Hugo Schlieper
Hugo Schlieper (* 31. August 1903 in Gevelsberg; † 7. Januar 1945) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.
Leben
Hugo Schlieper wurde als Sohn des Eduard Schlieper geboren, erlernte das Bäckerhandwerk und war wie sein Vater als Bäckermeister tätig. Er trat zum 1. April 1930 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 218.314),[1] wo er am 1. Juni 1935 Ortsgruppenleiter wurde. Ebenfalls am 1. April 1930 trat er in die SA ein, wo er bis Oktober tätig war, anschließend Mitglied der SS wurde und Obertruppführer eines SS-Sturmes in Hattingen war.
Vom 20. März 1938 bis August 1940 und vom 11. Dezember 1940 bis zum 30. April 1941 war er NSDAP-Kreisleiter in Witten.
Am 6. August 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen und nahm vom 1. Oktober 1940 bis zum 11. Dezember 1940 an einem Lehrgang für Reserve-Führer der Waffen-SS bei der SS-Panzergrenadier-Division „Das Reich“ teil. Von April 1941 an war er als SS-Unterscharführer eingesetzt und wurde zum Jahresbeginn 1944 zur „Führer-Reserve“ der Gauleitung abgeordnet. Wegen „fortgesetztem militärischen Unterschlagen“ wurde er nach einer Verfügung des Reichsführers Heinrich Himmler vom 22. März 1944 dem Strafvollzugslager Danzig-Matzkau überstellt.
Am 7. Januar 1945 fiel er bei einem Kriegseinsatz.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 271f. (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/37721248