Hikurangi (Neuseeland)

Hikurangi
Geographische Lage
Koordinaten 35° 36′ S, 174° 17′ O
Region-ISO NZ-NTL
Staat Neuseeland Neuseeland
Region Northland
Distrikt Whangarei District
Einwohner 1 640 (2025)
Postleitzahl 0114
Telefonvorwahl +64 (0)9
Webseite hikurangi.co.nz

Hikurangi ist ein Ort in der Northland Region in Neuseeland. 2025 hatte der Ort 1640 Einwohner.

Geographie

Hikurangi befindet sich im Whangarei District in der Northland Region im als Northland Peninsula bezeichneten Norden der Nordinsel von Neuseeland. Der Ost liegt nur wenige Kilometer westlich der Pazifik-Küste.

Weite Teile des Gemeindegebietes sind von einer bewaldeten oder landwirtschaftlich genutzten Hügellandschaft durchzogen. Der Großteil der Besiedlung und Bebauung befindet sich im Westen des Ortes.

Im Osten des Gemeindegebietes liegt der Ortsteil Marua sowie nördlich der Ortsmitte der Ortsteil Waro.

Nahegelegene Orte sind unter anderem Whangārei (17 km südlich) und Kawakawa (39 km nordwestlich). Auckland, die größte Stadt des Landes, liegt etwa 120 km südlich von Hikurangi.

Geschichte

1862 wurden etwa 48,6 km² Land von den Maori erworben, um Holz zu gewinnen[1] und Gemeinen Lein zu ernten. Hierfür wurden 1875 die ersten Transportwege und kurz darauf die ersten Sägewerke errichtet.[2] Das Gebiet wurde zudem zur Gewinnung von Kauri-Harz genutzt.

1865 wurden im Ort Kohlevorkommen entdeckt.[1] 1889 wurde die erste Kohlemine eröffnet.[2] Das heutige Stadtgebiet bildete sich ab 1890 um diese Minen herum. Ab 1894 bestand ein Anschluss an das regionale Bahnnetz.[3] Hikurangi entwickelte sich zu einer lebendigen Stadt mit einer Schule, einem Hotel und einem Schmied. Bis 1955 hatten die lokalen Kohleminen etwa 4,5 Mio. t Kohle gewonnen.[1] Aufgrund von Zwischenfällen – 1942 drang Wasser in eine Mine ein und tötete 43 Bergleute, 1968 brach eine Mine ein[1] – wurde die letzte der Kohleminen 1971 stillgelegt.[2]

1904 wurde die Hikurangi Co-operative Dairy Company gegründet, die lokale Landwirte mit Düngemitteln und weiteren Gütern belieferte und dort wiederum landwirtschaftliche Erzeugnisse einsammelte. Das Unternehmen wurde 1985 zur Northland Co-operative Dairy Company fusioniert und die lokale Fabrik geschlossen.[1]

Seit dem frühen 20. Jahrhundert wird in Hikurangi bereits Kalkstein abgebaut, aus dem hauptsächlich Portlandzement hergestellt wird.[4]

1930 starben bei einem Zusammenprall eines Zuges mit einem Bus sechs Teenager.[4]

1989 schloss sich das Hikurangi Town Council mit dem Whangarei County Council zum neuen Whangarei District Council zusammen.[4]

2009 wurde die Hikurangi Business Association gegründet, um lokale Unternehmen und Unternehmer zu vernetzen und den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, die sich durch die Verlegung des State Highways ergeben haben, entgegenzuwirken.[5]

Verkehr

Der über 2000 km lange New Zealand State Highway 1, die längste und wichtigste Fernstraße Neuseelands, verläuft auf einer Umgehungsstraße im Westen des Ortes. Wenige hundert Meter östlich davon befindet sich der Bahnhof Hikurangi der Bahnstrecke Auckland–Opua.

Etwa 18 km südlich befindet sich der Flughafen Whangarei, der primär nationale Ziele bedient.

Freizeit und Kultur

In der Ortsmitte befinden sich mehrere Cafés und Restaurants, eine Gedächtnisstätte[6] sowie die katholische Kirche Holy Name of Mary. Im Hikurangi Historical Museum ist die Geschichte des Ortes dargestellt.[3][7]

Hikurangi verfügt über mehrere Gesellschafts- und Sportvereine.[7] Im Hikurangi Sports Park befinden sich mehrere Sportfelder, unter anderem für Rugby. Darüber hinaus gibt es den Hikurangi Skate Park und außerhalb der Ortsmitte einen Golfclub.

Der Ortsteil Marua verfügt über einen eigenen Friedhof und ein Gemeindehaus (Marua Community Hall).

Im Ortsteil Waro befindet sich das Kalkstein-Landschaftsschutzgebiet Waro Limestone Scenic Reserve, in dem einst Kohle gefördert wurde. Teil des Gebietes ist der Baggersee Lake Waro.[1]

Bildung

Die Hikurangi School wurde 1923 eröffnet und hatte 2025 etwa 200 Schüler. Die Vorgängerschule bestand von 1883 bis 1922.[8]

Commons: Hikurangi (Neuseeland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Hikurangi: Past, present and future, livingheritage.org.nz, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  2. a b c About Hikurangi, hikurangi.co.nz, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  3. a b Hikurangi, New Zealand History, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  4. a b c Malcolm, M. (1997). „Hikurangi: The Story of a Coalmining Town“. ISBN 0-473-05007-2.
  5. Hikurangi Business Association auf hikurangi.co.nz, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  6. Hikurangi Memorial Hall, New Zealand History, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  7. a b Local Attractions, hikurangi.co.nz, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
  8. Our History, Hikurangi School, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).