Hermann von Stockhausen
Hermann von Stockhausen († 1479) war ein Benediktinermönch und als Hermann II. von 1463 bis zu seinem Tod Fürstabt von Corvey.
Leben
Hermann von Stockhausen entstammte dem niedersächsisches Adelsgeschlecht Stockhausen, das das Amt des Erbmarschalls der Abtei Corvey innehatte. Vor seiner Berufung nach Corvey hatte er das Amt eines Abtes von Kloster Helmarshausen bekleidet.[1]
Nach dem Tod seines Vorgängers Arnold von der Malsburg 1463 hatte der Paderborner Bischof Simon zur Lippe versucht, seine eigene Wahl zum Administrator Corveys zu betreiben, jedoch entschied sich die Mehrheit des Konvents für Hermann von Stockhausen. Seine Wahl wurde durch den mit Bischof Simon in der Hessen-Paderbornischen Fehde verfeindeten Landgrafen Ludwig II. unterstützt, der damit seinen durch den Erbschutzvertrag von 1434 begründeten Einfluss auf die Abtei Corvey zu festigen suchte. Zur Finanzierung seiner Konfirmation an der päpstlichen Kurie in Rom hatte er bei seinen Oheimen Hans und Heinrich von Stockhausen 200 Golddulden aufnehmen müssen.[2] 1479 sah er sich „wegen der herrschenden Feindseligkeiten“ gezwungen, das Patronatsrecht Corveys über die St.-Nicolai-Kirche in Hullersen an das Einbecker Marienstift abzutreten.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Friedrich Wilhelm Ebeling: Liste der deutschen Bischöfe bis zum Ende des sechzehnten Jahrhunderts. 1. Band, Leipzig 1858, S. 352.
- ↑ Urkunde vom 28. Dezember 1467 in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- ↑ Urkunde in der Deutschen Digitalen Bibliothek
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Arnold III. von Malsburg | Fürstabt von Corvey 1463–1479 | Hermann III. von Bömelberg |