Horst Göhlich

Horst Göhlich (* 18. Oktober 1926 in Missen, Niederlausitz; † 27. Dezember 2016) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer. Ab 1966 war er ordentlicher Professor für Landtechnik und Baumaschinen in Berlin.

Leben

Horst Göhlich, Sohn von Frieda Göhlich, geborener Jenchen, und des Landwirts Bruno Göhlich, besuchte die Oberschule in Cottbus. Er wurde nach einem von 1947 bis 1953 dauernden Studium des Allgemeinen Maschinenbaus an der Technischen Universität (TU) Berlin, das er als Diplom-Ingenieur abschloss, dort im Oktober 1957 mit einer Dissertation über Untersuchungen zur Verbesserung der Niederschläge von Pflanzenschutzmitteln durch elektrostatische Aufladung zum Dr.-Ing. promoviert. Im Anschluss an sein Studium war er von 1953 bis 1960 Wissenschaftlicher Assistent am Landmaschinen-Institut der Georg-August-Universität Göttingen und in den Jahren 1960 und 1961 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Gastforscher an zwei Landmaschineninstituten in den Vereinigten Staaten von Amerika tätig. Nach seiner Ernennung zum Kustos am Landmaschinen-Institut der Universität Göttingen habilitierte Göhlich sich dort im Folgejahr 1963. In den Jahren 1963 bis 1966 leitete er die Versuchsabteilung der Maschinenfabrik Gebr. Welger in Wolfenbüttel.

Vom April 1966 bis zu seiner Emeritierung im März 1993 war Göhlich Ordinarius für Landmaschinen an der TU Berlin, von 1966 bis 1971 war er zusätzlich Direktor des Instituts für Landmaschinen sowie des Instituts für Landtechnik der TU Berlin und von 1972 bis 1981 Geschäftsführender Direktor des Instituts für Maschinenkonstruktion der TU Berlin. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren Obsterntemechanisierung, Futterernte und Technik im Pflanzenschutz.

Göhlich gehörte dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit der Mitgliedsnummer 540399 an.[1] Von Januar 1989 bis Dezember 1991 war er Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Agrartechnik. Im Jahr 1991 wirkte er an der Gründung des europäischen Landtechniker-Verbandes EurAgEng (European Society of Agricultural Engineers) mit.

Host Göhlich war evangelisch, ab 1957 verheiratet mit Ingeborg Göhlich, geborener Donder, und hatte einen Sohn namens Ralph-Dietmar.

Schriften (Auswahl)

  • Untersuchungen zur Verbesserung der Niederschläge von Pflanzenschutzmitteln durch elektrostatische Aufladung. VDI-Verlag, Düsseldorf 1958.
  • Technik im Pflanzenschutz. DLG, Frankfurt am Main 1976.
  • Mensch und Maschine. Parey, Hamburg/Berlin 1987.

Literatur

  • Göhler, Horst. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 386.
  • Horst Göhlich. In: Catalogus Professorum. TU Berlin, abgerufen am 22. Mai 2025.

Einzelnachweise

  1. Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitglieder-Verzeichnis 1954. Hoppenstedts Wirtschaftsverlag, Essen 1954, S. 220.