Hermann Rehm (Politiker)
Hermann Rehm (* 13. April 1905 in Augustdorf; † 24. Februar 1971 in Bad Pyrmont) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).
Leben
Hermann Rehm war ein Sohn des Malermeisters Wilhelm Rehm und machte nach seiner Schulausbildung eine Lehre im väterlichen Malerbetrieb und arbeitete dort bis 1933, als er arbeitslos wurde. Er trat zum 1. Mai 1931 in Hiddesen in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 538.579).[1] Ein Jahr später wurde er Ortsgruppenleiter in Augustdort und blieb bis September 1933 in diesem Amt, als er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen wurde. Von Juli 1934 bis April 1936 war er hauptamtlicher Kreisorganisationsleiter in Detmold und zugleich stellvertretender Kreisleiter. Bis zum 30. Juni 1938 hielt er sich zu einer Schulung in der Ordensburg Vogelsang in der Eifel auf und war anschließend bis August 1939 Kreisschulungsleiter in Lippe. Rehm wurde mit Kriegsbeginn zur Wehrmacht eingezogen und blieb dort bis November 1941, als er in die deutschbesetzte Ukraine zum Generalkommissariat Dnjepropetrowsk beordert wurde. Von September 1942 bis Oktober 1943 war er Gebietskommissar in Chortyzja (Saporischschja) und ab Oktober 1943 Verbindungsmann der Generalkommissariate Dnjepropetrowsk und Nikolajew zur Heeresgruppe Süd. Im August 1944 kehrte Rehm aus dem Kampfgebiet zurück und wurde am 10. des Monats NSDAP-Kreisleiter im westfälischen Lüdinghausen. Seine Amtszeit währte nur bis zum 17. April 1945, als er wieder zur Wehrmacht musste.
Vom 7. September 1945 bis zum 19. Februar 1948 wurde er im Lager Westertimke und Lager Fallingbostel interniert. Die Spruchkammer Benefeld-Bomlitz verurteilte ihn am 15. September 1948 zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten (durch die Internierung verbüßt).
Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Malergeselle und war später Besitzer eines Farb- und Tapetengeschäftes.
Literatur
- Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 181 (Digitalisat)
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34021570