Hundsheim (Gemeinde Mautern)
| Hundsheim (Dorf) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Krems (KR), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Krems an der Donau | |
| Pol. Gemeinde | Mautern an der Donau (KG Mauternbach) | |
| Koordinaten | 48° 23′ 14″ N, 15° 33′ 22″ O | |
| Höhe | 199 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 200 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04292 | |
| Der Ort von Göttweig aus gesehen; links die Ruine Dürnstein | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Hundsheim ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Mautern an der Donau im Bezirk Krems in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 200 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Das Dorf westlich von Mautern liegt an der Donau und ist über die Aggsteiner Straße erreichbar, von der hier die Landesstraße L109 abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 78 Adressen.[2]
Die inoffiziell als „Hundsheimer Insel“ bezeichnete, knapp 600 Meter lange Schotterinsel, die besonders unter Anglern und Paddlern sehr beliebt ist, bildete sich erst im 20. Jahrhundert.
Geschichte
Schweickhardt beschrieb die Bewohner als Landbauern, die Feldbau, Weinbau und Obstbau betrieben, nur die Viehzucht war unbedeutend. Am Donauufer war damals eine Schiffsmühle vertäut. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 18 Häusern genannt, das nach Mautern eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Mautern besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mautern, Pottenbrunn, Engelhartszell und Weinberg.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Hundsheim eine Gastwirtin, eine Schneiderin, ein Schuster und eine Trafikantin ansässig.[4]
Sehenswertes
- Johanneskirche, 1628–1835 von Cypriano Biasino unter Einbeziehung des Vorgängerbaus errichtet; Hochaltarbild „Taufe Christi“ von Martin Johann Schmidt, Altaraufbau – nach Überlieferung – von seinem Vater Johann Schmidt (Denkmalschutz, Listeneintrag)
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 279 (Ausgabe 1769; Hundsheim in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 48, Sektion Stein - Mautern, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 8,8 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 172.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 326 (Hundsheim in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 298