Hohne-Eiche
Koordinaten: 51° 46′ 18″ N, 10° 43′ 24,8″ O Die Hohne-Eiche, seltener auch Hohneeiche geschrieben, im Harz ist eine über 400 Jahre alte[1] Eiche bei Drei Annen Hohne im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft wurde die Hohne-Eiche als Rekordbaum eingestuft.[2] Im August 2025 erhielt die Eiche den Status eines Nationalerbe-Baums.[3]
Geographische Lage
Die Hohne-Eiche befindet sich im Oberharz im Nationalpark Harz. Sie steht als Einzelbaum etwa 500 m oberhalb des Bahnhofs Drei Annen Hohne auf der Hohnewiese und kann nur zu Fuß erreicht werden. Dazu muss zunächst vom Bahnhof etwa 50 m in Richtung Ortsausgang nach Wernigerode und dann an der Einmündung der von Elbingerode kommenden Straße links den später Glashüttenweg genannten Fahrweg leicht bergauf gegangen werden. Nach 300 m öffnet sich links die Hohnewiese, auf der die Eiche steht.
Unmittelbar an der Hohne-Eiche führt auch der Löwenzahn-Entdeckerpfad vorbei. Neben der Eiche befindet sich eine Möglichkeit zur Rast in Form von Tisch und Ruhebänken.
Beschreibung
Die Hohne-Eiche ist als Naturdenkmal (ND) (Nr. 491) ausgewiesen. Es handelt sich um eine Traubeneiche (Quercus petraea). Schätzungsweise wurde die Hohne-Eiche um das Jahr 1600 gepflanzt. Noch bis zum Ersten Weltkrieg befand sich auf der Hohne-Eiche eine hölzerne Kanzel, die mit Hilfe einer angelegten Holzleiter bestiegen werden konnte. Bereits zum damaligen Zeitpunkt entwickelte sich die Hohne-Eiche zu einem beliebten Ausflugsziel von Touristen vor allem aus den beiden umliegenden Städten Wernigerode und Elbingerode (Harz).
Die Behauptung, dass es sich um eine Gerichtseiche handelt[4], lässt sich urkundlich nicht nachweisen, zumal bei der geringen Besiedlung der Umgebung es ohnehin unwahrscheinlich ist, dass unter dieser Eiche jemals Gericht gehalten wurde.
Am mächtigen Stamm der Hohne-Eiche finden sich mehrere Spuren eines Brandes, die unmittelbar am Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden sind, als ein unter der Eiche abgestellter Wehrmachts-Panzerkampfwagen VI Tiger zerstört wurde.
2014 pflanzten Junior-Ranger auf der Hohnewiese eine weitere Traubeneiche.[5]
Maße
- Stammumfang: 4,99 m in 1,3 m Höhe
- Höhe: ca. 13 m
- Durchmesser der Baumkrone: ca. 15 m
Weblinks
- Rekordbaum
- Hohne-Eiche im Nationalpark Harz (Sachsen-Anhalt) – Nationalerbe-Bäume in Deutschland
Einzelnachweise
- ↑ In früheren Veröffentlichungen wurde von einem Alter von 1000 Jahren ausgegangen.
- ↑ Rekordbaum Quercus petraea (ID 2787). Deutsche Dendrologische Gesellschaft e.V. (DDG), abgerufen am 28. Oktober 2016.
- ↑ Kevin Kulke: 500 Jahre alt: Dieser historische Baum im Harz ist jetzt Nationalerbe. In: harzkurier.de. 17. August 2025, abgerufen am 18. August 2025.
- ↑ Gerichtseiche bei Drei Annen Hohne. In: baumkunde.de. Abgerufen am 28. Oktober 2016.
- ↑ Junior-Ranger pflanzen „Baum des Jahres“: Eine weitere Traubeneiche für die Hohnewiese. Nationalparkverwaltung Harz, 22. April 2014, abgerufen am 28. Oktober 2016.