Hohenlimburger SV

Der Hohenlimburger SV, voller Name Hohenlimburger Schwimmverein e.V., ist ein Sportverein mit den Abteilungen Wasserball, Schwimmen und Tennis im östlichen Hagener Stadtteil Hohenlimburg.

Vereinseigen ist ein Freibad mit 50-Meter-Bahn, das Freibad Henkhausen,[1] das bis 2010 im Winter gewöhnlich mit einer Traglufthalle[2][3] überdacht wurde.

Im Verein werden sowohl Breiten- und Freizeitsport als auch, im Bereich Wasserball, Leistungssport betrieben. Im Juli 2010 wurde die Finalrunde der Wasserball-Frauen in der Bundesliga vom Hohenlimburger SV ausgerichtet; mit folgendem Endstand: 1. (Meister) Blau-Weiß Bochum, 2. Bayer Uerdingen, 3. Neukölln, 4. Hannover, 5. Wuppertal, 6. Hohenlimburg.

Wasserball

Die Männer-Mannschaft der Wasserball-Abteilung stand 1993 im Finale des Europacups der Pokalsieger, unterlag dort jedoch im Hinspiel mit 14:11 und im Rückspiel mit 12:9 gegen den Sieger Libertas Nuoto Pescara.[4]

Die Frauen-Mannschaft wurde in der Premieren-Saison 1998/99 der Wasserball-Frauen-Bundesliga Deutscher Frauen-Wasserball-Meister – ohne einen einzigen Punkt abgegeben zu haben. Die einzige Niederlage in der Saison gab es im Finale des DSV-Pokals.

Weitere Erfolge:

Freibad

Am 23. Juni 1929 wurde das Freibad Henkhausen vom Hohenlimburger Schwimmverein eröffnet. Auf einem Wiesen-/Bachgrundstück des Gastwirtes Bläse, der dem Verein das Gelände unentgeltlich zur Verfügung stellte und noch ein Darlehen von 3000 RM vorschoss. Die Kosten für den Bau von 25.000 RM konnten durch Spenden, Anteilscheine und Eigenhilfe ermöglicht werden. Wichtige historische Daten waren: die Beschlagnahme des Bades 1945 durch die Militärregierung, die Wasserumwälzanlage 1961, die Wassererwärmungsanlage 1971, die Flutlichtanlage 1973 und der Vereinsraum 1974. Im Jahre 1979 gab es 1200 Vereinsmitglieder.[6]

Im Frühjahr 2024 wurde das alte Freibad abgerissen, um den Neubau eines Ganzjahresbades zu ermöglichen. Der Grundstein für das rund 12 Millionen Euro teure Projekt wurde feierlich im September 2024 gelegt.[7][8] Bauherr ist die HSV-Betriebsgesellschaft mbh. Im Mittelpunkt der neuen Anlage steht ein „wettkampfgerechtes“ Hauptbecken 25 × 15 Meter mit sechs Bahnen. Die Wassertemperatur beträgt konstant 28 Grad. Dank eines Hubbodens kann die Wassertiefe flexibel bis zu 1,80 Meter eingestellt werden. Auch die Sportart Wasserball wird hier künftig wieder eine Heimat finden. Ergänzt wird die überdachte Anlage durch ein kleineres Freibadbecken unter freiem Himmel, das besonders den Gästen im Sommer zugutekommen soll. Die Fertigstellung vom neuen „Hasselbad“ des Hohenlimburger Schwimmvereins ist für Anfang 2026 geplant.[9]

Commons: Hohenlimburger SV – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Spielstätte. In: Hohenlimburger Schwimmverein e.V. 22. September 2013, abgerufen am 30. August 2023 (deutsch).
  2. http://wasserballhagen.wordpress.com/2007/11/24/badelatschenpflicht-in-der-traglufthalle-henkhausen/
  3. http://wasserballhagen.wordpress.com/2008/09/11/e-mail-eingang-aufbau-traglufthalle-henkhausen/
  4. „Ergebnisse ohne Bundesligen“, Sport-Bild vom 24. Februar 1993, S. 60.
  5. Heinz-Werner Schroth: HSV-Mädchen in grandioser Manier Meister. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 1. Juli 2012, abgerufen am 1. Mai 2025.
  6. Wilhelm Bleicher: 750 Jahre Hohenlimburg, Verlag Werner Dorau, Hohenlimburg 1979, S. 303.
  7. radio hagen – Grundsteinlegung in Henkhausen.
  8. Westfalenpost – Grundsteinlegung in Henkhausen.
  9. Westfalenpost – Das neue „Hasselbad“ in Hohenlimburg.

Koordinaten: 51° 22′ 21″ N, 7° 33′ 21″ O