Hochgebirgsklinik Davos

Hochgebirgsklinik Davos
Ort Davos

Kanton Graubünden
Staat Schweiz
Koordinaten 784434 / 189315
Leitung Evelyne Wirz Eberle (CEO)
Jan Vontobel (Ärztlicher Direktor)
Betten 190
Mitarbeiter 300
Fachgebiete 5
Gründung 1. Dezember 1901
Website www.hochgebirgsklinik.ch
Lage
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Die Hochgebirgsklinik Davos ist eine Schweizer Rehabilitationsklinik in den Bereichen Kardiologie, Pneumologie, Dermatologie, Allergologie und Psychosomatik für Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Das Campusgebäude auf dem Areal der Hochgebirgsklinik Davos wurde im September 2019 in Betrieb genommen. Die Hochgebirgsklinik Davos ist die grösste Reha-Klinik Graubündens. Die Klinik liegt im Davoser Ortsteil Wolfgang im Schweizer Kanton Graubünden in 1600 Metern Höhe in einem geschützten weiten Hochtal in der Nähe des Davosersees.

Wesentlicher Aspekt ist die einzigartige Höhenlage der Klinik mit einer nahezu vollständigen Allergen-, Keim- und Schadstoffarmut.

Organisation

Die Hochgebirgsklinik wird durch eine gleichnamige Aktiengesellschaft betrieben. Die Aktiengesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Medizin Campus Davos AG, welche wiederum Teil der Kühne-Stiftung ist.[1] Seit 2020 wird die Hochgebirgsklinik von Evelyn Wirz Eberle als CEO geleitet. Sie übernahm diese Funktion von Georg Schäppi, welcher seit 2025 die Muttergesellschaft (Medizin Campus Davos AG) leitet.[2] Als ärztlicher Direktor fungiert Jan Vontobel.[3]

Geschichte

Die Geschichte der Hochgebirgsklinik Davos reicht zurück ins Jahr 1898, als Herman und Olga Burchard den Verein Deutsche Heilstätte in Davos gründeten. Dieser eröffnete bereits drei Jahre später die Klinik für 80 Tuberkulosepatienten. Ab 1919 wurden Erholungskuren für deutsche Kinder angeboten. Im Jahre 1931 wurde die deutsche Heilstätte auf 200 Betten erweitert.

Deutlich erweitert wurde das Angebot der Klinik dann ab den 1960er Jahren, mit der Eröffnung der Asthma- und Allergieklinik 1964, der 1970 die Eröffnung der Augenabteilung folgte. Zwei Jahre später wurde dann die Tuberkulosebehandlung eingestellt. Ab 1981 wurde das Angebot um eine Kinderklinik erweitert, der 1987 eine Klinikschule und die Mutter-Kind-Station folgten.

Nach dem Klinikneubau in den Jahren 1990 bis 1994 wurde eine ganzjährige Abteilung für Jugendliche eingeweiht. 1998, zur Hundertjahrfeier der Stiftung Hochgebirgsklinik Davos, wurde die Eltern-Kind-Abteilung eröffnet. 2003 kam die Allergieklinik Davos – Zentrum für Kinder und Jugendliche hinzu. Zwei Jahre später begann der Betrieb des Nederlands Astma Centrums Davos am Standort Davos-Wolfgang, und die Station Valbella wurde infolge der Schliessung der Valbella-Klinik eröffnet.

Die Klinik meldete am 9. September 2013 Insolvenz an, und das Überleben war eine Zeit lang gefährdet.[4]

Die Klinik hatte im Rahmen einer provisorischen Nachlassstundung bis zum 27. November 2013 Zeit, einen tragfähigen Sanierungsplan zu entwickeln. Die Mitarbeiterinitiative erfuhr breite Unterstützung, insbesondere auch von der Gemeinde Davos und Vertretern des Kantons Graubünden.[5] Im Mai 2014 übernahm Klaus-Michael Kühne über seine Kühne Real Estate AG die Liegenschaften der Hochgebirgsklinik Davos.[6] Dadurch konnte die Sanierung der Hochgebirgsklinik Davos erfolgreich abgeschlossen werden.[7]

Medizincampus Davos

Die Liegenschaften werden durch die Medizin Campus Davos AG verwaltet.[8] Das Klinikgeschäft wird durch die 2018 neugegründete Hochgebirgsklinik Davos AG (Tochtergesellschaft der Medizin Campus Davos AG) betrieben. Mit dem neuen Eigentümer konzentriert sich die Klinik auf das Kerngeschäft. Neben der Hochgebirgsklinik wurden auf dem Medizincampus das Christine-Kühne-Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), die Cardio-Care AG und die Davos Biosciences AG angesiedelt. Alle drei Unternehmen sind Projekte der Kühne-Stiftung. Zusätzlich ist das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) auf den Medizincampus umgezogen.[9]

Im September 2019 wurde ein neues Campus- und Forschungsgebäude eingeweiht.[10] Am 1. September 2022 wurde der Neubau Gastronomie und Therapie der Hochgebirgsklinik Davos offiziell in Betrieb genommen und damit die Erweiterung des Hauptgebäudes abgeschlossen. 2024 konnte ein weiteres Gebäude unter dem Namen Forschung II eröffnet werden. An den Investitionskosten haben sich der Kanton Graubünden und die Gemeinde Davos ebenfalls mit namhaften Beiträgen beteiligt.[11] In diesem Gebäude ist die neu gegründete Forschungsinstitution Translationale Medizin an Grenzflächen Davos beheimatet.[12]

Einzelnachweise

  1. Organigramm | Kühne Foundation. Abgerufen am 14. Januar 2026.
  2. Nachfolge noch unklar: CEO des Zürcher Kinderspitals wechselt zum Medizincampus Davos. 29. Januar 2025, abgerufen am 14. Januar 2026.
  3. Team. In: Hochgebirgsklinik Davos. Abgerufen am 14. Januar 2026.
  4. Konkurs: Die Hochgebirgsklinik in Davos deponiert die Bilanz. In: Aargauer Zeitung. 11. September 2013.
  5. Neue Führung bei Hochgebirgsklinik. In: Südostschweiz. 10 Oktober 2013.
  6. Milliardär Kühne rettet die Hochgebirgsklinik Davos. In: Südostschweiz. 9. Mai 2014.
  7. Hochgebirgsklinik Davos: Sanierung geglückt. In: SRF News. 1. Mai 2014.
  8. Home | Medizin Campus Davos. Abgerufen am 14. Januar 2026 (deutsch).
  9. Campus Partner | Medizin Campus Davos. 22. August 2024, abgerufen am 14. Januar 2026 (deutsch).
  10. Eröffnungsfeier neues Campusgebäude. Hochgebirgsklinik Davos, 12. Juli 2019.
  11. Neues Forschungsgebäude für den Medizincampus Davos. Abgerufen am 14. Januar 2026.
  12. Etablierung translationaler medizinischer Forschung im Kanton Graubünden. Abgerufen am 14. Januar 2026.