Ich kenn keinen – Allein unter Heteros
| Film | |
| Titel | Ich kenn keinen – Allein unter Heteros |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Länge | 99 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Jochen Hick |
| Drehbuch | Jochen Hick |
| Produktion | Jochen Hick |
| Musik | Jan Tilman Schade, Klaus Wagner |
| Kamera | Jochen Hick |
| Schnitt | Florian Koehler |
| Besetzung | |
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Ich kenn keinen – Allein unter Heteros ist ein Dokumentarfilm über Homosexuelle, die auf dem Land leben, fernab von Städten mit homosexueller Szene und Infrastruktur. Der Film spielt größtenteils in Baden-Württemberg.
Handlung
Der Film gibt Einblicke in den Alltag der fünf homosexueller Protagonisten und lässt ihre Lebenswelt durch Kommentare ihrer heterosexuellen Umgebung kommentieren.
Hartmut, HIV-positiv, ist im Albverein und im Kirchenchor aktiv. Seine Homosexualität hat er in Deutschland bis zu seiner Diagnose geheim gehalten, er reiste aber nach Thailand, wo er sich dem Sextourismus hingab.
Stefan ist Forstarbeiter und lebt zusammen mit seiner Mutter. Ihn zieht es hin und wieder in die schwule Szene nach Stuttgart.
Richard wurde 1924 geboren und musste seine Homosexualität über weite Strecken seines Lebens versteckt ausleben.
Uwe ist 37 Jahre alt und lebt ebenfalls mit seiner Mutter zusammen. Im Film wird seine erste Reise nach Berlin in die dortige schwule Szene dokumentiert.
Erika hat zwei schwule Söhne und ist mittlerweile in einer Elterngruppe für Eltern von homosexuellen Kindern aktiv.
Rezeption
Nach Angaben der Produktionsfirma wurde der Film auf über 50 Festivals eingeladen.[1] Die Medienresonanz wird auf der produktionseigenen Webseite dokumentiert.[2]
Axel Schock bemerkt Hicks ironischen, die Klischees zuspitzenden Blick auf die Dörfer des Schwabenlandes, wobei er sich einer Bewertung dieser Diskurse, Haltungen und Rivalitäten enthält: „Wenn Jochen Hick die Menschen in diesen ländlichen Regionen nach ihren Erfahrungen mit Schwulen fragt, erhält er oft die gleiche Antwort: ‚Ich kenn keinen‘. Hick aber bohrt nach, verwickelt die Menschen in Gespräche und schafft es, etwa an Hartmuts Stammtisch, dass sie bald ziemlich frei und unverblümt bei Schnitzel und Bier ihren Vorurteilen und Ressentiments Ausdruck verleihen.“[3]
Auszeichnungen
- 2003: Teddy Award als Bester Dokumentar-/Essayfilmauf der Berlinale 2003.[4]
Weblinks
- Ich kenn keinen – Allein unter Heteros bei IMDb
- Ich kenn keinen – Allein unter Heteros auf der Webseite der Produktionsfirma (archive.org)
- Ich kenn keinen. Hintergrundinformationen im Magazin DU&ICH, Januar 2004 (PDF; 19,9 MB)
Einzelnachweise
- ↑ Ich kenn keinen - Allein unter Heteros: Festivals. Webseite der Produktionsfirma, abgerufen am 27. August 2017.
- ↑ Ich kenn keinen - Allein unter Heteros: Presse. Webseite der Produktionsfirma, abgerufen am 27. August 2017.
- ↑ Axel Schock: Jenseits vom Stammtisch. In: Sissy Magazin. 2. Oktober 2025, abgerufen am 15. Oktober 2025.
- ↑ Berlinale Archiv, Programm: Ich kenn keinen – Allein unter Heteros. Abgerufen am 15. Oktober 2025.