Ikeq (Fjord, Upernavik)

Ikeq

Ein Eisberg im Fjord nahe Aappilattoq

Gewässer Baffin Bay, Atlantischer Ozean
Landmasse Grönland
Geographische Lage 72° 54′ N, 55° 16′ W
Breite 6 km
Länge 63 km

Der Ikeq (nach alter Rechtschreibung Ikeĸ; dänisch Upernavik Isfjord) ist ein grönländischer Fjord im Distrikt Upernavik in der Avannaata Kommunia.

Geografie

Der Ikeq entspringt direkt am grönländischen Inlandeis an einem Sermeq (Upernavik Isstrøm) genannten knapp 50 km breiten Gletscherabschnitt. Vom südlichen Teil dessen bewegt sich der Ikeq anschließend geradlinig nach Nordwesten, wobei zahlreiche Inseln in ihm liegen. Zudem ist der Fjord weder im Norden noch im Süden abgeschlossen, sondern über Sunde mit anderen Fjorden und Sunden verbunden, wodurch die Küste nicht aus Festland, sondern zahlreichen kleineren und größeren Inseln besteht. An seiner Südküste befindet sich das Dorf Aappilattoq. Früher waren zudem noch unter anderem Aappi und Tussaaq an der Nordküste bewohnt. Nach rund 63 km mündet der Fjord schließlich in die Baffin Bay.[1]

Geschichte

Der Fjord hat Jahrtausende alte Spuren menschlicher Besiedelung. In seinem Mündungsbereich wurde der Runenstein von Kingittorsuaq gefunden, der nördlichste Nachweis dafür, dass die Grænlendingar im Mittelalter die gesamte grönländische Küste befuhren.[2]

Einzelnachweise

  1. Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.
  2. Nunniffiit (Karte der archäologischen Fundstellen in Grönland). Grönländisches Nationalmuseum und -archiv.