Ibn Schihāb az-Zuhrī

Abū Bakr Muhammad ibn Muslim Ibn Schihāb az-Zuhrī (arabisch أبو بكر محمد بن مسلم ابن شهاب الزهري Abū Bakr Muḥammad ibn Muslim Ibn Šihāb Zuhrī geb. zwischen 670 und 678, gest. 25. Juli 742) war ein Traditionarier, Qādī, und Fiqhgelehrter des Hedschas, der von der Zeit ʿAbd al-Maliks (reg. 685–705) bis zu Hischām ibn ʿAbd al-Malik (reg. 724–743) im Dienste der umaiyadischen Kalifen stand. Er war einer der Meisterschüler von ʿUrwa ibn az-Zubair[1] und gilt als einer der ersten systematischen Sammler und Überlieferer von Überlieferungen über Mohammed und die ersten Generationen der Muslime.[2]

Abstammung und Familie

Ibn Schihāb az-Zuhrī gehörte zum quraischitischen Clan der Banū Zuhra, der mit Mohammed durch dessen Mutter Āmina bint Wahb verbunden war. Daher rührte auch seine Nisba az-Zuhrī. Sein Urgroßvater ʿAbdallāh ibn Schihāb hatte auf Seiten der mekkanischen Polytheisten an der Schlacht von Badr teilgenommen und bei der Schlacht von Uhud mit drei anderen Männern ein Pakt geschlossen, dass wer auch immer von ihnen Mohammed sehen würde, so lange gegen ihn kämpfen müsse, bis er ihn getötet habe oder selbst getötet würde.[3] Sein Bruder, der gleichzeitig az-Zuhrīs Urgroßvater mütterlicherseits war, war einer der ersten Islam-Konvertiten. Sein Name war ursprünglich ʿAbd al-Dschān, doch änderte ihn Mohammed nach seiner Bekehrung in ʿAbdallāh ab. Zur Unterscheidung von seinem Bruder wurde er ʿAbdallāh al-Asghar genannt.[4] Ibn Schihābs Vater Muslim ibn ʿUbaidallāh stand während des Zweiten Bürgerkriegs auf der Seite des mekkanischen Kalifen ʿAbdallāh ibn az-Zubair.[3] Az-Zuhrī hatte einen älteren Bruder namens Abū Muhammad ʿAbdallāh ibn Muslim, der ebenfalls ein Überlieferer von Traditionen war, obwohl er nicht so berühmt wurde wie sein jüngerer Bruder.[4]

Geburtsjahr

Das Geburtsjahr von az-Zuhrī ist umstritten. In den arabischen Quellen werden mehrere Jahre genannt: 50/670, 51/671, 56/675-676 und 58/677-678 (Angaben hier jeweils nach islamischer und christlicher Zeitrechnung).[5] Allerdings gibt es zwei Sachverhalte, die auf ein frühes Geburtsjahr hindeuten. Zum einen wird az-Zuhrī selbst mit der Aussage zitiert, dass er im Alter der Mannbarwerdung dem Kalifen Marwān ibn al-Hakam (reg. 684–685) seine Aufwartung machte.[6] Demnach müsste er spätestens im Jahre 670 geboren sein.[7] Zum anderen besagt die vorherrschende Meinung, dass er im Jahre 124/742 im Alter von 72 Mondjahren starb.[8] Demnach müsste er im Jahre 52/672 geboren sein.

Studium

Az-Zuhrī studierte in Medina bei mehreren renommierten Gelehrten, darunter ʿAbdallāh ibn Thaʿlaba (gest. 708), bei dem er die Genealogie seines eigenen Clans, der Banū Zuhra, kennenlernte. Als er Fiqh studieren wollte, verwies ihn ʿAbdallāh ibn Thaʿlaba an Saʿīd ibn al-Musaiyab (gest. 713).[9] Az-Zuhrī blieb bei Saʿīd sechs bis zehn Jahre.[10] Das Verhältnis zu Saʿīd ibn al-Musaiyab scheint besonders nahe gewesen zu sein. Maʿmar ibn Rāschid überliefert von az-Zuhrī den Ausspruch, dass sein Knie dasjenige von Saʿīd acht Jahre lang berührt habe.[11] Auf der Suche nach einem Hadith soll er einmal Saʿīd bei einer dreitägigen Reise begleitet haben.[12]

Drei weitere Gelehrte, bei denen az-Zuhrī lernte, waren ʿUrwa ibn az-Zubair (gest. 712), Abū Salama, der Sohn von ʿAbd ar-Rahmān ibn ʿAuf und ʿUbaidallāh ibn ʿAbdallāh ibn ʿUtba. Zusammen mit Saʿīd ibn al-Musaiyab nannte sie az-Zuhrī die vier „Wissensmeere“ (buḥūr) der Quraisch.[13] ʿUrwa war az-Zuhrīs wichtigster Übermittler von Berichten über Mohammed. Viele Überlieferungen, die die wichtigsten Ereignisse in dessen Leben beschreiben, haben den Isnād az-Zuhrī → ʿUrwa.[14] Das Verhältnis zu ʿUbaidallāh beschrieb az-Zuhrī selbst als ein Dienstverhältnis: Er pflegte für ihn Wasser zu schöpfen, und ʿUbaidallāhs Sklavin hielt ihn für einen Diener (ġulām) ihres Herrn.[15]

Nach einer Tradition, die adh-Dhahabī überliefert, beschränkte az-Zuhrī seine Befragungen nicht auf Gelehrte, sondern fragte jeden, der über Informationen oder Wissen verfügte und dem man vertrauen konnte. Er nahm an Versammlungen teil, ging in Häuser und fragte Einzelpersonen – Männer und Frauen, Alte und Junge.[16]

Im Dienste der umaiyadischen Kalifen

Seine Beziehung zu ʿAbd al-Malik und der Jerusalem-Hadith

Von der Zeit ʿAbd al-Maliks (reg. 685–705) bis zu Hischām ibn ʿAbd al-Malik (reg. 724–743) stand az-Zuhrī im Dienste der umaiyadischen Kalifen.[17] Seine permanente Übersiedlung nach Damaskus erfolgte entweder in der Zeit, als ʿAbd al-Malik gegen Musʿab ibn az-Zubair auszog,[18] also um 691, oder während des Aufstands von Ibn al-Aschʿath,[19] also um 700. Nach einem langen Bericht, den Ibn ʿAsākir zitiert, war es Qabīsa ibn Dhuʾaib, der Siegelhüter ʿAbd al-Maliks, der az-Zuhrī bei Hofe einführte. Dazu bot sich eine Gelegenheit, als der Kalif einmal nach einem Rechtsentscheid hinsichtlich der Sklavin, die ihrem Herrn ein Kind geboren hat, fragte. Daraufhin brachte Qabīsa az-Zuhrī zum Kalifen, der ihn nach seiner Herkunft fragte, eine Bemerkung über die Teilnahme von az-Zuhrīs Vater am Aufstand des Gegenkalifen machte und ihm dann ein Gehalt zuwies.[20] Auch nach seiner Übersiedlung nach Damaskus besuchte az-Zuhrī regelmäßig den Hedschas. Der Kalif ließ ihm in Medina einen Hof kaufen.[21] Nach einem autobiographischen Bericht, den al-Maqrīzī anführt, entsandte ihn ʿAbd al-Malik auch einmal zu seinem Bruder ʿAbd al-ʿAzīz in Ägypten.[22]

Als ʿAbd al-Malik aus Sorge darüber, dass sein in Mekka herrschender Rivale ʿAbdallāh ibn Zubair die syrischen Mekka-Pilger zwingen könnte, ihm die Baiʿa zu leisten, die Wallfahrt nach Mekka verbot, versuchte er, Jerusalem als Ersatzheiligtum zu etablieren. Er ließ verbreiten, dass an der geweihten Stätte in Jerusalem der Tawāf mit derselben Gültigkeit geübt werden könne wie an der Kaaba. Nach al-Yaʿqūbī fiel az-Zuhrī dabei die Aufgabe zu, mit einem Hadith die Rechtfertigung für diese durch politische Motive veranlassten Reform des religiösen Lebens zu liefern.[23] Nach diesem Hadith gibt es drei Moscheen, zu welchen die Menschen wallfahrten sollen: die al-Harām-Moschee in Mekka, die Prophetenmoschee in Medina und die Moschee in Jerusalem. Die letztgenannte sollte für die syrischen Muslime an die Stelle der al-Harām-Moschee treten und der Felsen in Jerusalem, von dem Mohammed angeblich seine Himmelsreise angetreten hatte, ihnen als Ersatz für die Kaaba dienen.[24]

Was allerdings dagegen spricht, dass az-Zuhrī diesen Hadith aufgebracht hat, ist, dass er zu dieser Zeit noch sehr jung war (14–23 Jahre alt).[7] Nach Josef Horovitz besteht kein Zweifel daran, dass er diesen Hadith aus dem Mund von Saʿīd ibn al-Musaiyab hatte, von dem bekannt ist, dass er in dem Streit zwischen ʿAbdallāh ibn Zubair und ʿAbd al-Malik mit Traumauslegungen zugunsten des letzteren intervenierte.[25] Az-Zuhrī, so vermutete er, könnte die von Saʿīd ibn al-Musaiyab gehörte Überlieferung aus Hoffnung auf eine Belohnung zu ʿAbd al-Malik nach Damaskus gebracht haben.[26] Sollte az-Zuhrī tatsächlich in den Jahren 690-691 nach Damaskus gereist und die Tradition von den drei Moscheen an ʿAbd al-Malik weitergegeben haben, wäre dies angesichts der Loyalität einiger anderer Mitglieder des Zuhra-Clans gegenüber ʿAbdallāh ibn Zubair eine bemerkenswerte Tat gewesen. Denn nicht nur az-Zuhrīs Vater unterstützte ʿAbdallāh ibn Zubairs Anspruch auf das Kalifat und gehörte zur Armee von Musʿab ibn az-Zubair, auch die letzten beiden Gouverneure von ʿAbdallāh ibn Zubair in Medina gehörten den Banū Zuhra an.[27]

Seine Beziehung zu den späteren Kalifen

ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz (reg. 717–720) bat az-Zuhrī zusammen mit anderen Gelehrten, die Sunan zu sammeln, die später in Buchform niedergeschrieben und in den islamischen Provinzen verteilt wurden.[28] Yazid II. (reg. 720–724) ernannte ihn zum Qādī.[29] Eine Zeitlang war az-Zuhrī unter den Umaiyaden auch als Steuereintreiber tätig. Bei der Ausübung dieses Amtes soll er einmal unabsichtlich das Blut eines Mannes vergossen haben. Nach Sufyān ibn ʿUyaina geschah dies, als er einmal einen Mann auspeitschen ließ und dieser daraufhin starb.[30] Nach einem Bericht, den Muhammad ibn Saʿd anführt, war es ʿAlī ibn Husain, der die Last der Schuld für dieses Vergehen von seinem Gewissen nahm.[31] Ein weiteres Amt, das az-Zuhrī während des Umaiyaden-Kalifats innehatte, war das des Oberhaupts der Polizei (šurṭa).[32] Als Gegenleistung für seine Dienste bezahlten die umaiyadischen Kalifen seine Schulden und entlohnten ihn mit einem regelmäßigen Einkommen und einem großen Anwesen in Schaghb wa-Badā bei Aila[33] an der Grenze zwischen der Provinz des Hedschas und der Provinz Palästina.[34]

Die knapp 20 Jahre des Kalifats von Hischām ibn ʿAbd al-Malik verbrachte az-Zuhrī fast vollständig in dessen Residenz ar-Rusāfa.[35] Hischām nahm az-Zuhrī im Jahre 725 mit auf den Haddsch und vertraute ihm die Erziehung seiner Söhne an. Er hatte sich bis zu seinem Tode ständig in ihrer Nähe aufzuhalten, sie in Fiqh und anderen Wissenschaften zu unterrichten und mit ihnen auf Haddsch zu gehen.[29] Eine letzte Haddsch-Wallfahrt, die az-Zuhrī mit Hischāms Sohn Yazīd unternahm, ist für das Jahr 741 bezeugt.[36] Nach einem Bericht, der auf den Neffen az-Zuhrīs zurückgeht, diktierte az-Zuhrī auf Befehl Hischāms seine Hadithe den Sekretären des Kalifen zur Niederschrift.[37] Ibn ʿAbd Rabbih (gest. 940) führt eine Anekdote an, der zufolge az-Zuhrī einmal Hischām davor warnte, auf diejenigen zu hören, die ihm weismachen wollten, dass Herrscher im Jenseits nicht für ihre Missetaten zur Rechenschaft gezogen würden. Dem Koranvers, der dem Propheten und Kalifen David bei Verfehlungen jenseitige Strafe androhe (Sure 38:26), könne er entnehmen, dass auch seine Missetaten im Jenseits geahndet würden.[38]

ِِِِِAz-Zuhrīs Verhältnis zum Kronprinzen al-Walīd ibn Yazīd, dem späteren al-Walid II. (reg. 743–744), war nicht gut. Lecker erwähnt, dass al-Walīd während Hischāms Kalifat einmal befahl, die Bäume auf az-Zuhrīs Anwesen in Schaghb wa-Badā zu fällen.[39] Der Grund dafür war wahrscheinlich, dass ein Diener al-Walīd über ein Gespräch zwischen Hischām und az-Zuhrī informiert hatte, in dem die beiden den Kronprinzen der Fehler beschuldigt hatten.[40] Nach einer anderen Überlieferung versuchte er Hischām sogar davon zu überzeugen versuchte, al-Walīd abzusetzen. Al-Walīd, dem dies zugetragen wurde, soll geschworen haben, az-Zuhrī umzubringen, wenn ihm das möglich sei.[29]

Az-Zuhrī wusste wahrscheinlich, was ihn erwartete, und beschloss deshalb, im Falle eines Machtantritts von al-Walīd ibn Yazīd auf das Gebiet des Byzantinischen Reichs zu fliehen.[40] Doch starb er, bevor dies eintrat, am 17. Ramadan 124 (= 25. Juli 742) auf seinem Anwesen in Schaghb wa-Badā.[41] In seinem Testament verfügte er, dass man ihn an der ägyptischen Pilgerstraße, die an seinem Anwesen vorbeiführte, begraben sollte, damit die Passanten für ihn beten könnten.[42] Der Traditionsgelehrte al-Husain ibn al-Mutawakkil al-ʿAsqalānī (gest. 854-855), der sein Grab sah, beschreibt es als ein weiß verputztes, überkuppeltes Grab.[43]

Aktivität als Traditionarier

Az-Zuhrī scheint seine Suche nach Hadithen lebenslang fortgesetzt zu haben. Bei Abū Nuʿaim wird er mit der Aussage zitiert, er sei 45 (oder 25) Jahre zwischen Syrien und dem Hedschas hin- und hergereist, bis er keinen Hadith mehr als neuartig empfand.[44] Bei seinem Umgang mit den Überlieferungen ging er so vor, dass er Informationen über Vorfälle aus verschiedenen Quellen sammelte und zu einer vollständigen, kompletten und umfassenden Darstellung zusammenfügte, anstatt das Material in Form einzelner Aussagen mit den Namen ihrer Überlieferer weiterzugeben.[45] Dies wird zum Beispiel bei einer Aussage von ihm deutlich, die at-Tabarī von ihm zitiert. Hier nennt az-Zuhrī zunächst verschiedene Gewährsleute und sagt dann: „Jeder von ihnen erzählte mir einen Teil dieses Hadith, und einige von ihnen hatten mehr Informationen als andere. Ich habe für dich alles zusammengestellt, was die Leute mir erzählt haben.“[46] Er bearbeitete auch die Informationen, die er von seinem Lehrer ʿUrwa ibn az-Zubair erhielt. Der Vergleich mit Hischām ibn ʿUrwa, der dieselben Tradition überliefert, zeigt, dass er in manchen Fällen Informationen abmilderte oder Elemente aus verschiedenen Überlieferungen in einer Überlieferung zusammenfügte. Manchmal führt er eine Tradition von ʿUrwa auch auf eine frühere Quelle wie ʿĀ'ischa zurück, während Hischām keine Quelle vor ʿUrwa erwähnt.[47]

Az-Zuhrī wird ein phänomenales Gedächtnis nachgesagt. So wird berichtet, dass Hischām einmal sein Gedächtnis auf die Probe stellte. Dafür bat er ihn, einem seiner Söhne etwas zu diktieren, woraufhin az-Zuhrī einen Schreiber rief und ihm Hadithe diktierte. Als der Kalif nach einiger Zeit az-Zuhrī wieder traf, sagte er: „Das Diktat ist verloren gegangen.“ Daraufhin soll az-Zuhrī einen Schreiber gerufen haben und ihm die Hadithe erneut diktiert haben. Als Hischām sie mit dem ersten Diktat verglich, stellte er fest, dass kein einziger Buchstabe ausgelassen war.[48] Um seine Gedächtnisleistung zu verbessern, soll az-Zuhrī regelmäßig Honig getrunken haben.[49] Nach einem Bericht, den adh-Dhahabī zitiert, pflegte er die Nächte mit Honig zu verbringen, wie die Weintrinker mit Wein.[50]

Unter denjenigen, die von az-Zuhrī überlieferten, werden genannt: der Kalif ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz (gest. 720), Qatāda ibn Diʿāma (gest. 737), Maʿmar ibn Rāschid (gest. 770), Mālik ibn Anas (gest. 792) und Sufyān ibn ʿUyaina (gest. 804).[51] Nach as-Suyūtī überlieferten auch Abū Hanīfa und al-Auzāʿī von ihm.[52] Maʿmar war der wichtigste Überlieferer von az-Zuhrīs Material, das er von ʿUrwa erhalten hatte. Ein anderer Schüler az-Zuhrīs, der von ihm sehr zuverlässig ʿUrwa-Material überliefert, ist Ibn Ishāq (gest. 768/69).[53]

Az-Zuhrī als Befürworter der schriftlichen Aufzeichnung von Hadithen

Az-Zuhrī gilt als derjenige, mit dem in der Hadith-Wissenschaft der Übergang zur Schriftlichkeit stattfand. Der medinische Gelehrte ʿAbd al-ʿAzīz ad-Darāwardī (gest. 802) wird mit der Aussage zitiert: „Der erste, der Wissen aufzeichnete und niederschrieb, war Ibn Schihāb.“[54] Die Aussage, dass az-Zuhrī der erste war, der das Wissen schriftliche aufzeichnete (allaḏī dauwan al-ʿilm), findet sich auch bei vielen späteren Autoren, so zum Beispiel al-Maqrīzī.[55] Sālih ibn Kaisān (gest. 757), der Prinzenerzieher des Kalifen ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz, soll gesagt haben, dass er zu dieser Zeit die vom Propheten überlieferten Handlungsnormen (sunan) auch schon niederschrieb, aber az-Zuhrī darüber hinausging, indem er auch die Überlieferungen über die Prophetengefährten schriftlich aufzeichnete, wobei er dies als Sunna rechtfertigte. Sālih ibn Kaisān lehnte diese Vorgehensweise damals ab, gestand aber später ein, dass dies ein Fehler gewesen sei, weil az-Zuhrī mit seiner Methode mehr Erfolg gehabt habe.[56] Ähnlich äußerte sich auch der medinische Rechtsgelehrte Abū z-Zanād (gest. 748): „Wir pflegten das Erlaubte und Verbotene aufzuschreiben. Ibn Schihāb dagegen schrieb alles auf, was er hörte. Und als man dessen bedurfte, wusste ich, dass er der Wissendste der Menschen ist.“[57] Aus Furcht, dass ihm ein Hadith entgehen könnte, soll az-Zuhrī manchmal das, was er hörte, auf seine Schuhsohlen geschrieben haben.[58]

Über die Umständie, die az-Zuhrī dazu brachten, Überlieferungen niederzuschreiben, gibt es verschiedene Berichte. Sein Schüler Maʿmar ibn Rāschid zitiert ihn mit der Aussage: „Wir hatten eine Abneigung gegen das Niederschreiben von Wissen, bis diese Herrscher uns zwangen, es zu tun. Dann gelangten wir zu der Auffassung, dass wir es keinem der Muslime vorenthalten sollten.“[59] Nach einem anderen Bericht, der auf den Neffen az-Zuhrīs zurückgeht, diente die schriftliche Fixierung der Hadithe dagegen vor allem der Erstellung einer autorisierten Sammlung. Az-Zuhrī sagte demnach: „Wenn uns nicht unbekannte Hadithe aus dem Osten erreicht hätten, die wir missbilligen, hätte ich keinen Hadith niedergeschrieben und dies auch nicht erlaubt.“[60]

Der Nachwelt galt az-Zuhrī als notorischer Bibliomane. Ibn Challikān (gest. 1282) erzählt von ihm, dass er, wenn er zu Hause war, sich stets mit seinen Büchern umgab und sich so sehr in ihr Studium vertiefte, dass er alle weltlichen Angelegenheiten darüber vergaß. Seine Frau habe eines Tages zu ihm gesagt: „Bei Gott, diese Bücher sind für mich schwerer zu ertragen als drei Nebenfrauen!“[61]

Werke

  • Al-Maġāzī (Die Feldzüge) war ein umfassendes Werk bestehend aus Hadithen, die sich auf die Schlachten und Feldzüge des Propheten Muhammad beziehen. Es ist nicht mehr im Original vorzufinden. Wahrscheinlich basiert es auf dem gleichnamigen Werk des ʿUrwa ibn az-Zubair. Der Inhalt und Kapitelnamen sind vielfach zitiert von Abū l-Qāsim at-Tabarānī in seinem al-Muʿǧam al-kabīr (Das Große Lexikon), at-Tabarī in seinem Taʾrīḫ ar-Rusūl wa-l-Mulūk (Geschichte der Gesandten und Könige), al-Balādhurī in seinem Kitāb al-Futūḥ (Buch der Eroberungen) und Ansāb al-ašrāf (Die Genealogie der Adligen). Mūsā b. ‘Uqba hat beinahe das gesamte Werk in seinem eigenen gleichnamigen Werk überliefert, sodass Yahyā ibn Ma'īn es das Buch von Mūsā nach az-Zuhri nannte.[62][63]
  • Nasab Quraiš über den Stammbaum der Quraisch. Nach seinem Zeitgenossen Qurra ibn ʿAbd ar-Rahmān soll az-Zuhrī nur dieses Buch geschrieben haben.[64]
  • An-Nāsiḫ wa-l-Mansūḫ über das Abrogierende und Abrogierte. Az-Zuhrī soll sich gerühmt haben, als erster das Wissen zu diesem Thema schriftlich fixiert zu haben.[65]
  • Asnān al-ḫulafāʾ ist ein chronologisches Verzeichnis der umaiyadischen Kalifen mit ihren Geburts- und Sterbe- und Herrschaftsdaten, aus dem at-Tabarī zwei Fragmente bewahrt hat.[62]

Abū l-Faradsch al-Isfahānī zitiert den Geschichtsschreiber al-Madā'inī (gest. ca. 840) mit der Aussage, Chālid al-Qasrī habe az-Zuhrī zuerst damit beauftragt, ein genealogisches Werk abzufassen, und bevor er dieses fertiggestellt hatte, ihm den Auftrag erteilt, ein Werk über die Sīra zu schreiben.[66]

Beurteilung als Überlieferer

Bei den vormodernen muslimischen Gelehrten

Über seine Zuverlässigkeit gab es bei den Traditionaren keine Meinungsverschiedenheiten. Ibn Saʿd und al-ʿIǧlī nennen ihn ṯiqa, zuverlässig. Ibn Ḥibbān in seinem aṯ-Ṯiqāt nennt ihn den besten Ḥāfiz seiner Zeit, als den besten im Bereich der Darlegung der überlieferten Schriften und als einen Fiqhgelehrten und tugendhaften Menschen.[67] Sufyān ibn ʿUyayna nannte ihn den größten Gelehrten Medinas seiner Zeit. Makhūl ibn Abī Muslim sagte über ihn, es gäbe nun niemanden auf der Erde der die Sunna so gut kenne wie er. ʿAlī ibn al-Madīnī und Ahmad ibn Hanbal hielten ihn auch für den besten Menschen in der Hadithwissenschaft. Seine Hadithe wurden in den Kutub-us-Sitta aufgenommen.[68]

Die Maghāzī-Kapitel in den Musannaf-Werken von ʿAbd ar-Razzāq as-Sanʿānī (gest. 827) und Ibn Abī Schaiba (gest. 849), die Geschichte von Medina von ʿUmar ibn Schabba (gest. 877) und das Maghāzī-Material, das Mūsā ibn ʿUqba (gest. 758) zugeschrieben wird und aus mehreren späteren Quellen gesammelt wurde, enthalten eine große Anzahl von Überlieferungen, die az-Zuhrī zugeschrieben werden.[69]

In der modernen Wissenschaft

Nach Joseph Schacht wurden az-Zuhrī gegen Ende des zweiten islamischen Jahrhunderts bereits viele falsche und oft widersprüchliche Meinungen zugeschrieben, und sein Name tauchte in Isnaden von Überlieferungen auf, die zu seiner Zeit noch nicht existierten und aus denen erfundene Aussagen über seine angebliche Lehre entnommen wurden.[70] G.H.A. Juynboll, der Ibn Schihāb az-Zuhrī als „die Schlüsselfigur schlechthin“ unter den Hadith-Überlieferern betrachtete, warf die Frage auf, ob sich die zahlreichen Vorkommen dieses Namens in den Überliefererketten überhaupt auf dieselbe Person beziehen.[71] Abgesehen davon verwies er auf viele Fälle, in denen Isnade „völlig unbekannte Personen“ als Informanten von az-Zuhrī enthalten. Er erklärte dies damit, dass angebliche Schüler von ihm oder deren Schüler Überlieferungen erfunden und ihm zugeschrieben haben.[72] Insgesamt urteilte er, dass es nicht mehr möglich sei, die echten Zuhrī-Traditionen von den erfundenen zu trennen.[73]

Diese Einschätzungen wurden von Harald Motzki in Frage gestellt, der zeigt, dass viele von az-Zuhrī stammende Rechtsüberlieferungen durch eine vergleichende Studie von ʿAbd ar-Razzāqs Muṣannaf und Māliks al-Muwatta' rekonstruiert werden können, zwei Werken aus dem 2. bis 3. Jahrhundert des Islams, die unterschiedliche Versionen des Zuhrī-Materials enthalten. Darüber hinaus hat Gregor Schoeler gezeigt, dass Schachts Schlussfolgerungen über die Zuhrī-Überlieferungen zum Leben Mohammeds auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Quellen falsch sind.[74]

Literatur

Arabische Quellen

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  • Abū Yūsuf Yaʿqūb Ibn Sufyān al-Fasawī (gest. 890): Kitāb al-Maʿrifa wa-t-tārīḫ. Ed. Akram Ḍiyāʾ al-ʿUmarī. 3 Bde. Bagdad: Maṭbaʿat Aršād 1975. Bd. I, S. 620–643. Digitalisat
  • Abū l-Qāsim al-Balḫī (gest. 931): Qabūl al-aḫbār wa-maʿrifat ar-riǧāl. Ed. Abū ʿAmr al-Ḥusainī. 2 Bde. Dār al-kutub al-ʿilmīya, Beirut 2000. Bd. I, S. 265–270. Digitalisat
  • Ibn Abī Ḥātim ar-Rāzī (gest. 938): Kitāb al-Ǧarḥ wa-t-taʿdīl. Dāʾirat al-Maʿārif an-Niẓāmīya, Hyderabad 1953. Bd. VIII, S. 71–74. Digitalisat
  • Abū Nuʿaim al-Iṣfahānī (gest. 1038): Ḥilyat al-Auliyāʾ wa-ṭabaqāt al-aṣfiyāʾ. 10 Bde. Dār al-kutub al-ʿilmīya, Beirut ohne Datum. Bd. III, S. 360–381. Digitalisat
  • al-Ḫaṭīb al-Baġdādī (gest. 1071): Taqyīd al-ʿilm. Ed. Saʿd ʿAbd al-Ġaffār ʿAlī. Dār al-Istiqāma, Kairo 2008. S. 137–139. Digitalisat
  • Ibn ʿAsākir (gest. 1176): Taʾrīḫ madīnat Dimašq. Ed. ʿUmar ibn Ġarāma al-ʿUmarī. Dār al-Fikr, Beirut, 1997. Bd. LV, S. 294–388. Digitalisat
  • Ibn Ḫallikān (gest. 1282): Wafayāt al-aʿyān wa-anbāʾ abnāʾ az-zamān. Ed. Iḥsān ʿAbbās. Dār Ṣādir, Beirut 1978. Bd. IV, S. 177–179. Digitalisat – Engl. Übers. William Mac Guckin de Slane. Paris 1843. Bd. II, 581–584. Digitalisat
  • Šams ad-Dīn aḏ-Ḏahabī (gest. 1348): Siyar aʿlām an-nubalāʾ. Ed. Šuʿaib al-Arnāʾūṭ. 11. Aufl. Muʾassasat ar-Risāla, Beirut, 1996. Bd. V, S. 326–350. Digitalisat
  • Šams ad-Dīn aḏ-Ḏahabī: Tārīḫ al-Islām. Ed. ʿUmar ʿAbd as-Salām Tadmurī. Dār al-kitāb al-ʿArabī, Beirut 1988. Bd. VIII, S. 227–252. Digitalisat
  • Šams ad-Dīn aḏ-Ḏahabī: Tahḏīb at-tahḏīb. Ed. August Fischer unter dem Titel Biographien von Gewährsmännern des Ibn Isḥāq, hauptsächlich aus aḏ-Ḏahabī. Brill, Leiden 1890. S. 64–74. Digitalisat
  • al-Maqrīzī (gest. 1442): al-Muqaffā al-kabīr. Ed. Muḥammad al-Yaʿlāwī. Dār al-Ġarb al-Islāmī, Beirut 1991. Bd. VII, S. 240–252. Digitalisat
  • Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī (gest. 1449): Tahḏīb at-tahḏīb. Dāʾirat al-Maʿārif an-Niẓāmīya, Hyderabad 1907. Bd. IX, S. 445–451. Digitalisat

Sekundärliteratur

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  • Pavel Pavlovitch: “Juynboll, al-Zuhrī, and al-Kitāb: About the Historicity of Transmission below the Common Link Level” in Petra M. Sijpesteijn und Camilla Adang (Hrsg.) Islam at 250: studies in memory of G.H.A. Juynboll. Brill, Leiden 2020. S. 103–129.
  • Andrew Rippin: “Al-Zuhrī, ‘Naskh al-Qur’ān’ and the Problem of Early ‘Tafsīr’ Texts” in Bulletin of the School of Oriental and African Studies 47/1 (1984) 22–43.
  • Gregor Schoeler: Charakter und Authentie der muslimischen Überlieferung über das Leben Mohammeds. De Gruyter, Berlin 1996. S. 32–37.
  • Fuat Sezgin: Geschichte des arabischen Schrifttums. Bd. 1. Leiden: Brill 1967. S. 280–282.
  • F. Vahidnia, H. Naqizadih, G. Raisian: “Shi‘a Rijali Views of Muhammad ibn Muslim ibn Shihab az-Zuhri” in Journal of Shi'a Islamic Studies 7/1 (2014) 5-21.
  • Koby Yosef: “Between al-Zuhrī (d. 124/742) and Qatāda (d. 118/736): two early treatises on abrogation in the Qur'ān” in Jerusalem Studies in Arabic and Islam 42 (2015) 73-127.

Einzelnachweise

  1. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 34.
  2. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 11.
  3. a b Ibn Qutaiba: al-Maʿārif. 1981, S. 472.
  4. a b Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 310.
  5. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 311.
  6. Ibn Ḥaǧar al-ʿAsqalānī: Tahḏīb at-tahḏīb. 1907, Bd. IX, S. 451.
  7. a b Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 312.
  8. Elad: Medieval Jerusalem and Islamic Worship. 1994, S. 154f.
  9. Horovitz: “The Earliest Biographies of the Prophet and Their Authors”. 1928, S. 43.
  10. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 319.
  11. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 315.
  12. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 314.
  13. Muḥammad ibn Saʿd: Kitāb aṭ-Ṭabaqāt al-kabīr. 1912, Bd. II/2, S. 131, Zeile 4–5.
  14. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 15.
  15. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 316.
  16. Duri: “az-Zuhrī: A Study on the Beginnings of History Writing in Islam”. 1957, S. 2.
  17. aḏ-Ḏahabī: Tārīḫ al-Islām. 1988, Bd. VIII, S. 232f.
  18. So Abū Zurʿa ad-Dimašqī (gest. 894): Taʾrīḫ. Ed. al-Qūǧānī. Damaskus 1980. S. 583f.
  19. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 305.
  20. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 300–302.
  21. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 51.
  22. al-Maqrīzī: al-Muqaffā al-kabīr. 1991, Bd. VII, S. 247.
  23. Goldziher: Muhammedanische Studien. 1890, Bd. II, S. 35f.
  24. Al-Yaʿqūbī: Taʾrīḫ. Ed. Martijn Theodor Houtsma. Brill, Leiden, 1883. Bd. II, S. 311. Digitalisat
  25. Horovitz: “The Earliest Biographies of the Prophet and Their Authors”. 1928, S. 36.
  26. Horovitz: “The Earliest Biographies of the Prophet and Their Authors”. 1928, S. 37.
  27. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 316.
  28. Lecker: “az-Zuhrī”. 2002, S. 565b.
  29. a b c aḏ-Ḏahabī: Tārīḫ al-Islām. 1988, Bd. VIII, S. 233.
  30. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 38.
  31. Horovitz: “The Earliest Biographies of the Prophet and Their Authors.” 1928, S. 34f.
  32. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 39f.
  33. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 50–53.
  34. Ibn Qutaiba: al-Maʿārif. 1981, S. 472.
  35. al-Fasawī: Kitāb al-Maʿrifa wa-t-tārīḫ. 1975, Bd. I, S. 636.
  36. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 33, Fußnote 47.
  37. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 26.
  38. Ibn ʿAbd Rabbih: al-ʿIqd al-farīd. Ed. Mufīd Muḥammad Qamīḥa. Dār al-kutub al-ʿilmīya, Beirut 1983. Bd. I, S. 57. Digitalisat
  39. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 54.
  40. a b Abū l-Faraǧ al-Iṣfahānī: Kitāb al-Aġānī. Ed. Ibrāhīm as-Saʿʿāfīn, Bakar ʿAbbās. 3. Aufl. Dār Ṣādir, Beirut 2008. Bd. VII, S. 12. Digitalisat
  41. Horovitz: “The Earliest Biographies of the Prophet and Their Authors”. 1928, S. 42.
  42. Lecker: “Biographical notes on Ibn Shihāb az-Zuhrī”. 1996, S. 53–55.
  43. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 381.
  44. Abū Nuʿaim al-Iṣfahānī: Ḥilyat al-Auliyāʾ wa-ṭabaqāt al-aṣfiyāʾ. Bd. III, S. 362.
  45. Azmi: Studies in Early Hadith Literature. 1978, S. 280.
  46. aṭ-Ṭabarī: Taʾrīḫ ar-rusul wa-l-mulūk. Ed. P. de Jong. Brill, Leiden 1882. Band I/3, S. 1518, Zeile 4–6.
  47. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 35.
  48. aḏ-Ḏahabī: Tahḏīb at-tahḏīb. 1890, S. 69, Zeile 11–17.
  49. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 325.
  50. aḏ-Ḏahabī: Tahḏīb at-tahḏīb. 1890, S. 70, Zeile 14.
  51. Ibn ʿAsākir: Taʾrīḫ madīnat Dimašq. 1997, Bd. LV, S. 295.
  52. as-Suyūṭī: Ṭabaqāt al-ḥuffāẓ. Dār al-Kutub al-ʿilmīya, Beirut 1983. S. 50. Digitalisat
  53. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 35f.
  54. Ibn ʿAbd al-Barr: Ǧāmiʿ bayān al-ʿilm wa-faḍli-hi. Ed. Abū l-Išbāl az-Zuhairī. Dār Ibn al-Ǧauzī, ad-Dammām 1414h (= 1994 n. Chr.). Bd. I, S. 320, Nr. 415. Digitalisat
  55. al-Maqrīzī: al-Mawāʿiẓ wa-l-iʿtibār fı̄ ḏikr al-ḫiṭaṭ wa-l-āṯār. Dār al-Kutub al-ʿilmīya, Beirut 1998. Bd. IV, S. 149. Digitalisat
  56. al-Ḫaṭīb al-Baġdādī: Taqyīd al-ʿilm. 2008, S. 137.
  57. Ibn ʿAbd al-Barr: Ǧāmiʿ bayān al-ʿilm wa-faḍli-hi. Ed. Abū l-Išbāl az-Zuhairī. Dār Ibn al-Ǧauzī, ad-Dammām 1414h (= 1994 n. Chr.). Bd. I, S. 321, Nr. 416. Digitalisat
  58. al-Ḫaṭīb al-Baġdādī: Taqyīd al-ʿilm. 2008, S. 137f.
  59. Ibn Saʿd: Kitāb aṭ-Ṭabaqāt al-kabīr. 1912, Bd. II/2, S. 135.
  60. al-Ḫaṭīb al-Baġdādī: Taqyīd al-ʿilm. 2008, S. 138f.
  61. Ibn Ḫallikān: Wafayāt al-aʿyān wa-anbāʾ abnāʾ az-zamān. 1978, Bd. IV, S. 177f. – Engl. Übers. Bd. II, S. 582.
  62. a b Muhammad Mustafa Azami: Studies in Early Hadith Literature (Studien in früher Literatur des Hadith). American Trust Publications, 2001, S. 280–281.
  63. Al-Zuhrī: A Study on the Beginnings of History Writing in Islam (Az-Zuhri: Eine Studie in den Anfängen der historischen Schriften im Islam), A. A. Duri, Bulletin of the School of Oriental and African Studies, University of London, B. 19, No. 1, S. 3, Cambridge University Press on behalf of School of Oriental and African Studies, 1957.
  64. Sezgin: Geschichte des arabischen Schrifttums. Bd. I, S. 282f.
  65. Muḥammad ibn Mūsā al-Ḥāzimī: Kitāb al-Iʿtibār fi n-nāsiḫ wa-l-mansūḫ min al-āṯār. 2. Aufl. Dāʾirat al-maʿārif al-ʿUṯmānīya: Haidarābād 1359h. S. 3. Digitalisat
  66. Abū l-Faraǧ al-Iṣfahānī: Kitāb al-Aġānī. Ed. Ibrāhīm as-Saʿʿāfīn, Bakr ʿAbbās. Dār Ṣādir, Beirut 2008. Band XII, S. 15. Digitalisat
  67. S. 565 The Encyclopaedia of Islam: New Edition, Band IX. C. E. Bosworth, E. Van Donzel, W. P. Heinrichs. Leiden, Brill. 1997.
  68. Hüseyin Uçan: Reihe für Osnabrücker Islamstudien: Die Bildung von religiöser Autorität in der Frühzeit des Islam am Beispiel von Sufyān at-Thawrī und Sufyān bin ʿUyayna: Kriterien der Autoritätswerdung. Peter Lang GmbH Internationale Verlag der Wissenschaften, Berlin 2018, S. 254–257.
  69. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 16.
  70. Joseph Schacht: The Origins of Muhammadan Jurisprudence. Clarendon Press, Oxford 1950. S. 246.
  71. Juynboll: Muslim Tradition. Studies in Chronology, Provenance and Authorship of early ḥadīth. 1983, S. 146f.
  72. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 27.
  73. Juynboll: Muslim Tradition. Studies in Chronology, Provenance and Authorship of early ḥadīth. 1983, S. 158.
  74. Boekhoff-van der Voort: Between history and legend: the biography of the Prophet Muḥammad by Ibn Shihāb al-Zuhrī. 2012, S. 12.