Ilse Spittmann-Rühle

Ilse Spittmann-Rühle, geb. Streblow (* 8. Mai 1930 in Berlin; † 16. Februar 2022 in Neuwied) war eine deutsche Journalistin und DDR-Forscherin.[1]

Leben

1948 wurde sie Redakteurin der SED-Zeitschrift Neuer Weg.[2] Sie floh im März 1949 mit Wolfgang Leonhard von Berlin-Ost über Prag nach Jugoslawien. Sie gründete 1952 das SBZ-Archiv mit.[3][4] Von 1968 bis 1998 war sie Redakteurin des Deutschland Archivs.[5] 1978 heiratete sie Jürgen Rühle. Ihre Forschungsschwerpunkte waren die deutsch-deutschen Beziehungen und das politische und gesellschaftliche System der DDR.

Von 1980 bis 1996 gab sie zusammen mit Gisela Helwig die Buchreihe Edition Deutschland-Archiv heraus, in der Ergebnisse der (west)deutschen DDR-Forschung veröffentlicht wurden.

Schriften (Auswahl)

  • mit Gisela Helwig: Reise nach drüben. Vergangenheit und Gegenwart im Land zwischen Elbe und Oder. Ein Lesebuch. Köln, Berlin 1967.
  • Brandenburg. Frankfurt/M. 1971, OCLC 73878614.
  • Die DDR unter Honecker. Köln 1990, ISBN 3-8046-0334-3.

Literatur

  • Gisela Helwig (Hrsg.): Rückblicke auf die DDR. Festschrift für Ilse Spittmann-Rühle. Köln 1995, ISBN 3-8046-0342-4.
  • Hermann Weber: Ilse Spittmann-Rühle zum 75. Geburtstag. In: Deutschland Archiv. 38 (2005), 2, S. 200–201, ISSN 0012-1428.

Einzelnachweise

  1. Thomas Krüger, Johannes L. Kuppe, Hans-Georg Golz: Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Ein Nachruf auf die Gründerin des Deutschland Archiv, Deutschland Archiv, 22. Februar 2022, abgerufen am 29. Dezember 2025.
  2. ISSN 0323-3995
  3. Karl Wilhelm Fricke: Zur Geschichte des Deutschland Archivs (PDF; 0,1 MB). In: Zeitschrift des Forschungsverbunds SED-Staat 17/2005, S. 140–151, hier S. 143.
  4. ISSN 0563-0894
  5. Ilse Fischer (Hrsg.): Von der frei gewählten Volkskammer zum vereinten Deutschland. Politik- und Alltagserfahrungen sozialdemokratischer Volkskammerabgeordneter. Dokumentation einer Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 23./24. September 2010 in Berlin (PDF; 4,8 MB). Bonn 2013, S. 62 (Fn. 83).