Humboldtstraße 12 (Weimar)

Das Haus Humboldtstraße 12 ist ein denkmalgeschütztes klassizistisches Wohngebäude in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte

Das gaubenbesetzte Gebäude mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach entstand als eines der ersten Häuser der einstigen Berkaer Straße und wurde zwischen 1825 bis 1840 errichtet. Genauere Angaben zur Entstehungszeit gibt es nicht. Zur Entstehungsgeschichte gehört zum Anwesen ein großer Garten, welcher Ende des 19. Jahrhunderts bei der Verlängerung der Schubertstraße in östlicher Richtung zu großen Teilen verlorenging. Ein Nebengebäude an der Westseite wurde 1937 beseitigt. Das Gebäude erfuhr 1998 seine Modernisierung. Das sechsachsige zweigeschossige über einem Werksteinsockel verputzte Gebäude steht unmittelbar an der Humboldtstraße. Es ist ein Gebäudeteil des Sophienkrankenhauses. Es diente als Alterssitz für die Sophienschwestern.[1]

Die Straßenfassade wird mit einem mäßig hervortretenden Risalit in der Breite von den vier mittleren Achsen sowie Ecklisenen und einem breiten Gurtgesims gegliedert. Auf der Rückseite ist ein nach Westen gerichteter Seitenflügel mit Austritt angefügt. Der zweiflügelige Hauseingang mit schmalem Oberlicht ist an der nördlichen Schmalseite angeordnet. Er wird von einem einfachen Werksteingesims eingefasst.

Die Räume sind beiderseits eines Mittellängsflures angeordnet. Von der klassizistischen Ausstattung sind im Obergeschoss die Feldertüren und Dielenfußböden mit dekorativen Intarsien erhalten. Das Kellergeschoss besteht aus mehrere parallel angeordneten Tonnengewölben aus Bruchstein.[2]

Das Gebäude ist heute eine evangelische Kindertagesstätte.[3]

Einzelnachweise

  1. Blick auf die Humboldtstraße 12 auf fotoarchiv.weimar.de
  2. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 746.
  3. [1]

Koordinaten: 50° 58′ 33,7″ N, 11° 19′ 33,2″ O