Im Schatten der Angst – Der Skorpion
| Film | |
| Titel | Im Schatten der Angst – Der Skorpion |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich, Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Stab | |
| Regie | Umut Dağ |
| Drehbuch |
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| Produktion | Thomas Hroch, Gerald Podgornig, Gudula von Eysmondt |
| Musik | Roman Kariolou |
| Kamera | Simone Hart |
| Schnitt | Harald Aue |
| Besetzung | |
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| Chronologie | |
Im Schatten der Angst – Der Skorpion ist ein österreichisch-deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Umut Dağ nach einem Drehbuch von Nils Morten-Osburg und Marie-Therese Thill mit Julia Koschitz, Susi Stach und Stefan Gorski. Es handelt sich um die Fortsetzung von Im Schatten der Angst (2019) und Im Schatten der Angst – Du sollst nicht lügen (2023).[1][2]
Handlung
Die forensische Psychiaterin Dr. Karla Eckhardt befürwortet in einem Gutachten Lockerungsmaßnahmen im Strafvollzug für den Gefängnisinsassen Anton Lisky, der eine Freiheitsstrafe wegen Geiselnahme von Sandra und Mordes an Stefan Zenker, dem Sohn von Helene Zenker, verbüßt. Sandra war Liskys Freundin und hatte seinen Freund Stefan besucht, worauf Anton eifersüchtig wurde und im Drogenrausch Stefan ermordet hatte. Unterstützt wird Eckhardt von ihrem Kollegen Dr. Kressmann. Kommissarin Irene Radek hatte Lisky damals verhaftet und glaubt dagegen nicht an dessen Besserung.
In einer Gärtnerei wird Lisky von seinem Kollegen Leon Wimmer provoziert. Bald darauf wird Wimmer erschlagen im Glashaus der Gärtnerei von dessen Chefin Birguel Yilmaz aufgefunden. Yilmaz hatte sowohl Lisky als auch Wimmer am Boden liegen sehen, als sie rausging und danach wieder zurückkehrte, war Lisky verschwunden. Für Radek ist der Fall klar und Lisky der Mörder von Wimmer. Auch Helene Zenker gibt Eckhardt die Schuld am Tod von Wimmer. Eckhardt stellt sich die Frage, ob sie Lisky falsch eingeschätzt hat. In einer ihrer Sitzungen hatte er ihr die Tierfabel Der Skorpion und der Frosch erzählt, er selbst sah sich als Skorpion. Am Tatort lag laut Yilmaz ein Handy, das ebenfalls verschwunden ist. Krimiautor Fabian Kröger ist kürzlich in Eckhardts Nachbarwohnung eingezogen.
Lisky steht bald darauf bei Eckhardt vor der Tür. Er behauptet, dass Wimmer bereits tot war, als er ihn gefunden hat. Er selbst wurde von einer dritten Person niedergeschlagen. Außerdem erhält sie von Lisky das Kennzeichen eines Fahrzeuges, in das Wimmer eingestiegen war. Das Fahrzeug gehört Helene Zenker, die zugibt, Wimmer angestiftet zu haben, Lisky zu provozieren. Bei einer neuerlichen Kontaktaufnahme von Lisky mit Eckhardt, bei der er ihr Fotos von Wimmers Handy zeigen wollte, wird sie ohne ihr Wissen von Kriminalbeamten observiert. Lisky überwältigt in der Folge einen Polizisten, nimmt ihm die Waffe ab und flüchtet. Er glaubt, dass ihn Eckhardt an die Polizei verraten hat, verschanzt sich mit der Waffe in einem Haus und droht mit Suizid.
Prof. Kressmann geht auf eigenen Wunsch alleine in das Haus, um mit Lisky zu sprechen. Dort gibt er vor, ihn trösten zu wollen, nimmt die Waffe in Liskys Hand, hält sie ihm an den Kopf und drückt ab. Lisky ist sofort tot, Kressmann versucht Fingerabdrücke abzuwischen und nimmt Wimmers Handy an sich. Gegenüber Radek und Eckhardt behauptet Kressmann, dass Lisky sich selbst umgebracht hat und zuvor zugegeben hat, Wimmer getötet zu haben. Für Radek ist Lisky ein zweifacher Mörder und Selbstmörder, Eckhardt zweifelt weiter daran, insbesondere weil Wimmers Handy fehlt. Radek dagegen glaubt, dass Lisky sich das Handy nur ausgedacht hat.
Von Kressmanns Nachbarn Bodo Rexin, der ein Kunde der Gärtnerei Yilmaz ist, erfährt Eckhardt, dass Wimmer auch für die Kressmanns gearbeitet hat, allerdings meistens, wenn Prof. Kressmann nicht zuhause war, sondern nur dessen Frau Dunja. Birguel Yilmaz traut Wimmer zu, eine Affäre mit Dunja gehabt zu haben. Eckhardt hört sich die Tonaufnahmen von Kressmann und Lisky nochmals an, darauf ist allerdings kein Geständnis von Lisky zu hören. Sie vermutet, dass Prof. Kressmann die Affäre von Wimmer mit seiner Frau herausgefunden hatte und seinen Mord an Wimmer Lisky unterschieben wollte.
Nachdem Eckhardt Prof. Kressmann mit ihrer Vermutung konfrontiert gesteht dieser, Wimmer bei einem Streit gestoßen zu haben, wodurch dieser mit dem Kopf auf eine Gartenkralle gestürzt ist. Am Handy hatte Wimmer Nacktfotos von Dunja Kressmann. Prof. Kressmann gesteht auch Lisky umgebracht zu haben. Das Geständnis von Kressmann hat Eckhardt auf ihrem Smartphone aufgezeichnet. Der Professor spritzt ihr Ketamin und löscht die Aufnahme. Fabian Kröger, der Eckhardt am Boden liegen sieht, ruft die Rettung. Prof. Kressmann stürzt sich währenddessen aus dem Fenster mehrere Stockwerke in den Tod. Helene Zenker sucht Eckhardt auf, um ihr gute Besserung zu wünschen. Sie hatte geglaubt, dass es ihr besser ginge, wenn Lisky tot ist, allerdings könne nichts ihren Sohn wieder lebendig machen.
Produktion
Die Dreharbeiten fanden vom 14. Oktober bis zum 12. November 2024 in Wien statt.[3][2][4] Produziert wurde der Film von der österreichischen Mona Film und der deutschen Tivoli Film der Produzenten Thomas Hroch und Gerald Podgornig, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das ZDF, unterstützt wurde die Produktion von FISA+, vom Fernsehfonds Austria und vom Filmfonds Wien.[2][5]
Die Kamera führte Simone Hart, die Montage verantwortete Harald Aue und das Casting Nicole Schmied, die Musik schrieb Roman Kariolou. Den Ton gestaltete Benedikt Palier, das Szenenbild Gerald Freimuth, die Kostüme Isabella Derflinger und die Maske Monika Puymann und Birgit Hirscher. Als Intimitätskoordinatorin fungierte Lisa Kuegerl.[3][5]
Veröffentlichung
Premiere war am 29. August 2025 beim Festival des deutschen Films.[1]
Auf ORF ON wurde der Film am 18. Oktober 2025 veröffentlicht, auf ORF 2 wurde dieser am 19. Oktober 2025 erstmals ausgestrahlt.[6][7]
Rezeption
Die Erstausstrahlung auf ORF 2 sahen bis zu 710.000 und durchschnittlich 636.000 Personen bei 23 Prozent Marktanteil.[8]
Auszeichnungen und Nominierungen
Festival des deutschen Films 2025
- Nominierung für den Rheingold Publikumspreis[1]
Weblinks
- Im Schatten der Angst – Der Skorpion bei IMDb
- Im Schatten der Angst – Der Skorpion in The Movie Database
- Im Schatten der Angst – Der Skorpion auf der Website der Mona Film
- Im Schatten der Angst – Der Skorpion auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ a b c Im Schatten der Angst – Der Skorpion. In: festival-des-deutschen-films.de. Abgerufen am 26. Juli 2025.
- ↑ a b c Julia Koschitz „Im Schatten der Angst“: Dreharbeiten zum dritten Teil der erfolgreichen ORF/ZDF-TV-Reihe. In: ORF.at. 22. Oktober 2024, abgerufen am 27. Juli 2025.
- ↑ a b Im Schatten der Angst – Der Skorpion bei crew united, abgerufen am 27. Juli 2025.
- ↑ Drehstart für „Im Schatten der Angst – Der Skorpion“. In: blickpunktfilm.de. 24. Oktober 2024, abgerufen am 27. Juli 2025.
- ↑ a b Im Schatten der Angst – Der Skorpion. In: monafilm.tv. Abgerufen am 27. Juli 2025.
- ↑ Im Schatten der Angst: Der Skorpion. In: wunschliste.de. Abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ „Im Schatten der Angst – Der Skorpion“ am 19. Oktober in ORF 2 und vorab auf ORF ON. In: ots.at. 14. Oktober 2025, abgerufen am 14. Oktober 2025.
- ↑ Im Windschatten von Formel 1 und „Im Schatten der Angst“ – Topwerte für ORF-Hauptabend. In: ORF.at. 20. Oktober 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.