Hermann Vogel von Frommannshausen
Johannes Friedrich Hermann Ritter Vogel von Frommannshausen (* 1. August 1873 in Wien; † 11. Januar 1953 in Dresden) war ein Amtshauptmann in Sachsen.
Herkunft
Die ältesten nachweislichen Vorfahren, Johann Friedrich Vogel (1709–1789) und seine Ehefrau Katharina Graf, stammen aus Dresden. Ihr Sohn Christian Leberecht Vogel (1759–1816) wurde kgl. sächs. Hofmaler und Professor an die kgl. sächs. Akademie der bildenden Künste in Dresden und war mit Charlotte Wilhelmine Juliane Lüdecke (1768–1854) verheiratet. Sie haben zwei Söhne. Prof. Karl Christian Vogel (1788–1868) hatte zu Pillnitz 1831 den sächsischen Adelsstand mit dem Prädikat von Vogelstein erhalten hieß fortan Karl Christian Vogel von Vogelstein. Sein jüngerer Bruder Franz Friedrich Vogel (1790–1869) blieb dagegen bürgerlich, war verheiratet mit Christiana Dorothea Wetzel (1795–1834). Ihr Sohn Albrecht (auch Karl Albrecht) Vogel (1822–1890), K. K. Regierungsrat und ordentlicher Professor für Theologie, wurde 1883 zu Wien den Österreichischen Adels- und Ritterstand nobilitiert, mit dem Prädikat von Frommannshausen. Ein gewissen Einfluss könnte der Nachname seiner Ehefrau Anna (Anna Wilhelmine) Frommann gehabt haben, die aus Jena stammte. Sie sind die Eltern des Hermann Vogel von Frommannshausen.
Leben
Ab 1902 war er im sächsischen Staatsdienst und war in den Amtshauptmannschaften Plauen, Marienberg, Döbeln und in der Kreishauptmannschaft in Leipzig in unterschiedlichen Positionen tätig. In der Zeit von 1916 bis 1920 leitete er die Amtshauptmannschaft in Auerbach/Vogtl. Am 1. August 1920 wurde er feierlich in das Amt des Amtshauptmanns in Oschatz eingeführt.[1] Dieses Amt bekleidete er bis zum 30. Juni 1934 und trat offiziell wegen eines Augenleidens in den Ruhestand.[2]
In den Jahren 1924 bis 1930 war er Mitglied im Deutschen Evangelischen Kirchentag. Er war Gründungsmitglied und Vorsitzender des Dahlen-Belgerner Heidevereins, der sich von 1927 bis 1933 um die Pflege und Erschließung der Dahlener Heide auf sächsischer und preußischer Seite einsetzte.[3][4] Der am 28. August 1945 veröffentlichte Berliner Gründungsaufruf[5] der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands vom 26. Juni 1945 wurde von ihm mit unterzeichnet.[6]
Bis zum Tod wohnte er mit seiner Frau Bertha Elisabeth Ritter Vogel von Frommannshausen, geborene Spangenberg, die 1967 verstarb, in der Dresdner Prellerstraße 13. Elisabeth wurde in Pirna geboren. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Nachfahren sind überliefert von den Anverwandten der Familie Vogel von Vogelstein.
Genealogie
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 784–785.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleivh Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1941. Dreiunddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, [S. 525–526.]
Einzelnachweise
- ↑ Oschatzer Tageblatt und Anzeiger. Nr. 177 vom 3. August 1920, 43. Jahrgang.
- ↑ Oschatzer Gemeinnützige. Nr. 150 vom 30. Juni 1934.
- ↑ Oschatzer Gemeinnützige Nr. 149 vom 29. Juni 1934.
- ↑ Die historische Entstehung des Vereins ( vom 9. März 2005 im Internet Archive), Verein Dahlener Heide e. V., 17. Januar 2011.
- ↑ Gründungsaufruf der CDU Berlin 1945 ( vom 4. März 2011 im Internet Archive), CDU Deutschlands Grundsatzprogramm V., 22. Februar 2011.
- ↑ Geschichte der CDU Sachsen ( vom 21. Juli 2012 im Webarchiv archive.today), CDU Landesverband Sachsen V., 22. Februar 2011.