Heumaden (Moosbach)
Heumaden Markt Moosbach
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| Koordinaten: | 49° 36′ N, 12° 27′ O |
| Höhe: | 539 m |
| Einwohner: | 93 (31. Dez. 2012)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 92709 |
| Vorwahl: | 09656 |
Luftbild von Heumaden
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Heumaden ist ein Gemeindeteil des Marktes Moosbach im Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Bayern.
Geographische Lage
Das Dorf Heumaden liegt auf einer Hochfläche etwa 3,5 km östlich von Moosbach.[2]
Geschichte
Um 1285 wird ein Hermaden, vermutlich verschrieben für Hevmaden, urkundlich erwähnt.[3] Es unterstand dem Kloster Kastl, das im Zuge der Reformation 1560/1563 aufgehoben wurde. Die Hofmark Heumaden wurde der Verwaltung eines kurpfälzischen Administrators unterstellt. 1636 wurde sie nach dem Übergang zum Kurfürstentum Bayern dem Jesuiten-Collegium in Amberg übergeben. 1773 wurde Heumaden nach der Aufhebung des Jesuitenordens ein kurfürstliches Richteramt und 1782 dem Johanniterorden übergeben; zur Kommende des auch als Malteserorden bezeichneten Ordens gehörte neben der Hofmark Enzenrieth auch die Hofmark Heumaden. Inhaber der Kommende waren ab 1782 Philipp Graf von Lamberg, dann Christian Leopold Graf von Thurn und Taxis und ab 1798 Frater Freiherr Sebastian von Donnersberg.[4] In den zu einer Johanniterkommende zusammengeschlossenen Hofmarken Enzenrieth und Hochdorf bestanden 1809 keine Patrimonialgerichte mehr, da seit 1808 der Johanniterorden in Bayern aufgehoben und sein Vermögen vom Staat eingezogen worden war.
Die in Folge des bayerischen Gemeindeedikts von 1818 im Jahr 1821 gebildete Gemeinde Heumaden umfasste die Orte
- Heumaden
- Bruckhof
- Fluröd
- Ödbraunetsrieth
- Putzenried
- Rohrhof
- Schwarzkopf
Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Heumaden als Teil der Pfarrei Moosbach mit 45 Häusern und 368 Einwohnern aufgeführt.[5]
Mit Wirkung zum 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Heumaden nach Moosbach eingegliedert, Bruckhof und Putzenried kamen zu Eslarn.[6]
1978 wurde in Heumaden eine dem heiligen Leonhard geweihte Kapelle erbaut. Am 31. Dezember 1990 hatte Heumaden 109 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Moosbach.[7]
Weblinks
- Homepage der Gemeinde Moosbach
- Ortsgeschichte
- Heumaden Luftbilder
- Heumaden in der Ortsdatenbank von bavarikon.
Einzelnachweise
- ↑ Rathaus Moosbach, Stichtag: 31. Dezember 2012
- ↑ Fritsch Wanderkarte Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, Maßstab 1 : 50.000
- ↑ Heumaden. In: Ortsnamen - Geschichte Bayerns. Abgerufen am 28. September 2025.
- ↑ Dieter Bernd: Vohenstrauß. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 39. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1977, ISBN 3-7696-9900-9, S. 167 f. (Digitalisat).
- ↑ Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 329
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 587.
- ↑ Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 401