Hermann Rose (Politiker)
Heinrich Rudolf Hermann Rose (* 7. Mai 1879 in Lüneburg; † 28. Januar 1943 in Göttingen) war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker.[1]
Leben und Beruf
Nach dem Abitur in Lüneburg 1897 nahm Rose ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten in Heidelberg, München und Göttingen auf, das er mit beiden juristischen Staatsexamen im Jahr 1900 beendete. Sein Referendariat absolvierte er in Stade und Verden. Ab 1906 war er als Gerichtsassessor beim Magistrat der Stadt Stade tätig. Nach der Promotion zum Dr. jur. und Dr. rer. pol. 1907 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wurde er als Regierungsassessor im Reichspatentamt in Berlin, in der Eisenbahndirektion in Berlin sowie ein Jahr später in der Eisenbahndirektion in Halle angestellt. Er wechselte 1909 als Regierungsrat ins preußische Innenministerium und wurde später zum Geheimen Regierungsrat ernannt. Nach seinem Kriegsdienst von 1914 bis 1919 war er zunächst als Rechtsanwalt beim Kammergericht in Berlin tätig. Rose war von 1921 bis 1932 Mitglied des Preußischen Landtages als Vertreter der Deutschen Volkspartei (DVP). Von 1922 bis 1933 amtierte Rose als Regierungspräsident von Stade. 1928 wurde er vom Kirchensenat der Ev.-luth. Landeskirche Hannover als Mitglied des Landeskirchentags berufen. 1933 trat er auf Druck des ost-hannoverschen Gauleiters Otto Telschow als Regierungspräsident zurück und schied 54-jährig aus dem Verwaltungsdienst aus.
Literatur
- Hans Wohltmann: Hermann Rose 1879-1943. In: Otto Heinrich May (Hg.): Niedersächsische Lebensbilder, Bd. 3, Hildesheim: Lax 1957, S. 227–239.
- Beatrix Herlemann, Helga Schatz: Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier 1919–1945 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Band 222). Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2004, ISBN 3-7752-6022-6, S. 306.
- Jan Lokers: Rose, Heinrich Rudolf Hermann, in: Lebensläufe zwischen Elbe und Weser. Ein biographisches Lexikon, Band 1, Stade 2002, S. 277–280.
Einzelnachweise
- ↑ Personalakte siehe Niedersächsisches Landesarchiv Abteilung Stade, Rep. 180 B Nr. 1126–1128.