Hugo Schönherr von Schönleiten
Hugo-Eugen Schönherr Edler von Schönleiten (* 28. Mai 1858 in Ried im Oberinntal[1]; † 27. Dezember 1938 in Innsbruck) war ein österreichischer Generalmajor.[2]
Leben
Herkunft
Hugo-Eugen Schönherr von Schönleiten war ein Sohn von Philipp Schönherr, welcher in Ried Straßenmeister war, und Maria, geb. Würzer.[1]
Werdegang
Hugo-Eugen Schönherr von Schönleiten war ab 1. November 1880 als Kadett im 8. Bataillon der Landwehr-Fußtruppen.[3] Als Kadet-Offiziers-Stellvertreter des niederösterreichischen Landwehr-Schützen-Bataillons St. Pölten Nr. 3 mit dem Rang vom 1. Mai 1883 wurde er beim Landesschützen-Bataillons Oberinnthal Nr. 3 zum Lieutnant befördert.[4] Am 1. November 1894 wurde er im Infanterie-Regiment 21 Hauptmann 2. Klasse.[5] Drei Jahre später wurde er hier zum Hauptmann 1. Klasse befördert.[6] In der Landwehr wurde er 1904 mit dem Militärverdienstkreuz ausgezeichnet.[7] 1910 war er als Stabsoffizier für besondere Verwendung im Landes-Schützen-Regiment Innichen Nr. III.[8] Ab April 1914 war er Kommandant des k.k. Landesschützen-Regiments „Innichen“ Nr. III, wo er bereits vorher gedient hatte und im Mai 1911 Oberstleutnant wurde,[9] und wurde in dieser Position zum Oberst befördert. Im September 1914 gab er das Kommando ab.[10] Im November 1914 übernahm er das k.k. Landesschützen-Regiments „Bozen“ Nr. II, blieb aber nur für einen Monat in dieser Kommandierung.[10]
1915 wurde er Ritter III. Klasse des Ordens der Eisernen Krone[11], nachdem er bereits 1913 das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens erhalten hatte[12].
Hugo Schönherr von Schönleiten wurde am 1. November 1917 innerhalb der k. u. k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarns zum Generalmajor befördert und zugleich wegen seiner dreißig Dienstjahre auf Grundlage der Regelungen über den systemmäßigen Adel 1917 in den erblichen Adelsstand erhoben.[13] Schönherrs Namenswahl fiel auf den Berg Schönleiten in der Südtiroler Nonsberggruppe, den er im Ersten Weltkrieg in den Isonzoschlachten erfolgreich verteidigen konnte.[14]
Familie
Am 11. Januar 1887 heiratete er in St. Pölten Maria Vitzhum (* 1867).[1] Ihr Sohn war der spätere Generalleutnant der Wehrmacht Otto Schönherr Edler von Schönleiten[15] und ihr Enkel war der spätere Schauspieler, Schriftsteller und Sprecher Dietmar Schönherr[16].
Weblinks
- Kapitel: Ein Adelstitel für einen Berg. In: Das Virtuelle Haus der Geschichte | Tirol, 3. Oktober 2008, 2:00 Min., Dietmar Schönherr im Video-Interview.
Einzelnachweise
- ↑ a b c Wiener genealogisches Taschenbuch. Band 5, 1933, S. 150.
- ↑ Nachlass Dietmar Schönherr-von Peter Reichelt archiviert, überarbeitet u. 2018 nach Berlin übergeben. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Ministerium für Landesverteidigung: Schematismus der K. K. Landwehr und der K. K. Gendarmerie der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. 1882, S. 57.
- ↑ Austro-Hungarian Monarchy K. u K. Kriegsministerium: Kaiserlich-königliches Armee-Verordnungsblatt: Personal-Angelegenheiten. Band 33. K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1884, S. 234.
- ↑ Schematismus der K.K. Landwehr und der K.K. Gendarmerie der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. 1896, S. 81.
- ↑ Österreichisch-ungarische Officiers-Zeitung: Organ für Reserve- und Landwehr-Offiziere. Band 8. Ludwig Schönberger, 1897.
- ↑ Austro-Hungarian Monarchy K. u K. Kriegsministerium: Schematismus für das kaiserliche und königliche Heer und für die kaiserliche und königliche Kriegsmarine. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, 1911, S. 75.
- ↑ Austro-Hungarian Monarchy: Hof- und Staats-Handbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie für ... Band 36. K.K. Hof- und Staatsdruckerei, 1910, S. 709.
- ↑ Verordnungsblatt für die Kaiserlich-Königliche Landwehr. Band 42, 1912, S. 136.
- ↑ a b Wilfried Beimrohr: Die k.k. Landwehr-Gebirgstruppen: Geschichte, Uniformierung und Ausrüstung der österreichischen Gebirgstruppen von 1906 bis 1918. Verlag Militaria, 2006, ISBN 978-3-902526-02-1, S. 35.
- ↑ Österreich-Ungarn: Hof- und Staats-Handbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Hof- und Staatsdr., 1918, S. 115.
- ↑ Österreich-Ungarn: Hof- und Staats-Handbuch der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Hof- und Staatsdr., 1918, S. 216.
- ↑ Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918. ( vom 7. Februar 2016 im Internet Archive). In: Österreichisches Staatsarchiv, 2007, (PDF); Eintrag: Schönherr Edler von Schönleiten, Hugo, S. 167.
- ↑ Kurzvideo mit D. Schönherr: Ein Adelstitel für einen Berg. ( vom 30. Dezember 2020 im Internet Archive) 2008.
- ↑ Nachlass Dietmar Schönherr-von Peter Reichelt archiviert, überarbeitet u. 2018 nach Berlin übergeben. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Nachlass Dietmar Schönherr-von Peter Reichelt archiviert, überarbeitet u. 2018 nach Berlin übergeben. Abgerufen am 1. Januar 2026.