Herz Jesu (Wickrathhahn)
Herz Jesu ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Wickrathhahn, einem Stadtteil von Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. Sie steht unter dem Patronat des Heiligsten Herzens Jesu und gehört zur Pfarre St. Matthias/Mönchengladbach im Pastoralen Raum Mönchengladbach Süd-Südwest im Bistum Aachen. Das Gotteshaus wurde 1931 nach Plänen von Atta Weichert erbaut.
Geschichte
1825 erbauten die Bewohner Wickrathhahns eine Kapelle in Fachwerkbauweise für das abendliche Rosenkranzgebet. Pfarrlich gehörte der Ort seit jeher zur Pfarre St. Antonius, Wickrath. Im Jahr 1887 war die Kapelle derart baufällig, dass sie durch einen Neubau ersetzt werden musste. 1909 wurde die Erlaubnis zur Feier einer wöchentlichen Heiligen Messe erteilt und 1913 wurde die Kapelle erweitert. 1920/21 ließ der Kapellenbauverein ein Pfarrhaus erbauen und am 7. Juni 1921 erhielt Wickrathhahn mit dem Rektor Hubert von Bronsfeld einen ersten eigenen Seelsorger, der dem Pfarrer von Wickrath unterstand.
Um 1930 wurde die erst 1913 erweiterte Kapelle wieder zu klein und ein Neubau beschlossen. 1931 folgte nach dem Abriss der Kapelle der Bau der heutigen Kirche nach Plänen des Mönchengladbacher Architekten Atta Weichert. Die feierliche Kirchweihe war am 20. Dezember 1931. Renovierungen folgten 1971 und 1991.
1963 wurde Wickrathhahn Pfarrvikarie, die Erhebung zur Pfarre war am 20. Dezember 1991.[1] Die Pfarre hatte nur 19 Jahre Bestand und wurde zum 1. Januar 2010 aufgelöst und mit den ebenfalls aufgelösten Pfarreien St. Mariä Himmelfahrt/Wanlo und St. Antonius/Wickrath zur neuen Großpfarre St. Matthias/Wickrath fusioniert. Diese Pfarre wurde zum 1. Januar 2026 wieder aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien zur Großpfarre St. Matthias/Mönchengladbach fusioniert. Seit den Fusionen ist Herz Jesu keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.[2]
Baubeschreibung
Herz Jesu ist eine einschiffige und fünfachsige Saalkirche aus Backstein im Stil der Moderne mit vorgebautem Glockenturm mit Satteldach. Der Innenraum wird von einer flachen Holzdecke überspannt.
Ausstattung
In der Kirche befinden sich eine Orgel der Werkstatt Verschueren Orgelbouw aus dem Jahr 1965, ein aus Marmor bestehender Altar von 1970 sowie ein Taufbecken und ein Ambo aus dem Jahr 1991. Die Buntglasfenster gehören noch zur Erstausstattung und wurden von Ludwig Preckel entworfen und 1931 eingesetzt.[3]
Glocken
| Nr. | Gussjahr | Gießer | Durchmesser (mm) |
Gewicht (kg, ca.) |
Schlagton (HT-1/16) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1948 | Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation | 945 | 340 | h′ |
| 2 | 1948 | Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation | 795 | 200 | d′′ |
| 3 | 1948 | Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation | 705 | 145 | e′′ |
Motiv: Te Deum[4]
Pfarrer
Folgende Priester wirkten als Rektor bzw. seit 1991 bis zur Auflösung der Pfarre als Pfarrer an Herz Jesu:[5]
- 1921–1929: Hubert von Bronsfeld
- 1929–1933: Heinrich Ruffini
- 1934–1936: Josef Jülich
- 1936–1965: Hubert Esser
- 1965–1966: P. Leo Mohr SMM
- 1966–1970: P. Johann Gottfried Peters SMM
- 1970–1976: P. Peter Moors SMM
- 1976–2002: Gerhard Jansen
- 2002–2010: Michael Röring
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1123.
- ↑ Nr. 233 Dekret über die Errichtung der Pfarrei und Kirchengemeinde St. Matthias in Mönchengladbach. In: Kirchliches Amtsblatt des Bistums Aachen Nr. 9.2/2025. Abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ Mönchengladbach-Wickrathhahn, Kath. Kirche Herz Jesu. In: Internetseite Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e. V. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Mnchengladbach-Wickrathhahn [D] – röm.-kath. Kirche Herz Jesu – Vollgeläute (Videobeschreibung). In: YouTube. Abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 1123.
Koordinaten: 51° 7′ 22,8″ N, 6° 23′ 20,2″ O