Hinterleiten (Gemeinde Reichenau)
| Hinterleiten (Streusiedlung) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Reichenau an der Rax (KG Grünsting) | |
| Koordinaten | 47° 41′ 26″ N, 15° 49′ 45″ O | |
| Höhe | 560 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 50 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05267 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Hinterleiten ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Reichenau an der Rax im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 50 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
Die Streusiedlung südlich von Reichenau erstreckt sich bis hinauf zur Stojerhöhe (810 m ü. A.) und umfasst zahlreiche Lagen, von denen das Schloss Rothschild (bzw. die Rothschildstiftung) und der Gasthof Flackl die bekanntesten sind. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 40 Adressen.[2]
Geschichte
Die Einwohner haben nur geringen Feldbau und eine mittelmäßige Viehzucht, schrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 16 zerstreuten Häusern genannt, das nach Payerbach eingepfarrt war und die Kinder in Reichenau eingeschult wurden. Die Herrschaft Reichenau besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Neunkirchen ausgeübt.[3]
Sehenswertes
- Schloss Rothschild, früher Schloss Hinterleiten, ehemaliger Sommersitz von Nathaniel Rothschild, ab 1889 für Kranke und Kriegsinvalide genutzt
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 237 (Hinterleiten in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 103, Sektion Reichenau, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,1 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 264.
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 294 (Hinterleiten in der Google-Buchsuche).