Igor Blaschkow
Igor Iwanowitsch Blaschkow (ukrainisch Ігор Іванович Блажков; * 23. September 1936 in Kiew; † 7. Januar 2026 in Potsdam) war ein sowjetischer bzw. ukrainischer Dirigent.
Leben und Karriere
Blaschkow studierte am Kiewer Konservatorium an der Fakultät für Dirigieren bei Alexander Klimow, das er 1959 absolvierte, und in der Aspirantur am Leningrader Konservatorium bei Jewgeni Mrawinski mit einem Abschluss 1962. Er war von 1969 bis 1976 Leiter des Kiewer Kammerorchesters, und von 1988 bis 1994 Chefdirigent und Musikalischer Leiter des Staatlichen Symphonieorchesters der Ukraine. Ab 1983 leitete er in Kiew das Kammerorchester „Perpetuum mobile“. Als Gastdirigent trat er mit dem Orchester der Leningrader Philharmonie (1963–68 dort Assistent von Jewgeni Mrawinski), dem Rundfunk-Symphonieorchester der UdSSR und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin auf.
In der Sowjetära setzte er sich für das Schaffen zeitgenössischer Komponisten wie Walentyn Sylwestrow und Andrei Wolkonski ein, von denen er mehrere Werke uraufführte.
Blaschkow wurde 1990 mit dem Ehrentitel Volkskünstler der Ukraine ausgezeichnet.
Seit 2002 lebte er in Potsdam, Deutschland.
Literatur
- Carl Dahlhaus (Hrsg.): Blaschkow, Igor in Riemann Musiklexikon, 12. Auflage, Ergänzungsband, Schott Musikverlag, Mainz 1972, S. 119
- Boris Schwarz: Musik und Musikleben in der Sowjetunion. 1917 bis zur Gegenwart, Teil V, Heinrichshofen, Wilhelmshaven 1982, S. 723–724, 744, 758, 785–786, 791
- Блажков Ігор Іванович. In: Encyclopedia of Modern Ukraine. 2004 (ukrainisch).
Weblinks
- Yulia Bentia: Ihor Blazhkov: New music is a continuation of the road paved by classics. Interview. In: Den. 4. Oktober 2011 (englisch).
- Kathrin Singer: Bach-Noten für die Anerkennung. In: Das Blättchen. 10. Mai 2004.
- Igor Blaschkow bei Discogs