Hugo Fischer (Technologe)

Hugo Fischer (* 26. Mai 1846 in Dresden; † 23. Februar 1938 ebenda; vollständiger Name: Hugo Friedrich Robert Fischer) war ein deutscher Maschinenbauingenieur, Technologe und Hochschullehrer.

Leben

Hugo Fischer studierte nach seinem Abitur Maschinenbau am Polytechnikum Dresden. Nach einer Tätigkeit in der Privatwirtschaft trat er 1874 eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent für Mechanische Technologie und Theoretische Maschinenlehre am Polytechnikum Dresden an. Im gleichen Jahr wurde ihm die Stelle des Sekretärs der königlich sächsischen Technischen Deputation übertragen. Fischer, der dort später zum stellvertretenden Direktor aufstieg, schied 1905 aus diesem Amt aus.

Hugo Fischer habilitierte sich 1877 als Privatdozent für Mechanische Technologie am Polytechnikum Dresden, dort erfolgte 1879 seine Berufung als außerordentlicher Professor, 1890 als ordentlicher Professor für Maschinenlehre und Mechanische Technologie. 1891 wurde Fischer die Leitung der Sammlung von Vorlagen für technisches Zeichnen anvertraut, im Studienjahr 1895/1896 war er Vorstand der Mechanisch-technischen Abteilung der mittlerweile in Technische Hochschule Dresden umbenannten Hochschule, 1913 wurde er emeritiert. Vor dem Ende der Monarchie wurde ihm der Titel eines (königlich sächsischen) Geheimen Hofrats verliehen.

Er war Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und in dessen Dresdener Bezirksverein aktiv.[1][2]

Hugo Fischer starb am 23. Februar 1938, drei Monate vor Vollendung seines 92. Lebensjahrs, in Dresden.

Schriften

  • Technologische Studien im Sächsischen Erzgebirge. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1878.
  • Untersuchungen über die Zugfestigkeit und Zugelastik von Metalldrähten. 1884.
  • Über Mosaikarbeiten. A. Felix, Leipzig 1887. (als Sonderdruck aus: Der Civilingenieur, 33. Jahrgang 1887, Heft 4)
  • Geschichte, Eigenschaften und Fabrikation des Linoleums. Eine technologische Studie für Technologen, Linoleum- und Maschinenfabrikanten, Ingenieure, Architekten, Ärzte usw. A. Felix, Leipzig 1888. (2., neu bearbeitete Auflage 1924)
  • Einführung und Entwicklung der Dampfschiffahrt auf der Elbe im Königreiche Sachsen. In: Der Civilingenieur, 36. Jahrgang 1890, Heft 4, S. 257 ff.
  • Tapetendruckmaschine. In: Der Civilingenieur, 42. Jahrgang 1896, Heft 7.
  • Die ersten Versuche zur Einführung der Bobbinnetfabrikation im Königreich Sachsen. Julius Springer, Berlin 1912.
  • Der Bickfordsche Sicherheitszünder und die Errichtung der ersten Sicherheitszünderfabrik in Deutschland. In: Beiträge zur Geschichte der Technik und Industrie, Jahrbuch des Vereines Deutscher Ingenieure, Band 6 (1914), S. 55 ff.
  • Technologie des Scheidens, Mischens und Zerkleinerns. Otto Spamer, Leipzig 1920.
  • Allgemeine Maschinenlehre. Otto Spamer, Leipzig 1923.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1899. Berlin 1899, S. 72.
  2. Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis 1914. Berlin 1914, S. 141.