Im Rausch der Sterne
| Film | |
| Titel | Im Rausch der Sterne |
|---|---|
| Originaltitel | Burnt |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2015 |
| Länge | 103 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | John Wells |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Rob Simonsen |
| Kamera | Adriano Goldman |
| Schnitt | Nick Moore |
| Besetzung | |
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Im Rausch der Sterne (englisch Burnt ‚Verbrannt‘) ist ein US-amerikanisch-britisches Filmdrama unter Regie von John Wells und erschien 2015. Bradley Cooper spielt einen gescheiterten Sternekoch, der in London wieder auf die Beine kommen will.
Handlung
Adam Jones führt das Leben eines Rockstars, das von Erfolg und Leidenschaft gezeichnet und äußerst exzessiv ist. Dieser Lebensstil führt dazu, dass er seine Stelle als Chefkoch in einem 2-Sterne-Restaurant in Paris verliert. Zwei Jahre später, nachdem er die Geschehnisse in Frankreich verkraftet hat, taucht er bei seinem alten Freund Tony in London auf und will dessen Restaurant zur neuen Topadresse machen. Tony, der zwar von der Genialität seines Freundes überzeugt ist, aber auch dessen exzessive Vergangenheit kennt, willigt schließlich ein, und Adam hat einen neuen Job.
Für sein Team will er nur die Besten der Szene, um endlich drei Michelin-Sterne zu bekommen. Außerdem hat er sich in den Kopf gesetzt, die außergewöhnlich begabte und sehr attraktive Köchin Helene für sein neues Restaurant zu gewinnen. Helene kann Adam zwar nicht ausstehen, da er mit seiner Besessenheit für ein perfektes Menü seine Mitarbeiter in den Wahnsinn treibt. Aber es verbindet sie eine Gemeinsamkeit: die Leidenschaft für das Kochen und der Druck und die Energie in der Küche, ohne die sie nicht leben können. Jetzt liegt es an Adam zu lernen, dass sie nur im Team in der Gourmetwelt Londons erfolgreich sein können. Schließlich werden Adam und Helene ein Paar, und sein Restaurant wird mit drei Sternen ausgezeichnet.
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 29 %[2] |
| Metacritic (Metascore) | 42/100[3] |
| AllMovie | [4] |
| CinemaScore | B–[5] |
Im Rausch der Sterne erhielt ein eher schlechtes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[2] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.[3]
In Deutschland schrieb Katharina Zeckau im Filmdienst, der Film sei ein „wenig subtiles Drama ohne psychologischen Tiefgang, bei dem der dünne Erkenntniswert im grotesken Missverhältnis zum internationalen Star-Ensemble“ stehe. Einzig in der Beschreibung der körperlich fordernden Küchenarbeit gelängen „kleine packende Highlights“. Doch wenn man das Perfektionskriterium der Hauptfigur auf den Film anwenden wolle, „bliebe nur eines: Ab in die Tonne!“.[6]
Der Kritiker Kai Mihm lobte dagegen in der Filmzeitschrift epd Film zumindest die Ambition der Filmemacher: Man merke Im Rausch der Sterne deutlich an, dass er ein realistisches Bild von der Arbeit in einer Spitzenküche zeichnen wolle. „Der Jargon stimmt, die Strukturen und Abläufe wirken authentisch.“ Aber so „überzeugend“ Bradley Cooper in der Hauptrolle auch sei, mute die Darstellung seiner cholerischen Ausbrüche „geradezu verantwortungslos an“. Gewalt in den Sterneküchen sei vor allem in Frankreich ein „regelmäßiges Medienthema“, aber an Coopers Figur würden „die Demütigungen seiner Mitarbeiter als natürliche Eigenschaften eines Küchengenies romantisiert“. Zudem verliere der Film sich in Nebenhandlungen, die „wie dramaturgische Zugeständnisse an ein Massenpublikum“ wirken und „entsprechend lustlos abgespult“ würden. Die Story verliere dadurch „fatal an Fokus, über die wirklich spannenden Dinge erfahren wir nichts. Etwa über die kreativen Abläufe (und Diebstähle) unter Köchen, ihre hermetische Lebenswelt, die enormen monetären Risiken und die Hassliebe zu Kritikern.“[7]
Die Haute Cuisine sei keine Wellness-Oase, aber auch kein Kriegsgebiet, stellte Claire Beermann in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung fest: „Doch vor lauter Weltuntergangsdramatik sieht die Gourmetküche hier aus wie ein von selbstverliebten Verrückten bevölkertes Paralleluniversum“. Mit diesem Vorurteil hätten Sterneköche durchaus zu kämpfen, „weil es sich eben nicht jeder leisten kann, ihnen in ihren Showküchen bei der Kreation von Acht-Gänge-Menüs für 200 Euro über die Schulter zu gucken“.[8]
Veröffentlichung
Der Film startete 30. Oktober 2015 in den US-Kinos und am 3. Dezember 2015 in Deutschland. Gegenüber einem geschätzten Budget von 20 Mio. US-Dollar spielte er weltweit rund 36,5 Mio. US-Dollar ein, davon 13,5 Mio. US-Dollar in Nordamerika. In Deutschland und Österreich spielte der Film 300.000 bzw. 100.000 US-Dollar ein.[9] Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 48 Mio. US-Dollar.
Belege und weiterführende Informationen
- ↑ Freigabebescheinigung für Im Rausch der Sterne. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, November 2015 (PDF; Prüfnummer: 155 912 K).
- ↑ a b Im Rausch der Sterne. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 159 Kritiken).
- ↑ a b Im Rausch der Sterne. In: Metacritic. Abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch, aggregiert aus 28 Kritiken).
- ↑ Violet LeVoit: Kritik zu Im Rausch der Sterne ( vom 16. März 2017 im Internet Archive) bei AllMovie (englisch)
- ↑ Datenbankabfrage bei cinemascore.com
- ↑ Katharina Zeckau: Im Rausch der Sterne. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 13. Juni 2021. (=Filmdienst, Heft 24/2015)
- ↑ Kai Mihm: Filmkritik Im Rausch der Sterne. In: epd Film, Heft 12/2015.
- ↑ Claire Beermann: Ein Bild von einem Koch. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 29. November 2015, S. 52.
- ↑ Burnt (2015) Box office. In: Box Office Mojo. Abgerufen am 4. Januar 2016 (englisch).