: Im Blick des Anderen, die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959, 2005, S. 83.
- ↑ Im Katalog fälschlicherweise Gustave Courbet zugeordnet.
- ↑ Im Katalog bebildert und als Nr. 70 fälschlicherweise Camille Pissarro zugeschrieben.
- ↑ Originalzitat „l’exposition du Musée de l’Orangerie comptera sans aucun doute comme une des plus grandes de la saison picturale en cours“. In: Combat: organe du Mouvement de libération française vom 19. Oktober 1951, S. 8.
- ↑ Léone Malher: Au Musée de l’Orangerie. Artikel in Rolet: hebdomadaire indépendant vom 22. November 1951, S. 2.
- ↑ Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 691.
- ↑ a b c d Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 692.
- ↑ Lucie Mazauric: Arts, Impressionnistes et Romantiques Français des Musées Allemands au Musée de l’Orangerie. In: Mercure de France 1951, S. 693.
- ↑ Boris Taslitzky: Impressionnistes et romantiques français à l’Orangerie. In: L’Humanité vom 14. Dezember 1951.