Hoverport Boulogne-sur-Mer

Der Hoverport Boulogne-sur-Mer war eine Anlegestelle[1] für Luftkissenfahrzeuge (englisch hovercrafts) in Le Portel bei Boulogne-sur-Mer. Die zum Hafen Boulogne gehörende Anlage diente ausschließlich dem Verkehr zwischen Frankreich und England über den Ärmelkanal. Mit den Luftkissenfahrzeugen wurde die Strecke zwischen Le Portel und Dover binnen 25 Minuten zurückgelegt.[2]

Geschichte und Beschreibung

Der Hoverport wurde am 1. August 1968 am flachen Sandstrand von Le Portel mit der Ankunft des britischen SR.N4 The Princess Margaret in Betrieb genommen.[2][3] 1978 wurde der Hoverport umgebaut und erhielt ein neues Abfertigungsgebäude.

Während seiner Betriebszeit passierten den Hoverport mehr als 30 Millionen Fahrgäste.[2] Im unmittelbar an seinem Rand gelegenen Bahnhof Boulogne-Aéroglisseurs konnten sie ab 1970 auf kurzem Weg direkte Züge nach Paris erreichen.

Nach der Eröffnung des Eurotunnels und aufgrund der billigeren Konkurrenz durch Katamarane wurde der Betrieb mit den im Unterhalt teuren, umweltunfreundlichen – der N500 Naviplane verbrauchte 5000 l Kerosin pro Stunde – Luftkissenfahrzeugen 1991 eingestellt[2] und der Hoverport Boulogne-sur-Mer 1993 stillgelegt.[3]

Fahrzeuge

Eingesetzte Luftkissenfahrzeuge waren der französische N500 Naviplane Ingenieur Jean Bertin, der 1985 ausschied,[3] und britische Saunders Roe Nautical 4 (SR.N4). Deren Betreiber war zunächst Seaspeed, ein Joint Venture von SNCF und British Rail, ab 1981 dann Hoverspeed.

Commons: Hoverport de Boulogne-sur-Mer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. hoverport bei larousse.com, abgerufen am 31. Dezember 2025
  2. a b c d Le Portel | Hoverport de Boulogne-sur-Mer bei bretagne-tele.fr, abgerufen am 31. Dezember 2025
  3. a b c Boulogne (Le Portel) Hoverport bei hhvferry.com, abgerufen am 31. Dezember 2025