Hohenstaufen (Schonwald)
Schonwald
„Hohenstaufen“ | ||
|
Ansicht von Westsüdwest | ||
| Lage | Hohenstaufen im Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg, Deutschland | |
| Fläche | 10,686 ha | |
| Kennung | 200242 | |
| Geographische Lage | 48° 45′ N, 9° 43′ O | |
|
| ||
| Einrichtungsdatum | 3. Dezember 2004 | |
| Verwaltung | Forstdirektion Tübingen | |
Das Gebiet Hohenstaufen ist ein mit Verordnung vom 3. Dezember 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 200242) in Baden-Württemberg.
Lage
Das Schutzgebiet befindet sich zwischen Ottenbach und Wäschenbeuren. Es liegt am Hang des Zeugenbergs Hohenstaufen.[1] Der Schonwald liegt Forstbezirk Göppingen im Staatswald Göppingen und umfasst die Abteilung 4 des Distriktes 1 „Staufener Hölzer“ und grenzt im Norden an das Landschaftsschutzgebiet Hohenstaufen, Rechberg, Stuifen mit Aasrücken und Rehgebirge.
Im Schutzgebiet liegen zwei Biotope: Schonwald Hohenstaufen mit der Biotopnummer 272241171167 und Seggen-Buchenwald Hohenstaufen mit der Biotopnummer 272241176079.
Geologie
Der Untergrund besteht aus einem mäßig frischen Weißjurahang.
Vegetation
Im Schonwald kommen laut Biotopkartierung die folgenden Arten vor: Weiß-Tanne, Feldahorn, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Gewöhnliche Rosskastanie, Knoblauchsrauke, Gewöhnliche Haselwurz, Wald-Zwenke, Gewöhnliches Hirtentäschel, Blaugrüne Segge, Gemeine Hainbuche, Weißes Waldvöglein, Gewöhnliche Waldrebe, Gemeiner Wirbeldost, Roter Hartriegel, Zweigriffeliger Weißdorn, Eingriffeliger Weißdorn, Schwarzwerdender Geißklee, Echter Seidelbast, Rasen-Schmiele, Echter Wurmfarn, Breitblättrige Stendelwurz, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Zypressen-Wolfsmilch, Rotbuche, Gemeine Esche, Waldmeister, Ruprechtskraut, Echte Nelkenwurz, Gemeiner Efeu, Grüne Nieswurz, Wald-Habichtskraut, Schönes Johanniskraut, Europäische Stechpalme, Gefleckte Taubnessel, Frühlings-Platterbse, Gewöhnlicher Liguster, Türkenbund, Großes Zweiblatt, Rote Heckenkirsche, Ausdauerndes Silberblatt, Oregano, Schwarzkiefer, Waldkiefer, Silber-Pappel, Espe, Frühlings-Fingerkraut, Hasenlattich, Wohlriechende Schlüsselblume, Vogelkirsche, Schlehdorn, Feld-Rose, Hundsrose, Schwarzer Holunder, Weiße Fetthenne, Gewöhnliche Goldrute, Herbst-Drehwurz, Aufrechter Ziest, Wald-Ziest, Eibe, Winterlinde, Sommerlinde, Bergulme, Großer Ehrenpreis, Wolliger Schneeball, Weiße Schwalbenwurz, Raues Veilchen, Wald-Veilchen.
Im Biotop Schonwald Hohenstaufen wurden bei einer Zählung im Jahr 1991, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Orchideenart Herbst-Drehwurz gefunden. Diese Art ist von der LUBW als stark gefährdete Art eingestuft.
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung
- die möglichst langfristige Erhaltung der vorhandenen Laubbaumbestockung (erste Generation nach Weidenutzung) und spätere Entwicklung naturnaher, standortsgemäßer Waldgesellschaften (Buchenwald und Buchensteppenheidewald)
Betreuung
Wissenschaftlich betreut wird der Schonwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch
Weblinks
- Steckbrief des Schonwaldes im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte